3. Oktober 2026

Freitags-Fokus: Späte Stunden, Italienisch-Glück & der Start in den Winter Arc

 

Hallöchen ihr Lieben!

Es ist Freitag, genau 23:54 Uhr – die Uhr tickt unerbittlich Richtung Mitternacht, aber ich habe es noch vor dem offiziellen Datumswechsel an die Tasten geschafft! Sagen wir es so: Ich war heute Abend mit einer lieben Freundin essen, das Essen war fantastisch und wir haben uns… nun ja, dezent verquatscht. Manchmal verfliegt die Zeit bei guten Gesprächen einfach wie im Flug. Schnappt euch zu später Stunde noch ein gemütliches Getränk, wir werfen einen schnellen Blick auf meine Woche!

Fokus: Wunsch-Stundenplan, Buchpreise & 11.600 Schritte in den Winter Arc 🇮🇹❄️

Die beste Nachricht der Woche vorweg: Am 1. Oktober hat die Einschreibung geklappt und ich habe tatsächlich meine absolute Wunschkonstellation für Italienisch bekommen! Der Semesterplan steht also. Über den Preis für das Kurs- und Arbeitsbuch hüllen wir allerdings lieber den Mantel des Schweigens… 41 Euro für Fachliteratur tun dem studentischen Geldbeutel zwar kurz weh, aber was tut man nicht alles für die Sprachpraxis!

Passend zum Monatsstart am Donnerstag habe ich meinen persönlichen Winter Arc eingeläutet. Der Fokus liegt darauf, fokussierter zu arbeiten, bewusste Routinen zu pflegen und wieder mehr zu lesen – und der Start lief bisher richtig gut!

Weil der heutige Tag von vorn bis hinten durchgetaktet war – Bücher wegbringen, Besorgungen erledigen und von A nach B flitzen –, standen am Ende mal eben 11.600 Schritte auf dem Schrittzähler. Ein sportlicher Einstieg in den Herbst!

Für die kommende Woche steht auch schon eine kleine To-do-Liste: Ich brauche dringend neue Schuhe (am besten gleich winterfeste Exemplare) und möchte mich endlich nach einem handlichen Netbook für die Uni und mobile Schreibsessions umsehen.

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gelesen: Ich hatte diese Woche spontan Lust auf packenden True Crime und habe in „Cold Case Deutschland“ von Henrik Wolter geschmökert. Ungelöste Kriminalfälle haben einfach eine ganz eigene, beklemmende Faszination.

  • Gehört: Ganz viel Wanda. Ich liebe diese Band und ihren rotzigen Wiener Charme einfach abgöttisch! Zur Einstimmung binde ich euch hier direkt einen meiner absoluten Lieblingssongs als Video ein:

  •  

  •  – Lautsprecher aufdrehen!

  • Gesehen: Serienmäßig war einiges los: Ich habe die Miniserie Alias Grace geschaut (eine ausführliche Rezension dazu folgt demnächst!). Außerdem stand Der Kinderflüsterer auf dem Programm, den ich ebenfalls noch ganz bald für euch auf dem Blog rezensieren werde.

Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr die wichtigsten Anlaufstellen zu meinen Wochen-Highlights:

Bücher, Medien & Musik (Ref):

  • True Crime-Tipp: Henrik Wolters „Cold Case Deutschland“ gibt es direkt bei Amazon*.

  • Wanda (Ref): Amore für die Ohren – die Alben und Vinyls der Wiener Kultband findet ihr bei Amazon* oder gebraucht bei Medimops* oder Rebuy*.

  • Serien & Buchvorlagen: Margaret Atwoods historische Vorlage zu Alias Grace könnt ihr euch bei Amazon* oder buecher.de*, oder gebraucht bei Rebuy*  oder Medimops* sichern oder die Serie direkt auf Netflix streamen.

Unterstütze mich:

  • Lehrbuch-Kaffee & Italienisch-Nervennahrung: 41 Euro für das Italienisch-Buch haben eine kleine Delle in die Kaffeekasse geschlagen. 😉 Wenn ihr mich beim Start ins neue Semester und bei meinem Winter Arc unterstützen wollt, freue ich mich riesig über einen kleinen Support: Support me on Ko-fi! ☕

Habt ihr euch für den Herbst auch persönliche Ziele oder einen „Winter Arc“ vorgenommen? Und wer von euch verquatscht sich beim Abendessen mit Freunden genauso gern wie ich?

