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14. Mai 2026

Licht, Schatten und ein kleiner Funken Magie ✨

 

Hallo ihr Lieben! 🌹

Heute muss ich mal über Kontraste schreiben. Kennt ihr diese Tage, an denen man sich fragt, ob man eigentlich im richtigen Film ist?

Die Woche fing unglaublich an. Am Montag und Dienstag haben sich im Hintergrund Dinge für 2027 in Bewegung gesetzt, die mich gerade sehr glücklich machen. Es ist noch nicht spruchreif und ich werde erst berichten, wenn alles wirklich "in trockenen Tüchern" ist. Aber jemanden in diesem Zusammenhang wahnsinnig glücklich machen zu dürfen, hat mir eine Energie gegeben, die ich heute dringend gebraucht habe.

Passend zu diesem positiven Wochenstart kam am Dienstag auch noch eine tolle Nachricht: Ich habe erfahren, dass ich Empirische Sozialforschung bestanden habe! 🎉 Damit hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet.

Doch dann kam der heutige Mittwoch – und damit der Kontrast...

Der Test heute war ein absolutes Minenfeld. Die Sprachkompetenz habe ich zeitlich gar nicht geschafft, der Kreuzchenteil war im Nachhinein auch nicht ptall und auch die Anwendungsaufgaben (Thesen erkennen, Quellengattungen zuordnen, Sach- und Werturteil fassen, Vorgehen bei der Quellensuche für eine Seminararbeit) waren unglaublich schwierig.

Ich bin ehrlich zu euch: Ich bin heute Abend enttäuscht von mir selbst. Es ist das Handwerkszeug einer Historikerin, und es heute unter Druck nicht so abgerufen zu haben, wie ich es wollte, nagt an mir. Ich zweifle in solchen Momenten oft an mir und meinem Studium – was meist gar nicht am Fach selbst liegt, sondern an den Begleitumständen, die einem manchmal die Sicht verstellen.

Aber – und das ist das große Aber:

Ich lasse mich nicht unterkriegen. Warum? Weil es die anderen Momente gibt. Die Momente, in denen ich an meinen Projekten arbeite, in denen ich merke, dass meine Leidenschaft für Geschichte und Musik Früchte trägt. Wenn ich sehe, wie internationale Türen für Themen aufgehen, für die mein Herz brennt (schaut dazu mal in meinen aktuellen Post auf dem Buchblog!), dann weiß ich wieder, wofür ich das alles mache.

Was mich aber heute Abend wirklich wieder aufgebaut hat, war mein Schatz. Er hat mir etwas über die "Drei-Ringe-Theorie" geschrieben und war einfach da. Es macht so unendlich viel aus, jemanden an der Seite zu haben, der in genau dem Moment zur Stelle ist, wenn die Selbstzweifel laut werden, und der einfach zuhört. Diese Unterstützung ist das eigentliche Fundament.

"Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit." — Viktor Frankl

Genau in diesem Raum bewege ich mich gerade. Ich entscheide mich heute gegen den Frust und für die Vorfreude auf das, was kommt.

Mein Fazit für heute: Kontraste gehören zum Leben dazu. Ohne die Schattenseiten würden wir das Leuchten der großen Ziele gar nicht so richtig schätzen.

Ich verkrümele mich heute Abend mit einem Tee und versuche, die Akkus wieder zu laden.

Eure Katja 🌹🌙


Bildnachweis: Das Header-Bild wurde mit einem eigenen Prompt via Ideogram erstellt.

8. Mai 2026

Freitags-Fokus #3 - Berlin-Luft, Gysi-Talk & Geschichtswissen

 Hallöchen ihr Lieben!

Schon wieder Freitag – die Zeit rennt momentan gefühlt doppelt so schnell. Vielleicht liegt es daran, dass mein Kalender gerade eine ziemlich spannende Mischung aus Endspurt-Lernen und absoluten kulturellen Highlights bereithält. Kommt mit auf einen kleinen Ausblick in mein Wochenende!

