Lange nichts gehört, oder? Falls ihr euch gefragt habt, ob ich in ein tiefes Loch aus Serien-Marathons und Pizzakartons gefallen bin: Fast! Aber der wahre Grund für die Funkstille ist ein anderer – und er ist ziemlich aufregend.
Oktober-Update: Ich bin jetzt Ersti!
Seit Oktober hat sich mein Alltag einmal komplett auf links gedreht: Ich studiere. Was früher entspannte Vormittage oder geregelte Pflegezeiten meiner Oma waren, sind jetzt volle Hörsäle, endlose Warteschlangen in der Mensa und die ständige Suche nach dem nächsten freien Steckplatz für meinen Handy. Das Studium hat mich in den letzten Monaten ordentlich auf Trab gehalten, weshalb es hier auf dem Blog so ruhig war. Aber wisst ihr was? Ich habe es vermisst, meine Gedanken mit euch zu teilen.
Ich studiere jetzt an der TU Dresden nochmal Geschichte und Medienforschung als Hauptfächer im Überbau des Studienganges Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften auf Bachelor.
Was euch hier in Zukunft erwartet
Ich möchte diesen Blog wieder zum Leben erwecken, aber er wird mit mir mitwachsen. Mein Alltag sieht jetzt einfach anders aus:
Studien-Insights: Ich werde euch ein bisschen in mein Uni-Leben mitnehmen – die Höhen, die Tiefen und das Chaos dazwischen.
Lesestoff 2.0: Da ich für die Uni natürlich viel lesen muss, werde ich hier auch mal Fachliteratur auf meinen Buchblog besprechen. Das ist zwar keine leichte Kost für den Strand, aber oft super spannend!
Ordnung muss sein: Damit ihr wisst, woran ihr seid, werde ich die fachlichen Beiträge klar kennzeichnen. Wer also nur wissen will, wie mein letzter Wochenendtrip war, kann die „schwere Kost“ einfach überspringen.
"Vom Vollzeit-Blogger zum Vollzeit-Studenten – die Kaffeemenge bleibt gleich, nur die Bücher werden dicker."
Ich freue mich riesig darauf, wieder öfter in die Tasten zu hauen und euch an diesem neuen Abenteuer teilhaben zu lassen. Danke fürs Dranbleiben!
heute muss ich mal etwas los werden, weil ich glaube, dass es einfach mal an der Zeit ist, etwas dazu zu sagen. Ich hatte am Samstag eigentlich einen tollen Abend, weil ich mit ganz vielen lieben Leute zusammen den ESC live aus Stockholm gesehen habe und mich neben der Live-Übertragung rege austauschen konnte über die Musiker, über das Bühnenbild und eben auch über die Musik, die er ESC in diesem Jahr zu bieten hatte.
Ich schicke gleich mal voraus, dass ich in den Beitrag nur meinen persönlichen Eindruck des Abend und sowie der im Vorfeld und der nachträglichen Geschichten wieder gebe und das für mich einfach nur ein Fazit des ESC 2016 ist, den ich einfach mal festhalten möchte.
Der "Eurovision Song Contest" (als ESC abgekürzt) ist ein seit 1956 stattfindender Musikwettbewerb größtenteils europäischer Länder, der jährlich im Mai von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) veranstaltet wird.
Die teilnehmenden Länder (zu denen neben europäischen Staaten, zu denen aber auch Russland, Israel und in den letzten beiden Jahren auch Australien gehören) schicken einen in einem selbst gewählten Verfahren (in Deutschland ein Vorentscheid in Form einer Fernsehshow mit Publikumswahl) bestimmten Künstler, der sich mit einem neuen Originalsong zunächst in einem der beiden Halbfinalen beweisen muss, bevor er im Finale antreten darf.
(Eine Ausnahme bilden hier die "Big Five" - Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich, die sofort im Finale gesetzt sind.)
Anschließend stimmen in jedem Land sowohl eine Jury als auch das Fernsehpublikum ab und bestimmen so den Sieger des Wettbewerbs, in dessen Heimatland im Folgejahr der nächste ESC stattfindet.