Eure Katja

1. Oktober 2026

Mein Winter Arc: Warum ich den Herbst nicht verschlafe, sondern mein eigenes Spiel spiele

 

Draußen wird es spürbar kühler, die Tage werden kürzer, und ganz ehrlich: Der erste Impuls im Oktober ist oft, sich einfach mit einer Decke und einer riesigen Tasse Tee auf dem Sofa zu vergraben und bis April nicht mehr aufzutauchen. Gemütlichkeit liebe ich – aber der Zeitraum zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember hat für mich eine ganz besondere Magie. Genau 92 Tage bis zum Jahreswechsel.

In den sozialen Netzwerken begegnet einem überall der Begriff „Winter Arc“. Oft verknüpft mit erbarmungslosem Selbstoptimierungs-Drill: morgens um fünf aus den Federn, eiskalte Duschen, der komplette Lebenswandel im Schnelldurchlauf. Wer mich kennt, weiß: Darauf habe ich absolut keine Lust. Was mich aber unglaublich reizt, ist der Gedanke, diese ruhigere, dunklere Zeit bewusst für die Dinge zu nutzen, die mir wirklich am Herzen liegen – fürs Schreiben, tiefes Eintauchen in Bücher und Kultur, fürs Lernen und dafür, die eigene Energie trotz grauem Himmel hochzuhalten.

Statt starrer, frustrierender Vorsätze habe ich mir deshalb mein ganz persönliches Gamification-Scoreboard gebaut. Mein Ziel für den gesamten Oktober: 60 Punkte sammeln.

Das Geniale an diesem System: Es belohnt Beständigkeit, nicht Perfektion. Das Ziel entspricht im Schnitt etwa 2 Punkten am Tag. Wenn das Leben dazwischengrätscht oder der Kopf voll ist, wirft mich ein Null-Punkte-Tag nicht aus der Bahn – an produktiven Tagen lassen sich dafür locker 6 bis 8 Punkte auf einmal holen.

Mein Punkte-Raster für den Oktober:

  • Kultur & Live (5 Pkt.): Ein Event besuchen und den passenden Beitrag dazu verfassen.

  • Schreiben & Fokus (3 Pkt.): 500 Wörter schreiben (egal ob Blogbeitrag, neue Texte, Romanüberarbeitung oder Uni), ein ausführlicher Deep Dive (Rezension zu Buch, Film, Serie oder Musik) oder 20 Seiten Fachliteratur durcharbeiten.

  • Körper & Bewegung (3 Pkt.): 10.000 Schritte am Tag schaffen – draußen an der frischen Luft, um den Kopf freizubekommen.

  • Lernen & Feinschliff (2 Pkt.): Ein Kapitel im Romanprojekt überarbeiten, 30 Minuten Italienisch-Vokabeln lernen oder 20 Seiten in einem guten Buch lesen.

  • Inspiration & Medien (1 Pkt.): Eine Folge Podcast hören, einen guten Film schauen oder eine Serienstaffel beenden.

Auch YouTube möchte ich in dieser Zeit wieder sanft anlaufen lassen – ganz ohne Druck, sondern Schritt für Schritt.

Dieses System fühlt sich für mich nicht nach Zwang an, sondern wie ein Spiel gegen das typische November-Tief. Ich möchte euch auf dieser 92-Tage-Reise mitnehmen: Hier auf dem Blog wird es ab jetzt regelmäßig Updates, Zwischenstände und Reflexionen zu meinem Punktestand geben.

☕ Dir gefällt mein Projekt?

Wenn du meine Texte und kreativen Projekte gerne liest und mich auf dieser Winter-Arc-Reise unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über einen virtuellen Kaffee auf Ko-fi. Jeder Support fließt direkt in neue Bücher, Recherchematerial und jede Menge Schreib-Tee!

Macht ihr bei so einem Winter Arc mit oder lasst ihr das Jahresende eher entspannt eintrudeln? Wie motiviert ihr euch durch die dunkleren Monate? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Alles Liebe,

Katja

  • Bild: Erstellt mit Gemini.