Fokus: Sonntagsausflug in die Hauptstadt

Mein Fokus liegt an diesem Wochenende ganz klar auf dem Sonntag. Es geht für einen Tagesausflug nach Berlin!

Das absolute Highlight wartet am Abend im Kabarett-Theater „Die Distel“. Ich bin bei der Reihe „Missverstehen Sie mich richtig“ dabei. Diesmal begrüßt Gregor Gysi zwei absolute Legenden der deutschen Rockgeschichte: Uwe Hassbecker und Ritchie Barton (Silly). Ich bin wahnsinnig gespannt auf den Austausch zwischen Gysis scharfzüngiger Art und den Einblicken in das Leben zweier Musiker, die die ostdeutsche (und gesamtdeutsche) Rockwelt so geprägt haben. Das wird sicher ein Abend voller Anekdoten und kluger Gedanken.

Herausforderung: Sprachkompetenz & Historie

Hinter den Kulissen klopft das Seminar-Monster immer lauter an. Der 13. Mai (der große Test-Tag) rückt unaufhaltsam näher. Diese Woche gab es neue Infos: Es geht nicht nur um reines Faktenwissen, sondern auch massiv um Sprachkompetenz. Konkret: Wie verwende ich Zeitformen im historischen Kontext korrekt? Es klingt simpel, ist aber im wissenschaftlichen Arbeiten eine echte Gratwanderung, um Perspektiven und Fakten sauber voneinander zu trennen. Mein Kopf raucht, aber ich bleibe dran!

Wissen vermitteln: Der 8. Mai

Ein zweiter Fokus diese Woche war für mich das Vermitteln von Wissen. Heute ist der 8. Mai – das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Ich habe dazu heute bereits einen separaten Post veröffentlicht, in dem ich die Perspektiven der Geschichte und verschiedene Zeitzonen beleuchte. Mir ist es wichtig, die Inhalte aus meinem Studium nicht nur für mich zu behalten, sondern sie für alle zugänglich und verständlich aufzubereiten. Geschichte ist eben mehr als nur Jahreszahlen!

Gelesen, Gehört, Gesehen

  • Gelesen: Das ist gerade geheim, der Post dazu kommt aber die Tage.

  • Gehört: Zur Einstimmung auf Sonntag natürlich ganz viel Silly – Hasis Gitarrenspiel ist einfach unverkennbar.

  • Gesehen: Neu begonnen haben ich The Handmaid's Tale und ich bin bisher davon echt begeistert. 


Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr die wichtigsten Anlaufstellen zu meinen Themen dieser Woche:

Kultur & Berlin:

Wissen & Geschichte:

  • Mein Post zum 8. Mai: zum Post auf Instagram

  • Lektüre-Tipp: Wer tiefer in die deutsche Geschichte eintauchen will, dem empfehle ich dieses Buch über die „Stunde Null“: Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955 von Harald Jähner: Thalia* / Osiander* / Amazon* (-> kostenlos über KU) / gebraucht bei Medimops*.

Unterstütze mich:

  • Seminar-Kaffee: Die Vorbereitung auf den 13. Mai braucht Nervennahrung und Koffein! Wenn du meine Wissens-Posts magst, freue ich mich über einen digitalen Kaffee: Support me on Ko-fi! ☕


Was treibt euch an diesem Wochenende um? Seid ihr auch unterwegs oder nutzt ihr die Zeit zum Durchatmen?

Eure Katja

Hinweis zur Gestaltung

🎨 Der Header dieses Beitrags wurde kreativ mit Ideogram mittels Prompting erstellt.

17. April 2026

Von den Geschicken Englands bis zur Macht der Worte: Meine Fundstücke der ersten Woche

Hinter mir liegt die allererste Vorlesungswoche des neuen Semesters – und was soll ich sagen? Mein Kopf ist eine einzige Kopfkirmes, aber im absolut positiven Sinne. 🎡✨ Manchmal geht man in eine Vorlesung und erwartet trockene Theorie, und dann kommt man raus und hat das Gefühl, die Welt ein Stück weit neu verstanden zu haben. Es ist faszinierend, wie schnell man aus dem Alltag in Themen eintauchen kann, die einen so richtig packen.

