16. Oktober 2026

Freitags-Fokus: Uni-Auftakt, Rauhut-Doppelpack & vorzeitiges Arc-Ziel

 

Hallöchen ihr Lieben!

Es ist wieder Freitag! Hinter mir liegt eine Woche, die sich in jeder Hinsicht gewaschen hat: voll, anspruchsvoll, aber vollgepackt mit Erlebnissen, die man nicht missen möchte. Schnappt euch eine Tasse Tee oder ein kühles Getränk, wir werfen gemeinsam einen Blick auf meine letzten Tage!

Fokus: Erste Uni-Eindrücke & warum die Prüfungen kein Spaziergang werden 🎓📚

Die erste Woche des Wintersemesters liegt hinter mir – zwar noch nicht zu 100 Prozent, da die Tutorien und der Sprachkurs erst noch starten, aber der Vorgeschmack hatte es in sich. Der Stoff zieht direkt an und eines zeichnet sich jetzt schon überdeutlich ab: Die Prüfungen in diesem Semester werden definitiv kein Spaziergang! Da wartet einiges an Vorbereitung auf mich, aber die Motivation ist da.

Kultur-Marathon: Michael Rauhut im Doppelpack & Köpenicker Apfeltraum 📖🎸

Wer meinen verspäteten Montagsstarter gelesen hat, weiß bereits, wie fantastisch der Auftakt war: Die Lesung von Michael Rauhut am Montag in Chemnitz war absolut gelungen. Danach waren wir noch gemütlich etwas trinken – und am Mittwoch in Dresden war es nicht anders! Da waren zusätzlich noch zwei liebe Freundinnen von mir dabei, was den Abend perfekt abgerundet hat. Es hat einfach etwas ganz Besonderes, mitten in der Woche unterwegs zu sein, auch wenn der Terminkalender dadurch extrem voll wurde. Aber genau solche Abende dürfen und müssen sein!

Was ich am Dienstag im Trubel ganz vergessen hatte zu erwähnen: Auch der Saisonabschluss am Sonntag im Kunsthof Köpenick war spitze. Apfeltraum live zu erleben, lohnt sich absolut – großartige Musiker und eine wundervolle Atmosphäre zum Saisonende!

Winter Arc: 60-Punkte-Marke vorzeitig geknackt! ❄️🎯

Im Winter Arc läuft es schlichtweg überragend: Die anvisierten 60 Punkte für den Oktober habe ich gestern schon geknackt! Ich war wohl fast ein bisschen zu sehr in meiner festen Routine drin. Für den November werde ich die Messlatte und die Punkteanzahl deshalb definitiv etwas höher ansetzen, um mich weiter herauszufordern.

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gesehen: Ganz klar die beiden Lesungen von Michael Rauhut – ihn live auf der Bühne zu erleben, ist eine absolute Empfehlung für alle Kultur- und Musikinteressierten!

  • Gehört: Ich könnte jetzt natürlich wie gewohnt Silly sagen, aber ich lasse euch stattdessen einen Song da, der bei mir in den letzten Tagen ununterbrochen auf Repeat lief: 

  • Gelesen: Für das klassische Lesen am Schreibtisch fehlte schlicht die Zeit, aber ich freue mich riesig auf morgen: Da steht wieder unser Buchclub der Linken an – das wird garantiert wieder eine inspirierende Runde!

Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr alle Anlaufstellen und Empfehlungen rund um meine Woche:

Musik & Literatur:

  • Michael Rauhut: Seine Werke zur ostdeutschen Musikgeschichte und Subkultur findet ihr direkt bei buecher.de* oder auf Amazon* / gebraucht bei Medimops* oder Rebuy*.

  • Sarah Connor: Wer Pop-Power und mitreißende Live-Alben sucht, wird fündig bei Amazon* oder gebraucht bei Rebuy* oder Medimops*.

  • Konzert-Tipp (Apfeltraum): Mehr zur Band und kommenden Terminen gibt es direkt bei Apfeltraum.

  • Rückblick: Wer die Details zum Wochenstart verpasst hat, springt einfach rüber zu meinem Montagsstarter.

Unterstütze mich:

  • Semester-Koffein: Nach zwei Lesungsnächten und einer intensiven ersten Uni-Woche kann meine Kaffeekasse jede Stärkung gebrauchen. Wenn ihr mir etwas spendieren möchtet, freue ich mich riesig: Support me on Ko-fi! ☕

Seid ihr auch mitten in der Woche gern auf Kulturveranstaltungen unterwegs? Und habt ihr eure persönlichen Monatsziele für den Oktober auch schon erreicht?

