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23. April 2022

[Serienrezension] Anatomie eines Skandals

Bildquelle: Netflix

Beschreibung:
Als der Westminster-Abgeordnete James Whitehouse nach dem Eingestehen einer Affäre des Missbrauchs beschuldigt wird, gerät sowohl sein Leben als auch das seiner Ehefrau aus den Fugen und er bemüht sich um Schadensbegrenzung.
Parallel ist die Kronanwältin Kate Woodcroft von der Schuld des Abgeordneten überzeugt und versucht Beweise gegen ihn zu ermitteln.

Details:
Titel: Anatomie eines Skandals
Originaltitel: Anatomy of a Scandal
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Originalsprache: Englisch
Produktionsunternehmen: David E. Kelley Productions, Made Up Stories
Länge: 43–48 Minuten
Episoden: 6 in 1 Staffel
Genre: Drama
Idee: David E. Kelley, Melissa James Gibson
Produktion: Liza Chasain
Musik: Johan Söderqvist
Erstausstrahlung: 15. Apr. 2022 auf Netflix
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 15. Apr. 2022 auf Netflix

Trailer:

~~~ Rezension enthält Spoiler ~~~

Eigene Meinung:
Die Miniserie "Anatomie eines Skandals" spricht in vielen Momenten wichtige Themen an, es geht um Macht und Machterhalt, Vergewaltigung, Privilegien, Probleme einer Ehe, Affären, Liebe und auch die Familie, grosse Themen, die man in einem Skandal rund um den Prozess verpackt. Ein Prozess, der sich eigentlich um die Vergewaltigung einer Angestellten dreht, aber im Kern noch viel tiefer geht als man es im ersten Moment meinen möchte.
James Whitehouse ist an sich ein sehr angesehener Mann in seiner Regierung, seine Frau Sophie nimmt eher die Repräsentationsaufgaben wahr, 2 Kinder runden die Familie ab. Dazu kommt ein Kindermädchen und im Laufe der Folgen noch ein Welpe. An sich ein perfektes Regierungsmitglied, der sich für die Belange der Bevölkerung einsetzen möchte, eben eine Saubermann bis zu dem Moment, in dem ihn Olivia, eine seiner Untergebenen, wegen sexuelles Missbrauchs anzeigt.  
James Whitehouse ist des Missbrauchs angeklagt, aber er bestreitet die Anklage. Es kommt zum Prozess, aber auch seine Stellung als Mitglied der Regierung ist in Gefahr. 
James Whitehouse ist eng mit dem Premierminister befreundet, aber es ist mehr als eine Freundschaft, es ist auch ein Pakt der aus Studienzeiten herrührt und mehr als ein Geheimnis in sich birgt. 
In den 6 Folgen der Serie werden in kurzer Abfolge neben dem eigentlichen Prozess immer wieder Momente aus der Vergangenheit von James Whitehouse oder seine Frau Sophie oder auch Kronanwältin Kate Woodcroft gezeigt, die viel mehr miteinander zu tun haben als man es sich zuerst vorstellen mag. Weil alle drei Hauptcharaktere haben mehr als nur in diesem Prozess, was aber im ersten Moment nicht gleich so ans Licht tritt. 
Inhaltlich hat man sich ein bisschen viel an den Jahren im College aufgehalten, die Geschichten von damals hatten dabei enormen Einfluss auf die Geschehnisse der Gegenwart, waren aber im Ganzen zu gross für die 6 Folgen, die mit jetzt 43 bis 45 Minuten zur Verfügung waren. 
Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Vaughan aus dem Jahr 2019. 

Fazit:
"Anatomie eines Skandals" hat sich in den 6 Folgen eine grosse Aufgabe gestellt, es aber inhaltlich dann nicht verpackt bekommen, alles aufzulösen und so steht man nach dem Ende der 6 Folgen immer noch da, weiss nicht alles, aber auch das Ende lässt auf mehr hoffen. 
Nett im Versuch gedacht, aber in der Umsetzung hängt es noch etwa. Aber alles in allem eine solide Mini-Serie zum Ansehen, wie gesagt, kein echtes Highlight, aber auch kein toller Flop. 

Dafür gibt es 3 Rosen:

2. März 2021

[Neulich auf Netflix - Serienrezension] Sie weiß von dir

Bildquelle: Netflix

Beschreibung: 
Sie weiß von Dir ist eine sechsteilige britische Thriller- und Drama-Fernsehserie, die am 17. Februar 2021 bei Netflix ihre Premiere hatte. Hauptdarstellers sind Simona Brown, Tom Bateman und Eve Hewson. Die Serie basiert auf dem Roman „Behind Her Eyes“ von Sarah Pinborough.

Eine alleinerziehende Mutter beginnt eine Affäre mit ihrem Chef, einem Psychiater, und freundet sich heimlich mit dessen rätselhafter Frau an. Ein Psychospiel beginnt.

Bildquelle: Netflix

Details:
Deutscher Titel: Sie weiß von Dir
Originaltitel: Behind Her Eyes
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Originalsprache: Englisch
Jahr: 2021
Länge: 50 Minuten
Episoden: 6 in 1 Staffel
Genre: Thriller, Drama
Regie: Erik Richter Strand
Drehbuch: Steve Lightfoot / Angela LaManna
Erstveröffentlichung: 17. Februar 2021 auf Netflix
Deutschsprachige Erstveröffentlichung: 17. Februar 2021 auf Netflix
Hauptdarsteller: Simona Brown, Tom Bateman und Eve Hewson