In der Geschichte hat mich mein Dozent Hannes Ziegler direkt wieder auf eine spannende Spur gesetzt. Ich war schon im letzten Semester von seiner Vorlesung absolut begeistert – und da ich die Klausur dort mit einer 1,3 abgeschlossen habe, war für mich klar, dass ich auch dieses Semester wieder bei ihm belege.

Sein Buch über die Geschichte Englands steht ganz oben auf meiner Liste. Wegen meiner allgemeinen Liebe zur Geschichte ist das für mich einfach ein Muss, um mein Wissen zu erweitern. Bestellt ist es noch nicht, aber der Warenkorb wartet schon ungeduldig auf das Go! 

📚 Geschichte Englands: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart von Hannes Ziegler* (Amazon)

📚 Geschichte Englands: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart von Hannes Ziegler* (Thalia)

📚 Geschichte Englands: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart von Hannes Ziegler* (Osiander)

📚 Geschichte Englands: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart von Hannes Ziegler* (Bücher.de)

Aber auch in der Medienwirkungsforschung gab es eine Entdeckung, die fast schon wehtut: ‚Wenn Texte töten: Über Werther, Medienwirkung und Mediengewalt von Martin Andree‘. Es geht um Mediengewalt und die Auswirkungen, die Worte und Bilder auf uns haben können. Ein Thema, das uns alle angeht – nicht nur im Studium, sondern als kritische Mediennutzer im Allgemeinen.


Das das Buch schon älter ist, ist es schwierig, da andere Anbieter zu finden, sorry. 

Was inspiriert euch gerade? Ist es ein Buch, ein Gespräch oder vielleicht ein ganz bestimmter Song? Schreibt es mir in die Kommentare!

23. März 2026

Von den Messehallen direkt in den Unistress: Mein Ausblick auf das Sommersemester

Kaum haben sich die Türen der Leipziger Buchmesse 2026 hinter mir geschlossen, hänge ich auch schon wieder halb im Unistress. Das bunte Gewusel auf der Messe ist erst seit wenigen Stunden um, und während meine Füße noch die Kilometer in den Hallen spüren, sitze ich schon wieder am Plan für das Sommersemester.

Der Uni-Spagat:

Ganz so einfach ist das Planen allerdings noch nicht: Es ist dieses typische Semesteranfangs-Gefühl. Während die Vorlesungen für Geschichte schon zum Teil online sind, lassen die Kurse für die Medienforschung noch auf sich warten. Da heißt es also: Geduld haben, das Portal im Auge behalten und die Lücken im Stundenplan sinnvoll füllen.

Ein echtes Highlight steht aber schon fest: Ich freue mich riesig auf die AQUA-Vorlesung ‚Einführung in das Urheber- und Medienrecht für Nichtjuristen‘. ⚖️📜 Wer meine Arbeit bei den Blogs oder auf YouTube verfolgt, weiß, dass mir Fragen zu Bildrechten und sauberer Dokumentation ständig begegnen. Hier endlich mal eine solide juristische Basis zu bekommen, ist Gold wert.

Der Ausblick (Messeblues):

Trotz des Unistresses merke ich, wie der richtige Messeblues wohl erst in den nächsten Tagen eintrudeln wird, wenn die Adrenalinschübe der letzten Tage nachlassen. Ich habe so viel erlebt und noch so viel Material auf dem S24, das gesichtet werden will.

