Es gibt Momente, die sind wie ein kostbares Geschenk verpackt. Einer dieser Momente war der 20. Oktober 2015. Ich weiß noch genau, wie meine Oma mich überraschte: Sie hatte Karten für das Boulevardtheater Dresden besorgt. Sie wusste, wie sehr ich diesen Mann bewunderte, und wollte mir den Wunsch, ihn einmal live zu erleben, unbedingt erfüllen.
Dort saßen wir also gemeinsam – zwei Generationen, vereint in der Ehrfurcht vor einer der letzten ganz großen Legenden: Mario Adorf.
Ich hatte damals zwei seiner Bücher dabei, in der Hoffnung auf eine Signatur. Eine offizielle Signierstunde gab es nicht, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Wir sprachen einfach eine Managerin vor Ort an. Und tatsächlich – das kleine Wunder geschah.
Heute stehen diese zwei signierten Bücher in meinem Regal. Und auch wenn ich sie in der emotionalen Hektik des heutigen Tages nicht auf den ersten Blick zwischen all meinen Schätzen gefunden habe: Ich weiß, dass sie da sind. Sie sind die physische Erinnerung an diesen Abend.
Was bleibt: Das Erbe und die Dankbarkeit
Dass Mario Adorf nun mit 95 Jahren von uns gegangen ist, schließt einen Kreis. Wenn ich heute an diesen Abend zurückdenke, sehe ich nicht nur den großen Schauspieler auf der Bühne. Ich sehe meine Oma neben mir, deren Geschenk mir diesen Einblick erst ermöglicht hat.
Dresden hat heute ein Stück Glanz verloren, aber die Erinnerung an diesen Abend im Boulevardtheater wird mich immer begleiten. Ruhe in Frieden, Mario Adorf. Danke für dein Lebenswerk und danke für diesen unvergesslichen Moment, den ich für immer mit meiner Oma verbinden werde. 🕯️🌹