Eure Katja

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

15. Oktober 2026

Zwischen Größenwahn und Abgrund: Warum uns Falco bis heute fasziniert

Manchmal begegnet man Künstlern, die zu groß für ihre eigene Zeit wirkten. Hans Hölzel war zweifellos einer von ihnen. Als Kunstfigur Falco schuf er eine schillernde, arrogante Fassade aus Wiener Schmäh, schneidendem Rap und dekadentem Pop-Glamour. Doch hinter den verspiegelten Sonnenbrillen und dem zurückgegelten Haar verbarg sich eine zutiefst tragische, zerrissene Seele. Falco war ein Getriebener seines eigenen Genies und seines unbarmherzigen Selbstanspruchs.

Obwohl ich ihn durch die Gnade der späten Geburt nie live erleben durfte, hat seine Musik eine Schwerkraft, die mich bis heute berührt und beschäftigt.

Der Fluch der Nummer 1: Als der Gipfel zum Gefängnis wurde

Es gibt diesen legendären, fast unheimlichen Moment in seiner Biografie: Als Falco im März 1986 mit Rock Me Amadeus als erster – und bis heute einziger – deutschsprachiger Künstler an die Spitze der US-Billboard-Charts kletterte, saß er nicht triumphierend im Champagnerregen. Er saß in einer Wiener Bar, trank und war am Boden zerstört.

Sein Gedanke damals: „Jetzt bin ich ganz oben. Jetzt kann es nur noch bergab gehen. Das schaffe ich nie wieder.“

Dieser bittere Moment des Triumphs zeigt die ganze Tragödie: Falco hatte das Unmögliche geschafft, und genau in dieser Sekunde schnappte die Falle seines Perfektionismus zu. Der eigene Erfolg wurde zur unüberwindbaren Bürde.


Die Sehnsucht nach Liebe: Eine Vaterschaft voller Schmerz

Wer verstehen will, wer Hans Hölzel hinter der Maske Falco wirklich war, muss auf seine Suche nach privatem Halt blicken. Mitten im weltweiten Trubel der 1980er-Jahre schien er diesen Halt endlich gefunden zu haben: Er übernahm voller Stolz und Hingabe die Vaterrolle für ein kleines Mädchen, Katharina-Bianca. Für den ruhelosen Popstar war die Vaterrolle ein emotionaler Anker, ein Rettungsring in einer Welt voller Oberflächlichkeit.

Umso grausamer war der Schicksalsschlag, der Jahre später folgte: Ein Vaterschaftstest ergab 1993, dass er biologisch gar nicht ihr Vater war. Für Hans brach eine Welt zusammen; es war ein Verrat, der eine offene Wunde hinterließ. Und doch zeigt genau dieses traurige Kapitel seine wahre Größe und seine tiefe Menschlichkeit: Trotz des Schocks und des gebrochenen Herzens riss der Kontakt nicht völlig ab, und er blieb der Verantwortung für das Mädchen emotional wie finanziell verbunden. Es beweist, wie groß seine Sehnsucht nach echter, ungeschminkter Liebe war – abseits von Jubelarien, Platin-Schallplatten und Blitzlichtgewitter.


Zwischen Gänsehaut und Faszination: Das Phänomen „Jeanny“

Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, gab es einen Song, der mir ehrlich gesagt eine Heidenangst einjagte: Jeanny.

Der Sprecherpart mitten im Track – diese eiskalte, stocksteife Stimme, die wie eine reale Eilmeldung aus den Nachrichten über das Verschwinden eines jungen Mädchens berichtete – fühlte sich damals viel zu echt an. Ein Skandal, der damals sogar zu Boykotten bei vielen Radiosendern führte. Und doch: Trotz des Unbehagens konnte man sich diesem Lied nicht entziehen. Diese schneidende Melancholie, die bittersüße Pop-Opulenz und der Mut, menschliche Abgründe in eine Ballade zu packen, machen Jeanny bis heute zu einem Meisterwerk. Falco spielte mit Tabus, ohne sie billig auszuschlachten; er machte aus Bedrohung große Kunst.