28. September 2026

🍵 Tee, Couch-Modus & der große Italienisch-Nervenkrimi!

 

Hallo ihr Lieben! 

Mein Wochenende lief leider ganz anders als geplant. Seit Samstag hat sich bei mir eine Erkältung breitgemacht, weshalb ich am Sonntag die Notbremse gezogen habe: Statt wie geplant nach Berlin zu fahren, gab es Bettruhe und Schonprogramm auf der heimischen Couch. Heute geht es schon wieder etwas besser, auch wenn meine Stimme noch ziemlich belegt ist und ein bisschen heiser und schräg klingt. 🛋️🧣

Diese Woche wird es aber trotzdem richtig spannend an der Uni-Front: Die Eintragungszeiten für meinen Wunsch-Sprachkurs Italienisch starten! Bei mir herrscht gerade akuter Nervenkrimi, denn in meinen Stundenplan passt exakt nur eine einzige Gruppen-Kombination. Drückt mir also ganz fest die Daumen, dass ich genau den passenden Platz ergattere! 🤞🇮🇹

Was die Woche sonst noch bringt, entscheide ich ganz nach Tagesform und Stimme – Gesundheit geht vor!

Wer noch mal in meinen letzten Starter mit den Sprachkurs-Vorüberlegungen und dem Workshop reinlesen möchte, findet den letzten Montagsstarter genau hier.

Bevor ich mich mit der nächsten Kanne Tee einkuschle, gibt es unsere gewohnte Abend-Routine. Ein ganz liebes Dankeschön geht wie immer an die wunderbare Anni, die diese schöne Aktion auf ihrem Blog Link zu Annis Blog veranstaltet!

Hier ist der neue Montagsstarter zum Mitmachen:

❶ Dass man im Moment allerorten immer so viel negatives hört, finde ich fast (ein wenig) erschreckend. 

❷ Wenn hier ein Flaschengeist auftauchen würde, würde ich meine drei Wünsche schon wissen. Da ich dabei aber gleich an einen Song denken musste, verlinke ich euch den mal. 

❸ Das Schild am Bahnhof / Busbahnhof fotografieren mache ich als erstes, wenn ich in eine neue Stadt komme. Klingt ein bisschen komisch, ist aber so der erste Blick und auch das erste Bild. 

❹ Musik trägt/tragen mich durch den Tag. 

❺ Dass es einen Tag für das Recht auf Wissens- und Informationszugang gibt, finde ich sehr gut. Weil gerade sowas sollte man nutzen, wenn man sich informieren will. 

❻ Kurioserweise muss man auch ungewöhnliche Wege gehen, um sein eigenes Glück zu finden. 

❼ Im Kalender steht eigentlich ein Kinonachmittag am Mittwoch und ich habe diese Woche an sich noch eine Lesung geplant. Außerdem freue ich mich auf ein ruhiges Wochenende.

Was meint ihr?

Was würdet ihr euch von einem Flaschengeist wünschen, wenn er plötzlich vor euch stünde? Und was macht ihr eigentlich als allererstes, wenn ihr eine völlig fremde Stadt erkundet? Schnappt euch die Vorlage und verratet es mir unglaublich gerne direkt in den Kommentaren! 🧞‍♂️🏙️👇

Ein kleiner Kaffeeklatsch (oder Erkältungstee)? ☕️🫖

Heißer Tee, Vitamine und jede Menge Daumendrücken für die Italienisch-Einschreibung... Wenn du mir eine virtuelle Tasse "Gute-Besserungs-Tee" spendieren oder einfach meinen Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über deinen Besuch auf mein Ko-fi Link. Danke für euren wunderbaren Support!

Credits & Inspiration:

  • Aktion: Der Montagsstarter wird veranstaltet von der lieben Anni. Meinen Backlink zu ihrem Blog findet ihr hier: Link zu Annis Blog.

