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7. Oktober 2020

[Neulich auf Netflix - Serienrezension] 12 Geschwören ~ 1. Staffel

Bildquelle: Netflix

Beschreibung:
Die zwölf Geschworenen ist eine Drama aus dem Jahr 2019 von Bert Van Dael und Sanne Nuyens mit Maaike Cafmeyer und Maaike Neuville.
Die zwölf Geschworenen (Originaltitel: De Twaalf) ist eine belgische Dramaserie, in der 12 Geschworene in einem heiklen Gerichtsprozess über Schuld oder Unschuld entscheiden müssen.

Die zwölf Geschworenen sind zwölf Menschen aus der Bevölkerung, die dazu aufgefordert sind, im Rahmen eines Geschworenengerichts an einem Mordprozess teilzunehmen und ein Urteil zu fällen. Im Prozess wird der Schulleiterin Frie Palmers vorgeworfen, ihre beste Freundin Brechtje Vindervogel und ihre Tochter Roos ermordet zu haben. Neben dem Prozess werden auch die Leben und Hintergründe der einzelnen Geschworenen beleuchtet, diese haben auch so manches dunkles Geheimnis zu verbergen.

Bildquelle: Netflix

Details:
Deutscher Titel: Die zwölf Geschworenen
Originaltitel: De twaalf
Produktionsland: Belgien
Originalsprache: niederländisch
Jahr(e): seit 2019
Produktionunternehmen: Eyeworks Film & TV Drama, Vlaamse Radio en Televisie (VRT)
Länge: 46–55 Minuten
Episoden: 10 in 1 Staffel (Liste)
Genre: Drama
Regie: Wouter Bouvijn
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens
Musik: David Martijn, Jeroen Swinnen
Kamera: Dries Delputte
Besetzung: Maaike Cafmeyer, Charlotte De Bruyne, Maaike Neuville, Tom Vermeir, Zouzou Ben Chikha, Piet De Praitere, Peter Gorissen, Anne-Mieke Ruyten, Josse De Pauw, Johan Heldenbergh, Greet Verstraete, Koen De Sutter, Sofie Decleir, Mieke De Groote
Produktion: Peter Bouckaert, Gunter Schmid
Erstausstrahlung: 3. November 2019 auf Eén
Deutschsprachige Erstveröffentlichung: 10. Juli 2020 auf Netflix

Eigene Meinung:
Zu Beginn der Serie befinden wir uns im Gericht, es werden die 12 Geschworenen ernannt, die im Jahrhundertprozess gegen Frie Palmers wegen dem Mord an ihre beste Freundin Brechtje Vindervogel und an ihre Tochter Roos das Urteil finden sollen. 
Die Konstellation des Prozesses könnte komplexer nicht sein, der Mord an Brechtje Vindervogel liegt bereits18 Jahre zurück und der Tod von Tochter Roos ist die Folge eines Angriffs auf sie, der an sich nicht tödlich gewesen wäre, aber sie fängt sich Krankenhauskeime an, die sie nicht überlebt. 
Im Zuge der Ermittlungen zu Roos` Tod ergibt sich durch eine Aussage von Fries Exmann Stefaan De Munck auch der Verdacht, dass Frie auch ihre beste Freundin Brechtje vor 18 Jahre umgebracht haben könnte, der Mord an Brechtje ist immer noch ungeklärt. 
Nun soll die Schuldfrage von den 12 Geschworenen geklärt werden, als erstes wird Holly Ceusters ernannt, die dann auch den Vorsitz der Geschworenen übernimmt. Zu den 12 Geschworenen werden noch 2 Stellvertreter ernannt, falls einer der Geschworenen ausfallen sollte. 

Im Gegensatz zu dem Film aus dem Jahr 1957 geht es hier nicht um ein reines Kammerspiel, man erlebt Momente aus dem Prozess, man erlebt Lebensabschnitte aus den Leben der Menschen rund um den Prozess und man erlebt auch immer wieder in den Rückschauen, dass der Prozess immer wieder auch von Lügen und falschen Annahmen untergraben wird und so in vielen Moment auffällt, dass manche Details einfach nicht zusammenpassen. 