Sobald ich den Kopf wieder richtig frei habe, werde ich euch viel ausführlicher von meinen beiden Messetagen erzählen – von den Begegnungen, den Entdeckungen und natürlich den Neuzugängen, die jetzt mein Regal bereichern. Bleibt dran, es kommt noch einiges! ✨

13. März 2019

[Filmrezension] Hitler - Der Aufstieg des Bösen

Bildquelle: Google Bilder Suche
Handlung: 
Der Film beginnt mit Hitlers Kinderjahren in Österreich, in denen berichtet wird, dass er von seinem Vater geschlagen wird und dieser früh verstirbt. Dem jungen Adolf misslingt die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie, und seine Mutter stirbt an Brustkrebs. Angela Hammitzsch soll sich um Adolf kümmern. Adolf jedoch wird obdachlos in Wien, und ein Hass gegen Juden staut sich bei ihm auf, der sich später auf Kommunisten weiter ausbreitet: Der Judenhass ist zu dieser Zeit in Wien allgegenwärtig und fällt bei Hitler, der ein Ziel für seine blinde Wut braucht, auf fruchtbaren Boden.

Der Film erzählt weiter das Leben Adolf Hitlers von seiner Jugend in Linz, Wien und München über die Erfahrungen als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg, wie er nach einem Gasangriff mit Senfgas im belgischen Wervik beinahe erblindet und im Lazarett in Pasewalk lag. Hier erfährt er 1918 von der Novemberrevolution und der Kapitulation Deutschlands. Ihm gelingt es, als Redner der DAP, die kurz darauf als NSDAP bezeichnet wird, zum Parteivorsitzenden aufzusteigen. Zunächst war er als ein Spitzel bei der DAP vorgesehen worden; bei der Polizei hatte er auch Ernst Röhm kennengelernt.

Die Zeitung Völkischer Beobachter, das Hakenkreuz, der Hitlerbart und der Hitlergruß popularisieren seine Partei. Hitler lernt das ehemalige Flieger-Ass Hermann Göring kennen und überzeugt den ehemaligen Chef der dritten Obersten Heeresleitung, Erich Ludendorff dazu, sich ihm anzuschließen. Außerdem schart er Verbündete um sich, die ihm treu ergeben sind, wie Ernst Hanfstaengl oder Rudolf Heß. Der gescheiterte Hitlerputsch wird im Film als Folge der Inflation 1923 und von Kahrs Verhalten dargestellt.

Nach der raschen Niederschlagung des Putsches bricht für Hitler eine Welt zusammen. Von einem Suizid hält Helene Hanfstaengl Hitler ab, und er wird vor Gericht gestellt. Ihm gelingt es jedoch, ähnlich seinen Reden im Bürgerbräukeller auch im Gericht eine mildere Strafe zu erhalten. Er wird zu fünf Jahren Haft in der Justizvollzugsanstalt Landsberg verurteilt, jedoch mit einer Begnadigung nach 9 Monaten versehen. Sowohl im Gericht als auch in der Festung trifft er auf nationalistisch Gesinnte, die ihn heimlich bewundern. In Landsberg schreibt er Mein Kampf.

Die Beziehung zu seiner Nichte Geli Raubal, die vielfach Anlass zu Spekulationen geboten hat, wird im Film breit dargestellt. Geli begeht schließlich Suizid und wird dann von Eva Braun in seinem Leben ersetzt.

Hitler erhält 1932 die deutsche Staatsbürgerschaft, und sein weiterer Aufstieg zum „Führer und Reichskanzler“ wird dargestellt. Der Reichstagsbrand 1933 und das Ermächtigungsgesetz mit der Verkündigung in der Krolloper, wobei hier das Deutschlandlied angestimmt wird und Franz von Papen sich dagegen ausspricht, sind weitere wichtige Szenen des Films. Im Zuge des Röhm-Putsches 1934 wird dessen Homosexualität aufgedeckt, er (in Bad Wiessee) und viele andere, wie Gregor Strasser und Kurt von Schleicher, erschossen und dadurch Hitlers Machtposition endgültig gestärkt.

Die letzten Filmminuten zeigen die Vollendung der Machtübernahme der NSDAP nach dem Tod des Reichspräsidenten Hindenburg im August 1934: die Vereinigung des Amtes des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten in Hitler sowie die Vereidigung der Reichswehr auf ihn. Der Abspann zeigt Bilder vom Polenfeldzug und Leichenberge in Konzentrationslagern. Es werden Zahlen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten, der getöteten Zivilisten und ermordeten Juden eingeblendet.