Jenseits von Amadeus: Die Hidden Gems

Jeder kennt Der Kommissar, Vienna Calling oder Out of the Dark. Doch wer Falco wirklich verstehen will, muss tiefer in seine Diskografie graben – zu den Tracks, die im Schatten der Welthits oft übersehen werden:

  • „America“ (aus dem Album Emotional, 1986): Eine brillante, funkige und zugleich bittere Abrechnung mit jenem Land, das ihn kurz zuvor auf den Thron gehoben hatte. Ironisch, musikalisch extrem tight und textlich messerscharf.

  • „Macho Macho“: Dieser Song zeigt seinen unnachahmlichen, bissigen Humor. Wie er Männlichkeitsrituale und den Zeitgeist der späten 80er persiflierte, hatte eine Leichtigkeit, die nur der echte Wiener Schmäh hinbekommt.

  • „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“: Für mich einer der absolut stärksten Falco-Tracks überhaupt – und er knallt einfach auf eine ganz andere Art! Das Geniale daran: Falco brachte den Song Ende 1995 unter dem Pseudonym T>>MA heraus. Er wollte, dass der Track in den 90er-Jahre-Raves und Clubs läuft, ohne dass die DJs und Clubgänger durch das Label „Falco“ voreingenommen waren. Der Song zersägt mit harten Techno-Beats und rotziger Attitüde die Berliner Gassenhauer-Tradition und zeigt, wie wandelbar und experimentierfreudig er bis zum Schluss war.


Was von Hans Hölzel bleibt

Falco lebte auf der Rasierklinge. Er sehnte sich nach Liebe und Häuslichkeit, flüchtete aber immer wieder in die Einsamkeit oder den Exzess. Er schuf Kunstfiguren, um den Mann dahinter zu schützen, und litt doch daran, dass kaum jemand den wahren Menschen sah.

Vielleicht berührt er uns gerade deshalb noch heute, Jahrzehnte nach seinem tragischen Unfall in der Dominikanischen Republik: Weil er in all seiner Widersprüchlichkeit, seinem Schmerz und seiner Genialität absolut kompromisslos war. Er war der Falke, der zu nah an die Sonne flog – und uns dabei Songs hinterlassen hat, die für immer nachhallen.

Jetzt seid ihr gefragt: Welche Beziehung habt ihr zur Musik von Falco? Hat euch „Jeanny“ damals auch so berührt oder verunsichert? Und welche seiner unbekannteren Songs gehören für euch auf jede Playlist? Schreibt es mir gern in die Kommentare!

☕ Unterstützung

Dir gefällt dieser persönliche Blick auf Musiklegenden und deren verborgene Schätze? Ich freue mich riesig über einen kleinen virtuellen Kaffee auf Ko-fi! Vielen Dank für euren Support!

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

13. Oktober 2026

🍂 Spätzünder mit Charme: Aus dem Nachtleben direkt in den Dienstag-Starter!

 

Hallo ihr Lieben! 

Wer meinen Freitagsfokus aufmerksam gelesen hat, wusste schon: Es könnte am Montag spät werden. Dass es dann allerdings so spät – oder besser gesagt früh am Dienstagmorgen – wurde, war so nicht geplant, aber einfach nur wundervoll! 🌙✨

Ich war gestern Abend bei der Lesung von Michael Rauhut in Chemnitz. Nach einer absolut großartigen Veranstaltung sind wir danach spontan noch zusammen etwas trinken gegangen und haben uns verquatscht – gegen 1 Uhr nachts war ich erst wieder zu Hause! Trotz der kurzen Nacht war mein heutiger Uni-Tag richtig klasse. Die Vorlesungen waren spannend und ich bin gerade einfach wahnsinnig motiviert und voller Energie.

Und das Beste: Der Lesungszauber geht direkt weiter! Morgen Abend (Mittwoch, 14.10.) steht das große Heimspiel im Kulturpalast Dresden an, auf das ich mich schon riesig freue! Mehr dazu verrate ich an dieser Stelle aber noch nicht... 😉

Wer noch einmal in meine große Shopping- und Ausrüstungsrunde der letzten Woche reinlesen möchte, findet den letzten Montagsstarter genau hier.

Besser spät als nie machen wir es uns jetzt gemütlich: Ein riesiges Dankeschön geht wie immer an die liebe Anni, die diese schöne Aktion auf ihrem Blog Link zu Annis Blog hostet!

Hier ist der Lückentext für diese Woche (perfekt passend zur goldenen Herbststimmung):

❶ Manchmal kann es helfen, zu sich selber ehrlich zu sein und dann auch auf sich selber zu achten. 

