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27. September 2026

Nach Hause kommen am Elbufer: 22 Jahre Unheilig – Ein Abend zwischen Nostalgie, Gänsehaut und einem Fehlgriff

 Manche Bands begleiten ein Kapitel im Leben. Andere schreiben das ganze Buch mit. Für mich ist Unheilig kein flüchtiges Musikphänomen und kein spätes Radioerlebnis – es ist ein Anker, der mich seit über zwei Jahrzehnten hält. Am 28. August 2026 stand der Graf im Rahmen der Wiederkehr-Konzerte bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden auf der Bühne. Und für mich fühlte sich dieser Abend vor der beleuchteten Altstadtkulisse wie eines an: wie nach Hause kommen.

Die Zeitreise: 27. Februar 2004, Straße E

Um zu verstehen, was dieser Abend für mich bedeutete, muss man die Uhr um 22 Jahre zurückdrehen. Es war der 27. Februar 2004. Mitten in meiner Gothic-Zeit, tief verwurzelt in der Schwarzen Szene, folgte ich der dringenden Empfehlung einer guten Freundin in die Dresdner Straße E. Da stand ein Mann auf der Bühne: schwarze Kutte, stechende gelbe Kontaktlinsen, kahl rasierter Kopf. Optisch extrem, im Auftreten fast noch tastend, aber mit einer Stimme gesegnet, die mich vom ersten Takt an mit einer Wucht packte, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Ich war dabei, als Unheilig Schritt für Schritt größer wurde. Ich habe den Wandel zum massentauglichen Erfolg miterlebt – und während Teile der alten Szene die Nase rümpften, empfand ich diesen Durchbruch als absolut verdienten Lohn für jahrelange, kompromisslose Arbeit. Ich sah sie mehrfach an den Filmnächten am Elbufer, stand 2012 und beim vermeintlichen Abschied 2016 in den vorderen Reihen. Und natürlich stand ich auch in Köln beim damals letzten Konzert und habe Rotz und Wasser geheult. Unheilig war für mich immer ein emotionaler Schutzraum.

Und dann war da Stille. Abgesehen von vereinzelten Kollaborationen schien das Kapitel endgültig geschlossen. Bis die Nachricht einer Freundin aufploppte: „Der Graf kommt zurück.“ Ich dachte an einen schlechten Scherz – bis der Auftritt bei der Goldenen Henne alles besiegelte. Die Gänsehaut war sofort wieder da.

Der Abend: Staubkind, große Hymnen und ein schmerzhafter Fehlgriff

Den Auftakt machten alte Weggefährten: Staubkind. Louis Manke auf der Bühne zu sehen, war pure Freude. Auch wenn sich die Besetzung der Band über die Jahre verändert hat, bleibt diese warme, ehrliche Ausstrahlung unverändert. Die Ergänzung durch Iris Mareike Steen fügte sich harmonisch ein und weckte große Vorfreude darauf, dass von Staubkind künftig wieder mehr zu hören sein wird.

Als der Graf die Bühne am Elbufer betrat, fiel die Distanz der letzten Jahre binnen Sekunden ab. Die Setlist spannte den Bogen zwischen den Phasen der Bandgeschichte gekonnt auf: Monumentale Klassiker wie „Große Freiheit“, „So wie du warst“, „Maschine“ und „Lichter der Stadt“ trafen auf neuere Titel wie „Wieder zurück“, „Wunderschön“ und „Spiegelbild“. Das Elbufer sang, feierte und trug diese vertraute, warme Reibeisenstimme.

Der Dämpfer des Abends:

So groß die Euphorie war – ein Moment funktionierte für mich überhaupt nicht. Ich weiß, wie stolz der Graf darauf ist, damals bei Sing meinen Song das Scorpions-Monumentalwerk „Wind of Change“ interpretiert zu haben. Doch live am Elbufer war diese Nummer der klare Flop des Sets. Wer Klaus Meine einmal mit diesem Song live erlebt hat, weiß: Da kommt stimmlich und von der Aura her schlichtweg niemand heran. Hinzu kommt, dass der Text in dieser Fassung einfach nicht die emotionale Tiefe besitzt, die man von unheiligen Eigenkompositionen gewohnt ist. Eine Nummer, die man sich getrost hätte sparen können.

Vor allem tat es weh, weil dafür echte Herzensstücke auf der Strecke blieben. Wenn ich mir einen Song hätte wünschen dürfen, den ich an diesem Abend schmerzlich im Set vermisst habe, dann war es „Sonnenallee“. Dieser Titel trägt genau diese bittersüße Melancholie, diese Wärme und dieses ganz spezielle Lebensgefühl in sich, das Unheilig über Jahrzehnte ausgezeichnet hat. An einem lauen Sommerabend direkt an den Elbwiesen hätte „Sonnenallee“ atmosphärisch so viel mehr bewegt als ein geborgtes Pfeif-Intro aus Hannover.