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

27. September 2026

Nach Hause kommen am Elbufer: 22 Jahre Unheilig – Ein Abend zwischen Nostalgie, Gänsehaut und einem Fehlgriff

 Manche Bands begleiten ein Kapitel im Leben. Andere schreiben das ganze Buch mit. Für mich ist Unheilig kein flüchtiges Musikphänomen und kein spätes Radioerlebnis – es ist ein Anker, der mich seit über zwei Jahrzehnten hält. Am 28. August 2026 stand der Graf im Rahmen der Wiederkehr-Konzerte bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden auf der Bühne. Und für mich fühlte sich dieser Abend vor der beleuchteten Altstadtkulisse wie eines an: wie nach Hause kommen.

Die Zeitreise: 27. Februar 2004, Straße E

Um zu verstehen, was dieser Abend für mich bedeutete, muss man die Uhr um 22 Jahre zurückdrehen. Es war der 27. Februar 2004. Mitten in meiner Gothic-Zeit, tief verwurzelt in der Schwarzen Szene, folgte ich der dringenden Empfehlung einer guten Freundin in die Dresdner Straße E. Da stand ein Mann auf der Bühne: schwarze Kutte, stechende gelbe Kontaktlinsen, kahl rasierter Kopf. Optisch extrem, im Auftreten fast noch tastend, aber mit einer Stimme gesegnet, die mich vom ersten Takt an mit einer Wucht packte, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Ich war dabei, als Unheilig Schritt für Schritt größer wurde. Ich habe den Wandel zum massentauglichen Erfolg miterlebt – und während Teile der alten Szene die Nase rümpften, empfand ich diesen Durchbruch als absolut verdienten Lohn für jahrelange, kompromisslose Arbeit. Ich sah sie mehrfach an den Filmnächten am Elbufer, stand 2012 und beim vermeintlichen Abschied 2016 in den vorderen Reihen. Und natürlich stand ich auch in Köln beim damals letzten Konzert und habe Rotz und Wasser geheult. Unheilig war für mich immer ein emotionaler Schutzraum.

Und dann war da Stille. Abgesehen von vereinzelten Kollaborationen schien das Kapitel endgültig geschlossen. Bis die Nachricht einer Freundin aufploppte: „Der Graf kommt zurück.“ Ich dachte an einen schlechten Scherz – bis der Auftritt bei der Goldenen Henne alles besiegelte. Die Gänsehaut war sofort wieder da.

Der Abend: Staubkind, große Hymnen und ein schmerzhafter Fehlgriff

Den Auftakt machten alte Weggefährten: Staubkind. Louis Manke auf der Bühne zu sehen, war pure Freude. Auch wenn sich die Besetzung der Band über die Jahre verändert hat, bleibt diese warme, ehrliche Ausstrahlung unverändert. Die Ergänzung durch Iris Mareike Steen fügte sich harmonisch ein und weckte große Vorfreude darauf, dass von Staubkind künftig wieder mehr zu hören sein wird.

Als der Graf die Bühne am Elbufer betrat, fiel die Distanz der letzten Jahre binnen Sekunden ab. Die Setlist spannte den Bogen zwischen den Phasen der Bandgeschichte gekonnt auf: Monumentale Klassiker wie „Große Freiheit“, „So wie du warst“, „Maschine“ und „Lichter der Stadt“ trafen auf neuere Titel wie „Wieder zurück“, „Wunderschön“ und „Spiegelbild“. Das Elbufer sang, feierte und trug diese vertraute, warme Reibeisenstimme.

Der Dämpfer des Abends:

So groß die Euphorie war – ein Moment funktionierte für mich überhaupt nicht. Ich weiß, wie stolz der Graf darauf ist, damals bei Sing meinen Song das Scorpions-Monumentalwerk „Wind of Change“ interpretiert zu haben. Doch live am Elbufer war diese Nummer der klare Flop des Sets. Wer Klaus Meine einmal mit diesem Song live erlebt hat, weiß: Da kommt stimmlich und von der Aura her schlichtweg niemand heran. Hinzu kommt, dass der Text in dieser Fassung einfach nicht die emotionale Tiefe besitzt, die man von unheiligen Eigenkompositionen gewohnt ist. Eine Nummer, die man sich getrost hätte sparen können.