~~~ Rezension enthält Spoiler ~~~

Eigene Meinung:
Zu Beginn der Serie erleben wir Louise, die in einer Bar auf einen charmanten Mann trifft, ihn aber ohne dessen Namen zu kennen, gehen lässt, ihn aber nicht vergessen kann. 
Kurz danach begegnen sie sich aber wieder - denn David ist ihr neuer Chef, der Psychiater David Ferguson, für den Louise im Vorzimmer sitzt. Doch nicht nur das erfährt Louise, David ist auch verheiratet, mit einer Frau, die vollkommen wirkt. 
Doch das hindert David und Louise nicht, sich näher zu kommen, parallel dazu freunden sich aber auch Adele und Louise an, davon ahnt David aber nichts. Adele und Louise verbindet aber viel mehr, sie kennen beide die Nachtängste, die sie schon länger plagen. Diese Basis verbindet beide Frauen sehr. 
Mehr über die Vergangenheit von Adele erfährt man immer wieder in Flashbacks, die sich erst nicht wirklich in die Serie einpassen wollen, aber für die Art von Adele wirklich wichtig sind, weil sie beschreiben ihre besonderen Fähigkeiten, die immer mehr zum Tragen kommen. 
Auch in der Ehe von Adele und David läuft vieles schief, den Eindruck bekommt man sofort, wenn man in die Serie einsteigt und auch der Konsum von Medikamenten von Adele, gepaart mit den Kontrollanrufen von David werfen Fragen auf und lassen alles in einem strangen Licht erscheinen. 
Besonders gut lässt sich über das Ende der Serie diskutieren, das viele überrascht, stellenweise auch etwas unlogisch ist, aber die Serie schon etwas in ein anderen Licht rückt. 
Sie weiß von dir steckt voller Wendungen und man übersieht wirklich erst alles, wenn man die 6 Folgen gesehen hat, das lässt sich aber gut in einer Nacht machen. 
Offen sollte man aber für Astralprojektion und Seelenreisen sein, das macht die Mysterie in der Serie und das hebt sie von einer normale Dramaserie ab. 
Etwas schade ist, dass die Charaktere von David und Louise etwas blass bleiben, während mal viel über Adele und ihr Leben erfährt, sind Louise und David zwar in dem Moment präsent, aber ihnen fehlt die Tiefe in den Figuren. 