❷ Selbst Fürsorge verpassen wir so oft, daher würde ich sagen, dass das wichtig ist, mal daran zu denken. 

❸ An wunderschöner Poesie kann ich mich sehr erfreuen. 

❹ Im Moment muss ich sagen, ich habe echt schon die Heizung an. Es ist einfach schon frisch geworden. 

❺ Tee und gute Musik hilft gegen den ersten Herbstblues. 

❻ Laub sieht man auch im Moment überall, was schön ist. Ich mag die Laubfärbung total. 

❼ Im Kalender steht diese Woche an sich nicht so viel, weil es meine erste Uniwoche ist und ich habe diese Woche noch meinen Buchclub geplant. Außerdem freue ich mich unheimlich auf den Abend morgen im Kulturpalast.

Und wie sieht es bei euch aus?

Worüber könnt ihr euch an goldenen Oktobertagen so richtig freuen? Und was hilft bei euch am besten gegen trübe Tage oder Schlafmangel – Kaffee, Vorfreude oder frische Herbstluft? Schnappt euch die Vorlage und verratet es mir unglaublich gerne direkt in den Kommentaren! 🍂☕️👇

Ein kleiner Kaffeeklatsch? ☕️

Lange Nacht nach der Lesung, voller Uni-Tag und morgen schon das Heimspiel im Kulti... Mein Koffein-Pegel läuft gerade heiß! Wenn du mir einen virtuellen "Wachmacher-Kaffee" spendieren oder meine Blog-Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über deinen Besuch auf mein Ko-fi Link. Danke für euren wunderbaren Support!

Credits & Kultur:

  • Aktion: Der Montagsstarter wird veranstaltet von der lieben Anni. Meinen Backlink zu ihrem Blog findet ihr hier: Link zu Annis Blog.

  • Lesung & Kulturtipp: Mehr Infos zu den Veranstaltungen mit Michael Rauhut auf MissRose's Bücherwelt.

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

10. Oktober 2026

📽️ Rezension: Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (The Widower)


Wenn True Crime zur Geduldsprobe wird: Ein haarsträubender Fall im dramaturgischen Leerlauf

🎬 Filminfos auf einen Blick

  • Titel: Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (Original: The Widower)

  • Gesehen bei: Netflix (Streaming-Release: 30. September 2026)

  • Regie: Chris Smith

  • Format: True-Crime-Dokumentarfilm / Doku-Reihe

  • Mitwirkende: Dan Slepian (Investigativjournalist, NBC News / Dateline), Thomas Randolph, Ermittler, Zeugen und Hinterbliebene

  • Themen: Serientötung, Heiratsschwindel, Manipulation, Justizversagen, Narzissmus


🕸️ Die Ausgangslage: Drei Jahrzehnte, mehrere tote Ehefrauen und ein Netz aus Lügen

Auf dem Papier bietet der Fall von Thomas Randolph all das, was das True-Crime-Genre üblicherweise zu einem nervenzerreißenden Psychoduell macht: Ein Mann, der über fast dreißig Jahre hinweg sechs Ehen eingeht, wobei vier seiner Ehefrauen unter höchst mysteriösen Umständen sterben oder getötet werden. Dazu kommen undurchsichtige Lebensversicherungen, angebliche Raubüberfälle und ein psychologisches Manipulationsgeschick, das Ermittler über Jahrzehnte hinweg an den Rand der Verzweiflung trieb.

Mit Regisseur Chris Smith (Tiger King) und dem langjährigen NBC-Journalisten Dan Slepian saßen eigentlich Profis am Ruder, um diesen gigantischen Sumpf aus Betrug und Kriminalität filmisch aufzudröseln. Doch was eine fesselnde Rekonstruktion hätte werden können, entpuppt sich vor dem Bildschirm leider als zähes, erstaunlich monotones Unterfangen.


⏳ Dramaturgischer Leerlauf statt packender Chronologie

Das größte Problem der Dokumentation ist ihr vollkommenes Desinteresse an einer funktionierenden Dramaturgie. True Crime lebt davon, Puzzleteile zusammenzusetzen, den Zuschauer in den Ermittlungsprozess hineinzuziehen und das Ausmaß der Taten greifbar zu machen. Hier hingegen herrscht über weite Strecken schlichtweg Langeweile:

  • Fehlende Kausalketten: Dem Film gelingt es nicht, die chronologische Kette der Ereignisse sauber und nachvollziehbar herauszuarbeiten. Die Erzählung springt und verliert sich in Details, ohne den roten Faden fest in der Hand zu behalten.