Die erste und die letzte Einstellung des Films zeigen ein fälschlich dem Rechtsphilosophen Edmund Burke zugeschriebenen Satz „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“.

Trailer:

Details:
Orginaltitel: Hitler: The Rise of Evil
Genre: Fernsehfilm
Darsteller: Robert Carlyle, Stockard Channing, Jena Malone, Liev Schreiber
Regisseur: Christian Duguay
Komponist: Normand Corbeil
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Orginalsprache: Englisch
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universal Pictures Germany GmbH
Erscheinungstermin: 16. September 2004
Produktionsjahr: 2003
Spieldauer: 179 Minuten

Eigene Meinung:
Adolf Hitler als Protagonist in einem Fernsehfilm dazustellen, ist sicher nicht leicht, angesichts des geschichtlichen Hintergrundes, mit dem der Name unweigerlich verbunden ist.
Den schmalen Grad zwischen zerbrechender Persönlichkeit, die hier an manchen Stellen des Filmes wirklich gezeigt wird und der Härte, mit der Adolf Hitler seinen Zug an die Spritze des deutschen Reiches vollzieht, versucht der Film ausgewogen hinzubekommen.
Christian Duguay - ein kanadischer Regisseur - hat sich der Aufgabe gestellt und diese wirklich in einem Film gelöst, die nicht verheimlicht, dass es einen Mann hinter der Maske gab, einen Mann, der vielleicht lieben konnte, zumindest das, was er als Liebe wahr nahm, gleichzeitig aber auch gegen seine eigenen Leute vorgeht, die eine Härte zu spüren bekommen, die der innere Zirkel auch zu spüren kam.
Der Film beginnt chronologisch mit der Kindheit und der Jugend, die aber zu Beginn, teilweise schon im Vorspann behandelt, auch seine Ablehnung an der Kunstakademie und seine Jahre als Soldat im 1. Weltkrieg werden nur zügig und schemenhaft angeschnitten. Das reicht aber auch, weil der wirklich Aufstieg beginnt er mit dem Zustossen zu NSDAP im Jahre 1923, da beginnt auch der Schwerpunkt des Filmes.
Der Film zieht Menschen, die auch später im Machtzirkel um Hitler stehen werden, schon mit in die Handlung hinein, so kommen auch wichtige Punkte wie die Felsenhaft in Landsberg, die Nacht der langen Messer, der Reichtagsbrand und auch der Weg zum Ermächtigungsgesetz nicht zu kurz, die Geschichte geht praktisch chronologisch weiter bis an die Machtspitze.
Einige filmische Ungenauigkeiten kann man dabei etwas vernachlässigen, sie passen sonst nicht so passend in den Film, aber an sich zeigt der Film sehr nah an der Geschichte, wie der Aufstieg von Adolf Hitler sehr gut funktionierte.
Die Schauspieler - unter anderem auch deutscher Schauspielgrössen wie Max von Thun und Friedrich von Thun - zeigen eine sehr nahe Leistung, sind auch in den emotionalen Szenen sehr nah an dem, was realistisch ist und so zieht sich ein Realismus durch den Film, der zeigt, dass sich Geschichte und filmische Auseinandersetzung nicht ausschliessen muss.
Der Film ist natürlich nur ein leichter Einstieg in das Thema, er endet auch an einem Punkt, an dem man sagen muss, dass es für Hitler zwar in der Riege der Macht nicht weitergehen konnte, aber der Ansatz zu einem wirklich historischen wichtigem Film ist da und nicht umsonst hat der Film 2 Emmys bekommen.

Dafür gibt es 4 Rosen:

31. August 2014

[Nachgedacht] Frauen im 2. Weltkrieg

Hallo ihr Lieben, 

ich habe heute Nacht auf VOX die Geschichtesdokumntation "Unsere Mütter, unsere Grossmütter im 2. Weltkrieg" gesehen und wer mich und meinem Blog schon etwas länger kennt, weiss, dass ich selbst Geschichte studiere und mich besonders in der Neueren und Neusten Geschichte (diese Zeit wird ab der Industrialisierung so bezeichnet) konzentiere. 