Fazit: 
"Sie weiß von dir" ist eine sehr dynamische Mini-Serie rund um eine Affäre, die sich aber immer mehr zuspitzt, nicht nur wegen der besonderen Freundschaft zwischen Adele und Louise sondern auch wegen der besonderen Art, die Adele an den Tag legt. Aus der anfänglich zerbrechlich wirkenden Adele wird immer mehr eine Frau, die genau weiss, was sie macht und was sie tun muss, um die Menschen um sie herum wie Puppen tanzen zu lassen. Ihr Fähigkeit zur Astralprojektion, Körpertausch und ihr Plan, der erst nach und nach freigelegt wird, machen sie zur Hauptperson der Serie, während Louise und David eher an den Rand gedrängt werden. Trotzdem hält sich die Spannung sehr und auch wenn der Ende sehr umstritten ist, lohnt sich die Serie sehr, weil sie beginnt als Liebesdrama, entwickelt sich aber in eine komplett mystische Richtung gepaart mit einem Psychospiel. 
Eine Mini-Serie mit kleine Suchtfaktor, wenn man einmal angefangen hat, kann man schlecht mittendrin abbrechen. 

Dafür gibt es 4,5 von 5 Rosen:

7. Oktober 2020

[Neulich auf Netflix - Serienrezension] 12 Geschwören ~ 1. Staffel

Bildquelle: Netflix

Beschreibung:
Die zwölf Geschworenen ist eine Drama aus dem Jahr 2019 von Bert Van Dael und Sanne Nuyens mit Maaike Cafmeyer und Maaike Neuville.
Die zwölf Geschworenen (Originaltitel: De Twaalf) ist eine belgische Dramaserie, in der 12 Geschworene in einem heiklen Gerichtsprozess über Schuld oder Unschuld entscheiden müssen.

Die zwölf Geschworenen sind zwölf Menschen aus der Bevölkerung, die dazu aufgefordert sind, im Rahmen eines Geschworenengerichts an einem Mordprozess teilzunehmen und ein Urteil zu fällen. Im Prozess wird der Schulleiterin Frie Palmers vorgeworfen, ihre beste Freundin Brechtje Vindervogel und ihre Tochter Roos ermordet zu haben. Neben dem Prozess werden auch die Leben und Hintergründe der einzelnen Geschworenen beleuchtet, diese haben auch so manches dunkles Geheimnis zu verbergen.

Bildquelle: Netflix

Details:
Deutscher Titel: Die zwölf Geschworenen
Originaltitel: De twaalf
Produktionsland: Belgien
Originalsprache: niederländisch
Jahr(e): seit 2019
Produktionunternehmen: Eyeworks Film & TV Drama, Vlaamse Radio en Televisie (VRT)
Länge: 46–55 Minuten
Episoden: 10 in 1 Staffel (Liste)
Genre: Drama
Regie: Wouter Bouvijn
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens
Musik: David Martijn, Jeroen Swinnen
Kamera: Dries Delputte
Besetzung: Maaike Cafmeyer, Charlotte De Bruyne, Maaike Neuville, Tom Vermeir, Zouzou Ben Chikha, Piet De Praitere, Peter Gorissen, Anne-Mieke Ruyten, Josse De Pauw, Johan Heldenbergh, Greet Verstraete, Koen De Sutter, Sofie Decleir, Mieke De Groote
Produktion: Peter Bouckaert, Gunter Schmid
Erstausstrahlung: 3. November 2019 auf Eén
Deutschsprachige Erstveröffentlichung: 10. Juli 2020 auf Netflix

Eigene Meinung:
Zu Beginn der Serie befinden wir uns im Gericht, es werden die 12 Geschworenen ernannt, die im Jahrhundertprozess gegen Frie Palmers wegen dem Mord an ihre beste Freundin Brechtje Vindervogel und an ihre Tochter Roos das Urteil finden sollen. 
Die Konstellation des Prozesses könnte komplexer nicht sein, der Mord an Brechtje Vindervogel liegt bereits18 Jahre zurück und der Tod von Tochter Roos ist die Folge eines Angriffs auf sie, der an sich nicht tödlich gewesen wäre, aber sie fängt sich Krankenhauskeime an, die sie nicht überlebt. 
Im Zuge der Ermittlungen zu Roos` Tod ergibt sich durch eine Aussage von Fries Exmann Stefaan De Munck auch der Verdacht, dass Frie auch ihre beste Freundin Brechtje vor 18 Jahre umgebracht haben könnte, der Mord an Brechtje ist immer noch ungeklärt. 
Nun soll die Schuldfrage von den 12 Geschworenen geklärt werden, als erstes wird Holly Ceusters ernannt, die dann auch den Vorsitz der Geschworenen übernimmt. Zu den 12 Geschworenen werden noch 2 Stellvertreter ernannt, falls einer der Geschworenen ausfallen sollte. 