Vor allem tat es weh, weil dafür echte Herzensstücke auf der Strecke blieben. Wenn ich mir einen Song hätte wünschen dürfen, den ich an diesem Abend schmerzlich im Set vermisst habe, dann war es „Sonnenallee“. Dieser Titel trägt genau diese bittersüße Melancholie, diese Wärme und dieses ganz spezielle Lebensgefühl in sich, das Unheilig über Jahrzehnte ausgezeichnet hat. An einem lauen Sommerabend direkt an den Elbwiesen hätte „Sonnenallee“ atmosphärisch so viel mehr bewegt als ein geborgtes Pfeif-Intro aus Hannover.

Mein Fazit: Respekt vor dem Lebensweg & Blick auf 2027

Trotz dieses Ausrutschers überwog das Gefühl der Dankbarkeit. Der Graf war und ist für mich ein echtes Vorbild. Wer seine Biografie kennt und weiß, welche Hürden – nicht zuletzt das schwere Stottern in seiner Jugend – er überwinden musste, blickt mit tiefstem Respekt auf diesen Mann. Mag man über das Comeback nach dem Abschied diskutieren, wie man will: Wenn Musik so vielen Menschen Trost und Halt schenkt, hat sie jede Daseinsberechtigung.

Für mich war es ein echtes Heimspiel fürs Herz. Und das Beste: Es geht weiter. Im Juli 2027 kehrt die Band nach Dresden zurück – diesmal ins Rudolf-Harbig-Stadion, mit Frida Gold und Staubkind als Support. Die Karten sind gedanklich schon gebucht.

Musik fürs Regal: Unheilig & Staubkind für zu Hause 💿

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Journalistische Sorgfalt und transparente Dokumentation sind feste Bestandteile meiner Berichte.

Fotorechte & Bildnachweis:

Alle in diesem Beitrag verwendeten Konzertfotografien und visuellen Impressionen wurden von mir selbst vor Ort angefertigt. Die Bild- und Urheberrechte liegen vollständig bei Katja Ertelt (MissRose's Media / MissRose1989). Eine Weiternutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.

Die vollständigen Metadaten zu dieser Veranstaltung sind im Quellenarchiv hinterlegt:

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Von den intimen Hallen der Straße E bis zum weiten Rund der Filmnächte am Elbufer: Solche emotionalen Abende bildlich festzuhalten, verlangt der Ausrüstung einiges ab. Um bei künftigen Open-Airs und Hallenshows noch detailreichere Aufnahmen aus dem Graben und von den Rängen liefern zu können, spare ich aktuell auf ein Hardware-Update für meine Foto- und Videotechnik.

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26. September 2026

Peter Heppner live in der Lukaskirche Dresden: Wenn Resonanz den Kirchenboden beben lässt – Ein Akustik-Abend & vier verborgene Perlen

 Manche Stimmen begleiten einen nicht nur durch Jahre, sondern durch Lebensphasen. Für mich ist Peter Heppner eine alte, tief verwurzelte Liebe – schon zu Wolfsheim-Zeiten liefen seine Songs bei mir in Dauerschleife. Am 24. September 2026 stand nun ein ganz besonderer Termin im Kalender: Peter Heppner mit Band Akustik in der ehrwürdigen Lukaskirche Dresden. Es war mein erstes Akustikkonzert von ihm überhaupt – und was soll ich sagen? Es war schlichtweg der Hammer.

Vibration auf der Empore: Die pure Wucht einer Stimme

Dass Peter Heppner eine der markantesten Stimmen der deutschen Musiklandschaft besitzt, weiß jeder. Aber wie viel schiere physikalische Kraft darin liegt, wenn die elektronischen Synthie-Wände einmal komplett abgestreift werden, hat mich förmlich umgehauen.

Ich saß oben auf der Empore der Lukaskirche, und die Kombination aus Raumakustik und purer Stimmgewalt sorgte für ein fast körperliches Erlebnis: Der Boden vibrierte spürbar unter mir, die Resonanz jagte geradewegs durch den Körper. Getragen von einer fantastisch eingespielten Akustikband entfalteten Klassiker wie „Was bleibt?“, „... und ich tanz’“ oder „Alleinesein“ eine sakrale, berührende Ernsthaftigkeit.