Negativ fällt immer wieder auf, dass die Zeitsprünge teilweise sehr schnell passieren und man als Zuschauer erstmal wieder in den Moment finden muss und was dann gerade passiert. Zudem ist die Vermischung zwischen dem eigentlichen Fall, der das Grundgerüst bildet und den privaten Problemen der Laien am Gericht, in manchen Momente etwas zu stark. Um die Verwirrung dann noch etwas zu steigern, erlebt man auch immer wieder noch Momente aus den Leben der andren Prozessbeteiligten.

Abschliessend muss man wirklich sagen, dass die 1. Staffel sehr nah an den Menschen ist, nicht nur an Frie oder an ihre besten Freundin, sondern auch an den Prozessbeteiligten, bei denen man immer wieder merkt, dass sie auch ihre eigenen Ziele verflogen. 

Bildquelle: Netflix

Fazit:
"Die zwölf Geschworenen" ist eine Mischung aus Drama und Krimi, der Beginn der Staffel geht sofort mit der Ernennung der 12 Geschworenen los, aber man merkt, dass die 12 Menschen, die die Geschworenjury bilden sollen, 12 Menschen mit grossen Problemen in ihrem eigenen Leben sind. 
Aber nicht nur die Geschworenen sind Menschen mit Probleme, auch die anderen Prozessbeteiligten versuchen immer wieder, ihre eigenen Interesse durchzusetzen.
Aber auch der Prozess gegen Frie Palmers und die ganzen Lügen, die immer wieder um die Geschehnisse herum gebaut sind, lassen die Serie interessant erscheinen, aber gleichzeitig darf man keinen rasanten Prozess erwarten, das Tempo ist sehr gedrosselt, man erfährt auch mehr als Zuschauer, weil man die Beobachterrolle einnimmt und sich dann sein eigenes Urteil über Frie Palmers bildet. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

10. April 2019

[Serienrezension] The Strain - Staffel 1

Beschreibung:
Nachdem eine Maschine auf dem New Yorker Flughafen JFK gelandet ist, dringt kein Lebenszeichen mehr von den Menschen an Bord nach außen. Aufgrund der Befürchtung, die Passagiere könnten einer Krankheit zum Opfer gefallen sein und ein potentiell gefährliches Virus eingeschleppt haben, wird das Center for Disease Control hinzugerufen, das unter der Leitung von Dr. Ephraim Goodweather (Corey Stoll) den Fall untersuchen soll.
Als dieser mit seinem Team das Flugzeug betritt, muss er feststellen, dass tatsächlich fast alle der über 200 Reisenden unter mysteriösen Umständen verstorben zu sein scheinen. Jedoch treffen er und seine Kollegin Dr. Nora Martinez (Mía Maestro) inmitten der Toten auch auf vier Überlebende, die sich jedoch nicht daran erinnern können, was vorgefallen ist, und erst einmal in Quarantäne gesteckt werden.
Als sie jedoch zunehmend merkwürdige Symptome aufweisen und dann auch noch die Körper der restlichen Flugpassagiere spurlos aus dem Leichenschauhaus verschwinden, erkennt Goodweather nach und nach, dass er es mit einer uralten Bedrohung zu tun hat, die die ganze Menschheit vernichten könnte.


Details:
Darsteller: Corey Stoll, David Bradley, Mía Maestro, Kevin Durand, Jonathan Hyde
Regisseur(e): Peter Weller, David Semel, Charlotte Sieling
Komponist: Ramin Djawadi
Künstler: Gennifer Hutchison, David Weddle, Guillermo Del Toro, April Webster, Luis M. Sequeira, Tamara Deverell, Greg Chapman, Sarah Boyd, Ra'uf Glasgow, Miroslaw Baszak, Chuck Hogan, Bradley Thompson, Gabriel Beristain, Kathryn Himoff, Regina Corrado, Checco Varese, Christopher Nelson, Gary Ungar, Carlton Cuse, Colin Hoult, Anthony Miller, J. Miles Dale, Justin Britt-Gibson
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
Anzahl Disks: 4
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: FOX TV
Erscheinungstermin: 19. November 2015
Spieldauer: 600 Minuten