Im Gegensatz zu dem Film aus dem Jahr 1957 geht es hier nicht um ein reines Kammerspiel, man erlebt Momente aus dem Prozess, man erlebt Lebensabschnitte aus den Leben der Menschen rund um den Prozess und man erlebt auch immer wieder in den Rückschauen, dass der Prozess immer wieder auch von Lügen und falschen Annahmen untergraben wird und so in vielen Moment auffällt, dass manche Details einfach nicht zusammenpassen. 

Negativ fällt immer wieder auf, dass die Zeitsprünge teilweise sehr schnell passieren und man als Zuschauer erstmal wieder in den Moment finden muss und was dann gerade passiert. Zudem ist die Vermischung zwischen dem eigentlichen Fall, der das Grundgerüst bildet und den privaten Problemen der Laien am Gericht, in manchen Momente etwas zu stark. Um die Verwirrung dann noch etwas zu steigern, erlebt man auch immer wieder noch Momente aus den Leben der andren Prozessbeteiligten.

Abschliessend muss man wirklich sagen, dass die 1. Staffel sehr nah an den Menschen ist, nicht nur an Frie oder an ihre besten Freundin, sondern auch an den Prozessbeteiligten, bei denen man immer wieder merkt, dass sie auch ihre eigenen Ziele verflogen. 

Bildquelle: Netflix

Fazit:
"Die zwölf Geschworenen" ist eine Mischung aus Drama und Krimi, der Beginn der Staffel geht sofort mit der Ernennung der 12 Geschworenen los, aber man merkt, dass die 12 Menschen, die die Geschworenjury bilden sollen, 12 Menschen mit grossen Problemen in ihrem eigenen Leben sind. 
Aber nicht nur die Geschworenen sind Menschen mit Probleme, auch die anderen Prozessbeteiligten versuchen immer wieder, ihre eigenen Interesse durchzusetzen.
Aber auch der Prozess gegen Frie Palmers und die ganzen Lügen, die immer wieder um die Geschehnisse herum gebaut sind, lassen die Serie interessant erscheinen, aber gleichzeitig darf man keinen rasanten Prozess erwarten, das Tempo ist sehr gedrosselt, man erfährt auch mehr als Zuschauer, weil man die Beobachterrolle einnimmt und sich dann sein eigenes Urteil über Frie Palmers bildet. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

19. November 2019

[Serienrezension - Netflix] Alias Grace

Bildquelle: Netflix
Handlung:
Das 15-jährige Dienstmädchen Grace Marks wird 1843 in Toronto beschuldigt zusammen mit dem ebenfalls angestellten Stallburschen James McDermott ihren reichen Arbeitgeber, den Farmer Thomas Kinnear, und die Haushälterin / Geliebte des Farmers Nancy Montgomery umgebracht zu haben. James wird zum Tod durch den Strang und Grace zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Psychologe Simon Jordan wird von einigen Personen, die an Graces Unschuld glauben, engagiert, den Fall anhand seiner neuer Methode neu zu beurteilen und einen Bericht abzugeben, der zu ihrer Begnadigung führen könnte.

Details:
Deutscher Titel: Alias Grace
Originaltitel: Alias Grace
Produktionsland: Kanada, Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
Produktionsjahr: 2017
Länge: 44–47 Minuten
Episoden: 6 in 1 Staffel
Genre: Drama, Krimiserien
Idee: Sarah Polley
Musik: Jeff Danna, Mychael Danna
Erstausstrahlung: 25. September 2017 (Kanada) auf CBC
Deutschsprachige Erstveröffentlichung: 3. November 2017 auf Netflix

Alias Grace ist eine kanadisch-US-amerikanische Drama-Miniserie in 6 Teilen, die auf dem gleichnamigen Roman von Margaret Atwood basiert. Entwickelt wurde die Serie von Sarah Polley, während Mary Harron Regie führte. In den Hauptrollen sind Sarah Gadon, Edward Holcroft, Zachary Levi und Anna Paquin zu sehen. 