Mein Fazit: Respekt vor dem Lebensweg & Blick auf 2027

Trotz dieses Ausrutschers überwog das Gefühl der Dankbarkeit. Der Graf war und ist für mich ein echtes Vorbild. Wer seine Biografie kennt und weiß, welche Hürden – nicht zuletzt das schwere Stottern in seiner Jugend – er überwinden musste, blickt mit tiefstem Respekt auf diesen Mann. Mag man über das Comeback nach dem Abschied diskutieren, wie man will: Wenn Musik so vielen Menschen Trost und Halt schenkt, hat sie jede Daseinsberechtigung.

Für mich war es ein echtes Heimspiel fürs Herz. Und das Beste: Es geht weiter. Im Juli 2027 kehrt die Band nach Dresden zurück – diesmal ins Rudolf-Harbig-Stadion, mit Frida Gold und Staubkind als Support. Die Karten sind gedanklich schon gebucht.

Musik fürs Regal: Unheilig & Staubkind für zu Hause 💿

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Journalistische Sorgfalt und transparente Dokumentation sind feste Bestandteile meiner Berichte.

Fotorechte & Bildnachweis:

Alle in diesem Beitrag verwendeten Konzertfotografien und visuellen Impressionen wurden von mir selbst vor Ort angefertigt. Die Bild- und Urheberrechte liegen vollständig bei Katja Ertelt (MissRose's Media / MissRose1989). Eine Weiternutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.

Die vollständigen Metadaten zu dieser Veranstaltung sind im Quellenarchiv hinterlegt:

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Von den intimen Hallen der Straße E bis zum weiten Rund der Filmnächte am Elbufer: Solche emotionalen Abende bildlich festzuhalten, verlangt der Ausrüstung einiges ab. Um bei künftigen Open-Airs und Hallenshows noch detailreichere Aufnahmen aus dem Graben und von den Rängen liefern zu können, spare ich aktuell auf ein Hardware-Update für meine Foto- und Videotechnik.

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29. August 2026

FreitagsFokus – Ein Konzert-Special am Samstag: Staubkinder, Unheilig-Liebe & Hosen-Hype

 

Hallöchen ihr Lieben!

Es tut mir furchtbar leid, aber ich muss den FreitagsFokus heute am Samstag nachreichen. Ich habe es gestern einfach nicht mehr geschafft, ihn zu schreiben und zu posten – meine Tage sind aktuell einfach randvoll. Aber keine Sorge, das Warten hat sich gelohnt, denn ich habe euch einen dicken, energiegeladenen Ran über meine Konzertwoche mitgebracht. Schnappt euch einen Kaffee, wir schauen mal auf die Highlights!

Fokus: Unheilig-Liebe & das Gefühl von „Nach Hause Kommen“

Gestern Abend durfte ich endlich wieder in den Kosmos von Unheilig eintauchen und es war absolut schön! Für mich fing der Abend schon perfekt an, denn ich bin ein echtes Staubkind und die Band war die Vorband – was für ein Auftakt!

Und dann der Graf. Ich will gar nicht zu viele Worte verlieren, aber diese Liebe ist unbeschreiblich. Es fühlt sich einfach an wie nach Hause kommen. Es war eine fantastische Mischung, aber die ausführliche Rezension dazu kommt in den nächsten Tagen hier auf dem Blog.

Ausblick: Hosen-Hype & sportliche Premieren

Kaum sind die Unheilig-Klänge verklungen, steht heute Abend das nächste absolute Highlight an: Die Toten Hosen spielen bei uns in der Rinne und ich bin jetzt schon unfassbar gehypt! Das wird sicher ein Fest.

Und morgen? Morgen wage ich mich auf sportliches Neuland. Ich darf mir American Football ansehen (wie ich inzwischen gelernt habe – nicht Rugby! Ihr seht, ich habe davon genau Null Ahnung 😉). Aber ich bin gespannt und schaue es mir mal an.

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

Auch in der Kultur-Ecke hat sich einiges getan:

  • Gelesen: „Anike unzensiert“. Das Buch kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Es ist mal so richtig locker und erfrischend geschrieben. Die Rezension dazu folgt auch bald im Buchblog!

  • Gehört: Den einen Song, den Unheilig gestern leider nicht live gespielt hat, aber der mir seitdem im Kopf herumschwirrt: „Sonnenallee“ vom aktuellen Album.

  • Gesehen: Da könnte ich euch jetzt x Bilder von gestern Abend zeigen. Aber stattdessen empfehle ich euch die Serie Kafka, die man aktuell in der ARD Mediathek sehen kann. Absolut sehenswert!

Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr die wichtigsten Anlaufstellen zu meinen Wochen-Highlights:

Kultur & Musik (Ref):

  • Buch-Tipp: "Antike unzensiert: Schonungslose Wahrheiten über das Leben der alten Römer und Griechen" könnt ihr direkt bei Amazon*, Thalia* bestellen oder gebraucht bei Medimops* oder Rebuy* stöbern.

  • Unheilig: Die legendären Alben und das neue Werk findet ihr für eure Sammlung bei Amazon* oder Sammlerstücke bei Medimops* oder Rebuy*.

  • Staubkind: Wer in den Sound der genialen Vorband eintauchen will: Alben gibt es bei  Rebuy*, Medimops* oder Amazon*.