Und dann kam „Herz“. Dieser Song ist mein persönlicher Lebensretter, mein absoluter Power-Song. Egal wie dreckig es mir geht, egal wie schwer die Tage wiegen: „Herz“ baut mich immer wieder auf. Ihn in dieser Kirchenkulisse live im Akustik-Arrangement zu hören, schnürt einem die Kehle zu und richtet einen gleichzeitig wieder auf. Pure Gänsehaut.

Nach rund 90 Minuten war der Zauber leider schon vorbei. Ein kleines Wehmutströpfchen bleibt da natürlich zurück – man hätte ihm stundenlang weiter zuhören können. Doch der Mann wird nun mal auch nicht jünger, und was er in diesen anderthalb Stunden abgeliefert hat, war qualitativ so intensiv und makellos, dass es sich nahtlos in die Riege der besten Konzerte einreiht, die ich je von ihm erlebt habe.

Exkurs: Vier „Hidden Gems“, die ihr gehört haben müsst

Klar, die großen Hits kennt jeder. Doch das Heppner-Universum birgt Schätze, die live selten bis gar nicht das Scheinwerferlicht sehen – Nummern, die leise beginnen, aber eine emotionale Tragweite besitzen, die einen sprachlos zurücklässt. Kein großes Pathos, keine Synthie-Wand, sondern pure Verletzlichkeit; Textzeilen, die man sich nachts um drei anhört und bei denen jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird.

Wer Heppner wirklich begreifen will, sollte sich auf diese vier Titel einlassen. Sie bilden keine beliebige Playlist, sondern eine zutiefst menschliche Dramaturgie:

  1. „Theresienstadt“ – Die historische Demut und der abgrundtiefe Schmerz

    Ein beklemmendes, zutiefst respektvolles Stück Erinnerungskultur. Heppner fängt das Grauen und das Gedenken ohne billige Rührung ein – mit einer tonalen Schwere, die einem das Atmen schwer macht.

  2. „Gib mir doch’n Grund“ – Das Aufbäumen, der trotzige Frust, der Druck im Kessel

    Hier bricht die Melancholie in Zorn und Drängen um. Es ist das Ventil, das brodelt: Dieses Verlangen nach einer klaren Kante, das Hadern mit der Lethargie und die Wut über das Ungesagte.

  3. „Chance“ – Die nackte, zarte Hoffnung und das Ringen um Nähe

    Das zögerliche Herantasten an ein Gegenüber, die lähmende Angst vor Zurückweisung und gleichzeitig diese unbändige Sehnsucht nach echter Verbindung. Ein Song wie ein offener Nerv.

  4. „Viele schöne Stunden“ – Das bittersüße Loslassen, die versöhnliche Wehmut

    Kein bitterer Abschied, sondern ein stilles Zurückblicken. Das Verstehen, dass Dinge enden dürfen, ohne dass ihr Wert vergeht – getragen von einer Wärme, die tröstet, während sie schmerzt.

Mein Fazit: Ein Abend in der Lukaskirche, der bewiesen hat, dass echte Handarbeit und eine monumentale Stimme keine Show-Effekte brauchen. 90 konzentrierte Minuten voller Resonanz, Gänsehaut und Herzblut.

Musik fürs Regal: Peter Heppner für zu Hause 💿✨

Wer nach diesem Konzertabend die Diskografie von Peter Heppner – von den Solo-Werken bis hin zu den Meilensteinen mit Wolfsheim – physisch erleben oder die Akustik-Arrangements nachspüren möchte, wird hier fündig:


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Die vollständigen Metadaten zu diesem Abend (inklusive Ticketstatus, rechtlicher Kennzeichnung, und thematischer Einordnung) sind in meinem offiziellen Archiv hinterlegt:

👉 Hier geht es zum vollständigen Quellenverzeichnis für Peter Heppner in Dresden

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Konzerte in stimmungsvollen Sakralbauten wie der Lukaskirche verlangen der Technik alles ab – gerade bei schummrigem Licht und auf weite Distanz von der Empore aus. Um euch auch in Zukunft mit gestochen scharfen Eindrücken und detaillierten Rezensionen zu versorgen, spare ich aktuell auf ein umfassendes Hardware-Update für mein Foto- und Video-Equipment.

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