  • Mangelnder Recherche-Tiefgang: Wer sich im Nachgang nur eine halbe Stunde selbst mit den Hintergründen des Falls Randolph beschäftigt, stellt fest, wie viel Potenzial hier schlicht liegen gelassen wurde. Die Doku kratzt trotz der Fülle an Stoff oft nur an der Oberfläche.

  • Gefallenes Pacing: Die einzelnen Segmente ziehen sich quälend in die Länge, ohne dass sich daraus eine emotionale oder intellektuelle Fallhöhe aufbaut. Die Macher vertrauen offenbar darauf, dass die bizarre Natur der Vorwürfe allein schon reicht – das tut sie aber nicht.


🎙️ Das Dilemma der Täterbühne: Wenn Narzissmus unkommentiert bleibt

Positiv hervorzuheben ist, dass die Dokumentation echten Zeugen, Ermittlern und vor allem den Angehörigen der Opfer Raum gibt. Ihre Aussagen und ihr Schmerz sind die wenigen Momente, in denen das Format eine echte, berührende Erdung erfährt.

Umso fragwürdiger ist jedoch der Umgang mit Thomas Randolph selbst, der heute im Alter von 71 Jahren im Lovelock Correctional Center in Nevada einsitzt und weiterhin stoisch seine Unschuld beteuert. Natürlich gehört die Konfrontation mit dem Täter zum journalistischen Handwerk – doch der Film verfällt in den Fehler, Randolphs narzisstischer Selbstdarstellung viel zu viel unkommentierten Raum zu geben. Ihm wird eine Bühne geboten, die die Dokumentation erzählerisch kaum zu brechen weiß. Die Interviews mit ihm sind zwar ein Einblick in seine Psyche, aber die redaktionelle Zusammenstellung fängt den Zuschauer nicht ein, sondern ermüdet ihn.


🌹 Fazit: Ein vertaner Fall mit verschenkten Möglichkeiten

Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet zeigt eindrücklich, dass ein spektakulärer realer Kriminalfall noch lange keine gute Dokumentation garantiert. Trotz starker Zeugenaussagen leidet der Film unter einer eklatanten Dramaturgieschwäche, fehlendem Recherche-Mut und einem Erzähltempo, das schlicht ermüdet. Hier wäre so viel mehr drin gewesen.

Bewertung: 1,5 von 5 Rosen 🌹🌿🌿🌿🌿


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🛒 Empfehlungen & Mediathek zum Fall

  • Die Dokumentation im Stream:

    🎬 Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (The Widower) – Verfügbar auf Netflix

  • Weiterführende Recherche:

    📰 NBC News / Dateline: Berichterstattung und Archivmaterial von Dan Slepian zum Fall Thomas Randolph (The Black Widower).

  • Quellenverzeichnis: Klick zum Quellenverzeichnis 

9. Oktober 2026

Freitags-Fokus: Pickepackevoller Semesterplan, Rauhut-Lesungen & der Saisonabschluss in Köpenick

 

Hallöchen ihr Lieben!

Heute gibt es den Freitags-Fokus wieder zu ganz zivilisierter Tageszeit – keine Mitternachtsaktion wie letzte Woche! Schnappt euch bei diesem typischen Herbstwetter am besten eine dampfende Tasse Tee und macht es euch richtig gemütlich, denn ich habe euch jede Menge Neuigkeiten mitgebracht. Bei mir überschlagen sich die Ereignisse fast und der Terminkalender platzt aus allen Nähten!

Fokus: Uni-Fahrplan steht & warum ich den vollen Stundenplan brauche 🎓📚

Die wichtigste Erleichterung vorweg: An der Uni hat alles wie am Schnürchen geklappt! Ich habe meinen festen Platz im DDR-Seminar und auch die Plätze für beide Übungen sind sicher eingetütet.

Wenn ihr meine letzten Beiträge verfolgt habt, wisst ihr: Mein Semesterplan ist absolut pickepackevoll. Von Montag bis Freitag habe ich wirklich jeden Tag mindestens eine Veranstaltung auf dem Zettel. Nächste Woche geht es offiziell los – zwar zunächst noch ohne die Tutorien und den Sprachkurs, aber die Vorlesungen und das Seminar starten direkt durch.