Trailer:

Eigene Meinung:
Wir schreiben das Jahr 1843 in Toronto, das junge Dienstmädchen Grace Marks soll zusammen mit dem Stallburschen James McDermott einen Doppelmord begangen haben und sich am Tod ihres Arbeitgebers Thomas Kinnear und dessen Geliebter Nancy Montgomery bereichert haben. 
Zu Beginn der Serie befinden wir uns aber erstmal im Gefängnis, im dem Grace Marks seit etwas mehr als 15 Jahre ihre Strafe absitzt, in den 15 Jahre hat sie viel erlebt, nicht nur Willkür im Gefängnis sondern auch Zuchthaus, Demütigung und Gewalt. Man erlebt eine junge Frau, die zurückhaltend, fast scheu wirkt. Dennoch gibt es Menschen, die an die Unschuld von Grace glauben, weil sie sich nicht an die Tat erinnern kann und die Aussagen sich wiedersprechen und so beauftragen sie den amerikanische Nervenarzt Simon Jordan Grace zu begutachten und dann ein Gutachten zu erstellen, das die Unschuld von Grace belegt.
Je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto mehr stellt man fest, dass Grace meist immer nur Opfer der Umstände war und im Leben wenige Menschen getroffen hat, die ihr wirklich wohlgesonnen waren. Immer wieder erlebt sie auch Enttäuschungen, Menschen gehen auf ihrem Leben und meist ist Grace dabei, was ihrer Verfassunng nicht wirklich zuträglich ist. 
Ihre Arbeit als Dienstmädchen verrichtet sie zwar immer zur Zufriedenheit ihrer Arbeitgeber und Mary, die sie bei ihrer Anstellung in den Tagesablauf einführt, wird ihre gute Freundin und Vertraute, sie schaffen den Alltag zusammen besser, doch dann stirbt auch Mary und so bleibt Grace wieder alleine zurück, als sie dann die Stellung bei Thomas Kinnear annimmt, denkt sie, dass sie angekommen ist in ihrem Leben, aber auch das stellt sich als Trugschluss heraus...
Die Darstellerin der Grace, Sarah Gadon, schafft es, Grace sehr glaubhaft und authentisch darzustellen. Auch die anderen grossen Rollen des Serie, allem voran Edward Holcroft, der den Nervenarzt Simon Jordan verkörpert, sind passend besetzt und man fühlt sich wirklich in die Zeit um 1843 versetzt, was auch die Kostüme und die Kulisse betrifft. Auch die Make-up-Artists und Beleuchter habe eine gute Arbeit geleistet, man merkt unweigerlich, dass eben die Technik noch nicht Einzug gehalten hat und man sich anders behelfen musste. 

Fazit:
Alias Grace ist eine sehr tiefgehende Miniserie über Schuld und Unschuld und die Anfänge des modernden  Begutachtens von Straftätern und der Auswirkungen von seelischen Zuständen auf die Schuld. Die verschiedenen Ebenen, die die Serie bedient, sind manchmal dabei etwas verschwommen, weil es immer wieder Sprünge zwischen den Zeiten gibt, aber trotzdem verliert man nicht den roten Faden. 

Dafür gibt 5 Rosen:

19. Februar 2017

[Serienrezension] Little Britian ~ die komplette 1. Staffel

Quelle: Novacasino.com
~ Beschreibung ~
In ‚Little Britain‘ werden die kleinen Geschichten des britischen Alltags zum großen Spaß. Die beiden Komiker Matt Lucas und David Walliams schlüpfen für die Sketchshow in die unterschiedlichsten Rollen und verbreiten dabei äußerst trockenen, erfrischend politisch-inkorrekten britischen Humor vom Feinsten. In ihrem kleinen, surrealen Paralleluniversum wimmelt es nur so von merkwürdigen Exzentrikern, charmanten Wahnsinnigen und schrägen Außenseitern. Die Palette reicht von Marjorie Dawes, der tyrannischen Leiterin einer Selbsthilfegruppe von dicken Menschen, über Andy, einem ziemlich stumpfen Typen im Rollstuhl, dessen Betreuer keine Ahnung hat, dass er eigentlich gehen kann, bis zum Britischen Premierminister und seinem Gehilfen Sebastian, die beide nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. In Großbritannien gelten Matt Lucas und David Walliams als legitime Nachfolger von Monty Python. Für ‚Little Britain‘ räumten sie zahlreiche Preise ab, darunter der BAFTA TV Award in den Kategorien „Best Comedy“ und „Best Comedy Performance“. Als deutsche Stimmen der beiden schrägen Vögel sind Oliver Kalkofe und Oliver Welke mit von der Partie. Die beiden sind selbst große Fans von ‚Little Britain‘ und arbeiten auch an der Übersetzung der Serie mit, um den skurrilen britischen Humor stilecht ins Deutsche zu übertragen. 
(Text: Textquelle: Comedy Central)

~ Seriendaten ~
Deutscher Titel: Little Britain
Originaltitel: Little Britain
Genre: Sketch, Comedy
Produktionsland: Großbritannien
Originalsprache: Englisch (BE)
Jahr(e): 2003–2006
Länge: 30 Minuten
Episoden: 26 in 3 Staffeln
Idee: Matt Lucas, David Walliams
Musik: David Arnold
Erstausstrahlung: 16. September 2003 (Großbritannien) auf BBC Three
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 20. April 2006 auf ORF 1

~ Meinung ~
Little Britian ist schon einige Jahre ein Hit, die beide Erfinder und Komiker der Serie, Matt Lucas und David Walliams, schlüpfen über die ganze Staffel in verschiedene Rollen und zeigen so das Leben der Menschen auf der britischen Insel.

Dafydd Thomas ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Die Serie zeigt auf wirklich skurrile und komische Wege, die das Leben auf der Insel skizzieren und dabei manchmal hart an der Grenze des guten Geschmacks entlang schrammen, aber dabei immer noch lustig bleiben. Sie schaffen wirklich interessante Charakterpaare, die dann ihre Sketche immer wieder nach dem gleichen Schema ablaufen. So hat man beispielsweise Dennis Waterman, einen wirklich kleinen Schauspieler, der immer zu seinen Rollen die Titelmelodien schreiben will und dadurch einfach keine Rollenangebote bekommt oder Mr. Mann, der immer in den Geschäften danach verlangt, was es gerade nicht gibt und dann auf das Eintreffen der Dinge warten will, ohne sich von der Stelle zu bewegen. 

Lou und Andy ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Am bekanntesten aus der Serie sind sicher der Lou und Andy, die beiden Brüder, bei denen Andy einfach ein fauler Sack ist, der den gutmütigen Lou einfach von vorne bis hinten ausnimmt und natürlich der einzige Schwule im walisischen Dorf Llandewi Breffi Dafydd Thomas, der aber immer wieder damit konfrontiert wird, dass er eben nicht der einzige Schwule im Dorf ist. Neben dieser dreien fällt sicher noch Vicky Pollard auf, eine unerzogene Göre, die raucht, säuft und sich immer wieder prügelt, dabei aber schon mehrere Kinder hat. 

Vicky ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Die Serie basiert vor allem auf dem Prinzip des runnig Gags, also die Sketche sind eher so angelegt, dass man den Ausgang schon ahnt, es aber trotzdem lustig findet. 
Den Charme der Serie macht vor allem das Durchziehen dieses Konzepts aus, man erwartet bei einer neuen Folge einfach nichts anderes, es überrascht einen nicht, unterhält aber. 
Matt Lucas und David Walliams ergänzen sich als Team wunderbar, wobei Matt Lucas immer wieder als der wandlungsfähigere der Beiden auffällt, was vielleicht aber auch daran liegt, dass er in der Serie gefühlt mehr Rollen als David Walliams übernimmt. 
In der deutschen Synchronisationen übernehmen Oliver Kalkofe und Oliver Welke (beide in Deutschland wirklich gute Komiker) die Stimmen der Hauptdarsteller, wodurch die Serie etwas an Charme verliert, weil sie variieren ihre Stimmen teilweise nicht so wie es im Original ist. Daher ist die originale Version für mich die bessere, auch wenn man da etwas genau hinhören muss, weil dann natürlich Muttersprachler sprechen. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