  • Serien-Tipp: Die Serie Kafka findet ihr kostenlos in der ARD Mediathek.

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Kennt ihr dieses Gefühl, wenn sich eine Band anfühlt wie „nach Hause kommen“? Und wer von euch rockt heute Abend auch die Rinne mit den Toten Hosen?

Eure Katja

Bild: Erstellt mit Ideogram.

3. April 2017

[Montagsstarter #9] Ich habe das Gefühl, das Beste kommt noch...

Hallo ihr Lieben, 

heute starte ich den Montag mal etwas anders und zwar mit einem Video von Staubkind, bei deren Konzert ich am Samstag war und die Songs immer noch im Kopf habe. :D 
Deswegen für euch heute aus dem aktuellen Album: 

So, nun könnt ihr mit Musik den Montagsstarter lesen, ist doch auch mal was. :D 

1) Jetzt habe wir schon April und noch ein paar Tage schon kommt der Osterhase um die Ecke.

2) Macht es mir Gedanken, dass es schon April ist?

3) Ich habe überlegt, dass es sicher gut wäre, wenn man entspannter bloggt, ich habe deswegen immer einen kleinen Wochenfahrplan, den ich auch gut einhalten kann.

4) Ich habe die automatische Verlinkung schon vor einiger Zeit abgeschafft, ich teile das lieber selber, weil ich schreibe die Beiträge ja auch selber, also wenn schon denn schon.

5) Manchmal frage ich mich, warum ich in meinem Leben immer wieder auf Menschen treffe, die ich in mein Leben lasse, aber die dann einfach so sang- und klanglos wieder verschwinden? Das scheint irgendwie an mir zu liegen.

6) Erstens kommt es immer anders als man denkt.

7) Für diese Woche habe ich mir den Besuch der Lesung von Sebastian Krumbiegel am Mittwoch vorgenommen, möchte (möchte ist an der Stelle übertrieben, muss wäre besser) Überweisungen erledigen und auf Caroline Kebekus am Samstag freue ich mich besonders.

Alles Liebe,
Katja

16. Mai 2016

[Musik] Music saves my Soul #6

Bildquelle: Google
Hallo ihr Lieben,
die liebe Melanie von Speechlessly hat die Aktion ins Leben gerufen, schaut gerne bei ihr vorbei. :) 
Es geht darum, 5 Künstler zu präsentieren, die mich die Woche über begleitet habe und das möchte ich euch auch gerne vorstellen. :)
Ich weiss, der letzte Post dazu ist einige Zeit her, aber eigentlich habe in der letzten Zeit nicht viel anders gehört, als das, was ich euch in 1 - 5 schon mal vorgestellt hatte. 

~ Thomas Katrozan - Glücksmoment ~
Ich gebe es zu, ich habe für Thomas bei DSDS mitgefiebert, weil ich einfach die Art mag, wie er das Leben sieht und ehrlich, ich finde die Version echt besser. Aber vielleicht ist es auch einfach die Art, des Reggas, die mich anspricht. 


~ Herbert Grönemeyer Fang mich an (Pianoversion) ~ 
Herbert Grönemeyer ist für mich immer und immer wieder ein Künstler, der sich durch Tiefgang in den Texten auszeichnet. Ich freue mich schon auf sein Konzert Ende Mai in Dresden, das wird grossartig und es ist auch mein erstes Stadionkonzert.

~ Club der toten Dichter "Sagenhaft" - Charles Bukowski neu vertont ~
Der Club der toten Dichter ist für mich ein Projekt, was echt tolle Sachen macht, aber leider total unbekannt ist und das sollte sich mal ändern. :) Sie vertonen immer wieder grosse Künstler und schaffen damit, die Literatur und die Musik zu verbinden. 

~ Staubkind - Wunder ~
Staubkind ist eine grossartige Band, viel Tiefgang in den Texten und eine starke Band - live sind sie auch klasse und ein wirkliches Erlebnis. 

~ SDP feat. Adel Tawil - Ich will nur dass du weißt ~
Also irgendwie geistert der Lied immer wieder in den letzten Wochen um mich herum und ich mag den Text einfach, Adel Tawil ist sowieso ein Mensch, dessen Stimme ich gerne höre, weil er bei mir immer wieder einen Nerv trifft. 

Ich hoffe, ihr habt etwas Spass mit der Musik, auch wenn sie heute teilweise recht melancholisch ist. 

Alles Liebe,
Katja

7. April 2013

Neues im CD-Regal #3

Hallo ihr Lieben,
ich habe seit gestern wieder zwei neue Scheiben in meiner CD-Regal. 
Ich habe gestern die neue Scheibe von Peter Plate bekommen, die am Freitag erschienen ist. 
 Dann war ich gestern Abend auf dem Konzert von Staubkind (das war das Auftaktkonzert zur aktuellen Akustiktour gewesen) und da habe ich mir das Album "Staubkind" von Staubkind gekauft.
Da kann ich mal wieder was anderes hören. 
Alles Liebe,
Katja