Ich möchte hier jetzt nicht die ganze Dokumentation auseinandernehmen oder nacherzählen, weil ich sie zum einen wirklich gut fand, zum anderen aber auch finde, dass man Werke von anderen Menschen nicht 1:1 übernehmen sollte, trotzdem möchte ich mal einige Gedanken einfach zu der Thematik der Frauen im Dritten Reich loswerden, weil ich einfach denke, dass so etwas in meinem Blog fehlt, aber eben auch zu meinem Leben gehört. 

Im Allgemeinen unterscheidet man die Frauen im Dritten Reich in 3 Gruppen: Täter, Opfer und Mitläufer. Soweit gibt es da keine Unterscheidung zu den Männern, trotzdem wird das Dritte Reich immer als männlich dominiert angesehen. Das stimmt aber nur in Teilen, denn nur, weil der Fokus mehr auf den Nazi-Größen lag, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass Frauen eine weniger entscheidene Rolle gespielt haben. 

Nehmen wir als Beispiel Ilse Koch (* 22. September 1906 in Dresden als Margarete Ilse Köhler; † 2. September 1967 im Frauengefängnis Aichach), die in der Nachkriegsliteratur immer als "Hexe von Buchenwald" bezeichnet wird. Sie war die Frau des Lagerkommendanten Karl Otto Koch, der das KZ Buchenwald unter sich hatte. Aber nicht nur Karl Otto Koch wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, auch Ilse Koch wurde sowohl von einem deutschen wie auch einem amerikanischen Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Prozess um das KZ Buchenwald war Ilse Koch zudem gleichzeitig die einzige weibliche Angeklagte.

Ein anderes wenigr bekannstes Beispiel für die Opfer des NS-Regimes ist die Avantgarde-Malerin Elfriede Lohse-Wächtler (* 4. Dezember 1899 in Löbtau als Anna Frieda Wächtler; † 31. Juli 1940 in Pirna). Die Malerin, die in ihrer schwierigen Ehe mit Kurt Lohse immer wieder Trennungen durchmachte, wurde nach der endgültigen Trennung des Paars von ihrem Vater aufgrund der Verschlechterung ihres seelischen Zustandes in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf einweisen. Es wurde Schizophrenie diagnostiziert. Von 1932 bis 1935 war sie weiterhin kreativ tätig, sie zeichnete Porträts und arbeitete kunstgewerblich. Nach der Scheidung von Kurt Lohse im Mai 1935 folgte die Entmündigung wegen „unheilbarer Geisteskrankheit“.
Nachdem sie ihre Einwilligung zur Sterilisation verweigert hatte, wurde ihr der bisherige freie Ausgang aus der Pflegeanstalt verwehrt. Im Dezember 1935 unterzog man sie im Rahmen der nationalsozialistischen Eugenik in der Frauenklinik des Stadtkrankenhauses Dresden-Friedrichstadt der Zwangssterilisation. Mit diesem Eingriff wurde ihre Schaffenskraft endgültig gebrochen. 1940 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert und dort im Rahmen der nationalsozialistischen Euthanasie-Aktion T4 getötet. Die offizielle Todesursache war „Lungenentzündung mit Herzmuskelschwäche“.

Ich finde einfach, man muss bei den geschichtlichen Ereignissen rund um das Thema Drittes Reich aufhören, alles immer in Schwarz und Weiss zu sehen. Wie es männliche Täter gab, so gab es auch weibliche Täterinnen und selbst wenn sie nicht so bekannt sind, muss man sagen, dass es die Tatsachen zeigen, dass es eben kein duchgehend männlich dominiertes Reich war.

Ich werde bei Nachgedacht vielleicht öfters mal über solche Dinge beichten, die mir im Alltag begegnen und über die ich mir Gedanken mache. 

Alles Liebe,
Katja