Eigene Meinung: 
Guillermo del Toro ist als Name schon ein Begriff, der nicht nur als Regisseur sondern auch als Filmproduzent, Schriftsteller und Drehbuchautor immer wieder auf sehr fantastische Geschichten kommt. Seine Figuren und Geschichte sind etwas besonders und auch mit "The Strain" legt er eine Serie vor, die Vampire nicht als süsse Jungs als Twiglight zeigt sondern sie als die blutsaugenden Monster zeigt, die sie eigentlich sind. 
Auf dem JFK in New York landet ein Flugzeug aus Berlin, es fährt alle Motoren unter und nichts rührt sich mehr. Dr. Ephraim Goodweather und sein Team von der Seuchenschutzbehörde sollen sich des Falls annehmen, doch neben den Würmern, die sie entdecken, finden sie auch noch eine grosse Kiste - der Sarg des Meisters, der nun in New York ist und dessen Erscheinen weitreichende Folgen für die Menschheit haben soll. Einzig Abraham Setrakian, ein Pfandleiher in der Stadt, weiss um die Gefahr, doch durch die Ignoranz der Menschen, den Zusammenbruch des Internets und durch das Zutun von mächtigen Menschen aus der Industrie kann sich die Seuche erst unbemerkt ausbreiten und bevor man sich versieht, stehen wir den Strigoi fast schutzlos gegenüber...
Man braucht etwas, bis man in die Geschichte hinein kommt, es werden alle Charakter etwas genauer vorstellst und so weiss man schon viel über die Lebensumstände von Dr. Ephraim Goodweather, Dr. Nora Martinez, Abraham Setrakian und Vasiliy Fet und einigen Nebendarstellern, deren Leben sich durch die Seuche grundlegend verändern werden. 
Besetzt ist die Staffel recht gut, neben bekannter Namen wie Corey Stoll und David Bradley sind auch schauspielerischen Leistungen alle Darsteller wirklich gut, als Antiheld fungiert Thomas Eichhorst, der von Richard Sammel gespielt wird und wirklich eine überzeugende Darstellung abliefert. Aber auch Kevin Durand (in der Serie Vasiliy Fet) und Ruta Gedmintas (spielt Dutch Velders) passen sehr gut in die Serie. 
Die erste Staffel umfasst 13 Folgen und auch die Ausmachung der Staffel spricht an, auf den DVDs sind Dr. Ephraim Goodweather, Dr. Nora Martinez, Abraham Setrakian und Vasiliy Fet zu sehen und das passt mit der Aufmachung echt gut zusammen. 

Fazit: 
Guillermo del Toro und Chuck Hogan sind zwei Namen, bei denen man immer mit sehr spannenden Geschichten rechnen kann, mit "The Strain" schaffen sie eine bedrohliche Apokalypse, die . nichts für schwache Nerven ist, den die Seuche, die schon seit Jahrhunderten aktiv ist, zieht weite Kreise. Eine sehr gut überlegte Serie, die sich in die Jahrhundert einbetet und immer wieder Rückgriffe macht, trifft auf eine sehr guten Cast und sehr gute Special-Effects. 
Mit der 1. Staffel ist ein sehr guter Auftakt gelungen, der Lust auf die folgenden Staffeln macht. 


Dafür gibt es 5 Rosen:

19. Februar 2017

[Serienrezension] Little Britian ~ die komplette 1. Staffel

Quelle: Novacasino.com
~ Beschreibung ~
In ‚Little Britain‘ werden die kleinen Geschichten des britischen Alltags zum großen Spaß. Die beiden Komiker Matt Lucas und David Walliams schlüpfen für die Sketchshow in die unterschiedlichsten Rollen und verbreiten dabei äußerst trockenen, erfrischend politisch-inkorrekten britischen Humor vom Feinsten. In ihrem kleinen, surrealen Paralleluniversum wimmelt es nur so von merkwürdigen Exzentrikern, charmanten Wahnsinnigen und schrägen Außenseitern. Die Palette reicht von Marjorie Dawes, der tyrannischen Leiterin einer Selbsthilfegruppe von dicken Menschen, über Andy, einem ziemlich stumpfen Typen im Rollstuhl, dessen Betreuer keine Ahnung hat, dass er eigentlich gehen kann, bis zum Britischen Premierminister und seinem Gehilfen Sebastian, die beide nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. In Großbritannien gelten Matt Lucas und David Walliams als legitime Nachfolger von Monty Python. Für ‚Little Britain‘ räumten sie zahlreiche Preise ab, darunter der BAFTA TV Award in den Kategorien „Best Comedy“ und „Best Comedy Performance“. Als deutsche Stimmen der beiden schrägen Vögel sind Oliver Kalkofe und Oliver Welke mit von der Partie. Die beiden sind selbst große Fans von ‚Little Britain‘ und arbeiten auch an der Übersetzung der Serie mit, um den skurrilen britischen Humor stilecht ins Deutsche zu übertragen. 
(Text: Textquelle: Comedy Central)