24. Oktober 2016

[Serieneindruck] Shades of Blue ~ der erste Eindruck

Bildquelle: ~*~ Klick ~*~
Hallo ihr Lieben,
ich wurde gebeten, eine kleinen Serieneindruck zu "Shades of Blue" zu verfassen, die Serie lief am letzten Dienstag zum ersten Mal im Fernsehen bei RTL und soll wohl in den USA sehr erfolgreich sein. 

Handlung:
Die alleinerziehende New Yorker Polizistin Harlee Santos hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Für sie und ihre Tochter Christine ist das Polizeiteam wie eine Ersatzfamilie. Allerdings sind die von Lt. Bill Wozniak geführten Cops massiv in kriminelle Machenschaften verstrickt. Als ihnen die Korruptionsabteilung des FBI auf die Schliche kommt und Harlee für eine Spitzeltätigkeit Straffreiheit verspricht, muss sie sich zwischen einem besseren Leben für ihre Tochter und ihrer Loyalität gegenüber den anderen korrupten Kollegen entscheiden.

Besetzung:
Jennifer Lopez: Det. Harlee Santos
Ray Liotta: Lt. Bill Wozniak
Drea de Matteo: Det. Tess Nazario
Warren Kole: FBI Agent Robert Stahl
Dayo Okeniyi: Michael Loman
Hampton Fluker: Det. Marcus Tufo
Vincent Laresca: Det. Tony Espada
Sarah Jeffery: Christine Santos

Eindruck:
Im Vorfeld der Serie hat RTL ja recht viel Werbung für den Start der erfolgreichen Krimiserie aus den USA gemacht, der Cast ist auch wirklich gut besetzt, die Mischung stimmt einfach. 
Gesehen habe ich bisher aus Staffel 1 die ersten beiden Episoden mit den Titeln "Det. Santos und die Gefahr der Gerechtigkeit" und "Alles mündet in Sünde".
Leider hapert es in meinen Augen etwas an dem Spirit der Serie, für mich kam der Start eher verwirrend und nicht sehr strukturiert daher. Das Einfinden in die Struktur des New Yorker Polizeidepartments ist undurchsichtig, auch die Rolle, die das Team rund um Harlee Santos (J.Lo) spielt, wurde erst nach einiger Zeit klar. 
Die Handlung im Hintergrund der Serie war auch recht schnell klar, auch die Probleme, die Harlee hat und die durch die Korruption, die in ihrem Team herrscht, noch verstärkt werden, fallen recht schnell auf, trotzdem kommt das alles recht start und eingefahren daher, es scheint so, als würde es da schon eine Vorgeschichte geben, die man aber als Zuschauer nicht kennt und die auch nicht wirklich in den Rückblenden klar wird. 
Vieles wird auch erstmal offen im Raum stehen gelassen, diese Art kennt man auch von anderen amerikansichen Serien, aber hier hängt einfach vieles mit einem Fragezeichen und ich bin mir nicht sicher, ob man so viele Fragen im Raum lassen sollte, weil sonst geht für den Zuschauer der Effekt etwas weg. 
Auch ist es etwas komisch, dass die Fälle, die in der Episode behandelt werden, etwas nach hinten über fallen, dafür aber die Handlung unter den Charakteren im Vordergrund steht.

Weiterschauen?:
Da bin ich geteilter Meinung, auf einer einen Seite gefallen mir die Charaktere recht gut, auf der anderen Seite zieht sich so ein bisschen die Handlung. Vielleicht sind die Probleme einfach zu amerikanisch oder die Machart einfach nicht so massentauglich, ich fühle mich aber als Zuschauer auch nicht richtig in die Serie mitgenommen. 

Alles Liebe,
Katja