Im Vorfeld hatte man ja schon einiges gehört, über die Russen, die mit ihrer spektakulären Show punkten wollten, die sich aber in meinen Augen gar nicht so wirklich sensationell darstellt, weil wenn man mal von der Bühnenshow absieht (die auch nur mit etwas sehr bekannten Tricks der 2 Wände und viel Showeffekt arbeitete), blieb von dem Song nicht wirklich viel übrig. Natürlich ist Sergey Lazarev in Russland ein Megastar, teilweise ist er auch in anderen europäischen Länder bekannt und gefeiert, aber selbst das reicht nicht aus, um beim ESC zu gewinnen, wie der Abend zeigt.
Bekannt war vor der Show auch schon, dass Deutschland mit Jamie-Lee in den Wetten eher im hinteren Drittel landen würde, dass es aber wieder nur für den letzten, also den 26. Platz reichen würde, war nicht so wirklich klar. Ihre Show in Stockholm und auch ihre gesamtes Auftreten in Stockholm waren an sich gesehen, völlig okay, jetzt nicht ein Siegersong für den ESC, aber doch etwas, was man in Europa hört.
Deutschland hat im Moment in der Welt sowieso einen schweren Stand, das ist aber nicht erst seit gestern so. Ich war schon nach unserem Abschneiden im letzten Jahr (da war es auch der letzte Platz) der Meinung, dass sich Deutschland aus dem Kreis der Big 5 zurückziehen sollte und sich nicht nur das Geld, was in den ESC fließt, sondern auch die komplette Teilnahme sparen sollte.
Diese Meinung habe ich aber nicht, weil ich das Geld sehe, sondern weil ich weiss, dass es für jeden Künstler, der da antritt und dann eben für Deutschland die Flagge hoch zu halten versucht, es ein Schlag ins Gesicht ist, wenn man dann lange ohne Punkte da steht und am Ende des Abend letzter wird. Natürlich kann man das auch als Ehre sehen, dass die Deutschen im Grossteil geschlossen hinter einem stehen und man sich auf der europäischen Bühne präsentieren darf, aber für den künstlerischen Anspruch, den jeder haben sollte, ist es eine wirkliche Klatsche.
Ich gehöre im Übrigen auch zu den Anhängern, die sagen, egal, wen wir ins Rennen schicken, es wird da nichts gross geben. Natürlich kann man mal wie Lena Glück haben und den Nerv treffen, aber wenn man mal in die Geschichte des ESC schaut, dann war Deutschland höchstens im Gesamten gesehen Mittelmaß. Da gibt es einfach Nationen, die besser den Nerv der Zeit spüren.
Für mich gab es aber an dem Abend auch tolle neue Sachen von Musik in Europa zu entdecken, deswegen gibt es hier mal die 5 Songs, die ich persönlich am besten fand.
(Die Reihenfolge ist dabei nicht als Wertung anzusehen.)
~ Frankreich ~
Platz 6 gab es am Ende für den Franzosen.
~ Schweden ~
Platz 5 gab es am Ende für den Beitrag.
~ Israel ~
Platz 14 gab es am Ende für den Song.
~ Österreich ~
Platz 13 gab es am Ende für den französischen Song.
~ Polen ~
Platz 8 gab es am Ende für den Polen.
Also so wahnsinnig schlecht kann dann mein Musikgeschmack nicht sein, weil die Titel, die ich gut fand, sind ja auch im vorderen Feld gelandete und kamen an.
Die Gewinnerin des ESC ist eine Sängerin aus Ukraine, die zwar mit dem Song einen Hit in Europa landen konnte, aber bei mir leider keinen Blumentopf gewinnen konnte. Für mich war die Stimme und die Bühnenshow nicht überzeugend und auch der Text war sehr politisch, was eigentlich die Regeln des ESC ausschliessen, trotzdem hat sie damit gewonnen.
Interessant wird, wie sich die Ukraine positionieren wird, weil sie ja im nächsten Jahr den ESC ausrichten muss als Gewinner des Vorjahres. Ich werde das auf jeden Fall verfolgen, weil besonders sicher ist es ja in der Ukraine gerade nicht.
So, nun habe ich euch lange genug damit zugeschrieben.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zum ESC dalassen würdet.