Warum ich mir diesen straffen Rhythmus freiwillig gebe? Ganz einfach: Ich werde im kommenden Sommersemester jeden Puffer brauchen, den ich mir jetzt erarbeiten kann! Was genau da im Hintergrund schon an großen Plänen brodelt, erfahrt ihr natürlich sofort, sobald alles spruchreif ist. 😉

Winter Arc & Basics-Shopping ❄️🛍️

Auch mein Winter Arc läuft fantastisch: Stand heute habe ich für den Oktober schon 38 von 60 Punkten auf meinem Punktekonto gesammelt – die Routinen greifen also richtig gut!

Meinen kleinen Shopping-Montag hatte ich euch ja schon im Montagsstarter verlinkt: Nein, bei mir ist kein plötzlicher Reichtum ausgebrochen, aber manchmal braucht man einfach ein paar fundamentale Basics für den Herbst und Winter. Das heiß diskutierte 41-Euro-Buch für Italienisch ist inzwischen bestellt und wartet nur noch darauf, von mir abgeholt zu werden. Es läuft!

Großes Highlight: Lesungs-Support für Michael Rauhut & Berlin-Pendelei 📖🚆

Ein echtes Herzensprojekt steht kommende Woche an: Ich darf Michael Rauhut bei seinen Buchlesungen begleiten und unterstützen!

  • Montag (12.10.): In Chemnitz

  • Mittwoch (14.10.): In Dresden

Alle genauen Infos, Uhrzeiten und Orte habe ich für euch ausführlich auf meinem Buchblog aufbereitet (schaut unbedingt unten in die Links!). Kleiner Vorwarnung für euch: Weil der Montag durch die Uni und die Lesung in Chemnitz extrem vollgepackt ist, wird der Montagsstarter voraussichtlich erst spät in der Nacht online gehen.

Dazu kommt meine kleine Berlin-Pendelei: Am Dienstag war ich beim Stammtisch in Berlin, bin Mittwoch zurückgefahren – und auch dort laufen hinter den Kulissen richtig spannende Ideen an, die ich nach und nach mit euch teilen darf. Und am Sonntag geht es direkt noch einmal nach Berlin: Zum großen Saisonabschluss in den Kunsthof Köpenick!

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gelesen: „Meertotfrau“ von Christoph Kastenbauer (Rezensionsexemplar). Das Buch war meine Lektüre im Zug nach Berlin. Ich bin ganz ehrlich: Ich weiß bei diesem Buch noch nicht so recht, ob ich es wirklich gut finden soll oder nicht. Das braucht noch etwas Nachhall.

  • Gesehen: Gestern Abend lief bei mir „Der Witwer“ auf Netflix. Nun ja… war für mich jetzt nicht unbedingt der ganz große Knaller, aber die genauen Kritikpunkte liefere ich euch demnächst in einer separaten Review nach.

  • Gehört: Ihr wisst es: Ich lebe Musik einfach mit jeder Faser meines Herzens. Zurzeit gibt es einen Song, der mir in all dem Trubel und bei vollen Tagen hilft, komplett abzuschalten und durchzuatmen: 


Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr alle Anlaufstellen, Termine und Buchempfehlungen der Woche:

Kultur, Termine & Buchblog:

Bücher & Medien (Ref):

  • Buch-Tipp: Christoph Kastenbauers „Meertotfrau“ könnt ihr euch bei buecher.de* ansehen oder bei Amazon* bestellen.

  • Michael Rauhut: Seine Standardwerke und musikhistorischen Bücher über Ostrock und Subkultur findet ihr bei Amazon* oder gebraucht zum Schmökern bei Medimops* und Rebuy*.

Unterstütze mich:

  • Herbst-Tee & Reise-Kaffee: Pendelei zwischen Dresden, Berlin und Chemnitz, Vorlesungsstart und Lesungs-Support – mein Koffein- und Teebedarf ist nächste Woche enorm! Wenn ihr mir ein Heißgetränk spendieren möchtet, freue ich mich riesig über euren Support: Support me on Ko-fi! ☕

Habt ihr euch für den Herbst auch schon mit wärmendem Tee und gemütlichen Lesestunden eingedeckt? Und seid ihr kommende Woche vielleicht bei einer der Rauhut-Lesungen in Chemnitz oder Dresden dabei?

Eure Katja