~ Seriendaten ~
Deutscher Titel: Little Britain
Originaltitel: Little Britain
Genre: Sketch, Comedy
Produktionsland: Großbritannien
Originalsprache: Englisch (BE)
Jahr(e): 2003–2006
Länge: 30 Minuten
Episoden: 26 in 3 Staffeln
Idee: Matt Lucas, David Walliams
Musik: David Arnold
Erstausstrahlung: 16. September 2003 (Großbritannien) auf BBC Three
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 20. April 2006 auf ORF 1

~ Meinung ~
Little Britian ist schon einige Jahre ein Hit, die beide Erfinder und Komiker der Serie, Matt Lucas und David Walliams, schlüpfen über die ganze Staffel in verschiedene Rollen und zeigen so das Leben der Menschen auf der britischen Insel.

Dafydd Thomas ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Die Serie zeigt auf wirklich skurrile und komische Wege, die das Leben auf der Insel skizzieren und dabei manchmal hart an der Grenze des guten Geschmacks entlang schrammen, aber dabei immer noch lustig bleiben. Sie schaffen wirklich interessante Charakterpaare, die dann ihre Sketche immer wieder nach dem gleichen Schema ablaufen. So hat man beispielsweise Dennis Waterman, einen wirklich kleinen Schauspieler, der immer zu seinen Rollen die Titelmelodien schreiben will und dadurch einfach keine Rollenangebote bekommt oder Mr. Mann, der immer in den Geschäften danach verlangt, was es gerade nicht gibt und dann auf das Eintreffen der Dinge warten will, ohne sich von der Stelle zu bewegen. 

Lou und Andy ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Am bekanntesten aus der Serie sind sicher der Lou und Andy, die beiden Brüder, bei denen Andy einfach ein fauler Sack ist, der den gutmütigen Lou einfach von vorne bis hinten ausnimmt und natürlich der einzige Schwule im walisischen Dorf Llandewi Breffi Dafydd Thomas, der aber immer wieder damit konfrontiert wird, dass er eben nicht der einzige Schwule im Dorf ist. Neben dieser dreien fällt sicher noch Vicky Pollard auf, eine unerzogene Göre, die raucht, säuft und sich immer wieder prügelt, dabei aber schon mehrere Kinder hat. 

Vicky ~ Bildquelle: http://giphy.com/search/little-britain

Die Serie basiert vor allem auf dem Prinzip des runnig Gags, also die Sketche sind eher so angelegt, dass man den Ausgang schon ahnt, es aber trotzdem lustig findet. 
Den Charme der Serie macht vor allem das Durchziehen dieses Konzepts aus, man erwartet bei einer neuen Folge einfach nichts anderes, es überrascht einen nicht, unterhält aber. 
Matt Lucas und David Walliams ergänzen sich als Team wunderbar, wobei Matt Lucas immer wieder als der wandlungsfähigere der Beiden auffällt, was vielleicht aber auch daran liegt, dass er in der Serie gefühlt mehr Rollen als David Walliams übernimmt. 
In der deutschen Synchronisationen übernehmen Oliver Kalkofe und Oliver Welke (beide in Deutschland wirklich gute Komiker) die Stimmen der Hauptdarsteller, wodurch die Serie etwas an Charme verliert, weil sie variieren ihre Stimmen teilweise nicht so wie es im Original ist. Daher ist die originale Version für mich die bessere, auch wenn man da etwas genau hinhören muss, weil dann natürlich Muttersprachler sprechen. 

Dafür gibt es 4 Rosen: