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16. Februar 2023

[Serienrezension] German Crime Story: Gefesselt

Bildquelle: Amazon Prime Video

Beschreibung: 
Nach einer wahren Begebenheit: In einem der spektakulärsten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte, bekannt geworden als der Säurefassmörder, ermittelt die junge Polizistin Nela gegen den unauffälligen Lebemann, Raik Doormann. In einem packenden Katz-und-Maus-Spiel muss die Kommissarin nicht nur den skrupellosen Killer überführen, sondern auch die Widerstände ihrer männlichen Kollegen bekämpfen.

Details:
Regie: Florian Schwarz
Produzenten: Dietmar Güntsche, Nadine Grünsteidel, Ulrike Schölles
Jahr der Staffel: 2023
Sender: Neue Bioskop Television
Drehbuch: Michael Proehl (Headwriter), Dirk Morgenstern (Headwriter), 
Max Eipp, Dinah Marte Golch, Mark Monheim
Episoden: 6 in 1 Staffel
Länge: 39-51 Minuten
Musik: Florian Van Volxem, Sven Rossenbach
Format: Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Ab 16 Jahren empfohlen

Trailer:

Eigene Meinung: 
Gefesselt erzählt in 6 Episoden die Geschichte rund um den sogenannten Säurefassmörder von Hamburg, ein Fall, der zu Beginn der 90er Jahre die Bundesrepublik erschütterte. In der Serie hat man aber die Namen und die Handlungsorte leicht verändert, aber die Handlungsstränge lassen die Paralleln sehr leicht herstellen. 
Da war ein freundlicher Nachbar und Kollege Raik Doormann, der unauffällig lebt und einige verschwundene Frauen, eine Entführung und keiner bemerkte etwas, bis auf Nela, die aber in der Polizei als Frau kein hohes Ansehen geniesst und sich um ihre Stellung sorgen muss. 
Raik Doormann besitzt ein Reihenhaus und darunter einen Bunker, der sogar vom damaligen Bürgermeister eingeweiht wurden ist, der aber mehr als nur als Schutzbunker fungiert. Eigentlich sollte der Keller für das Trocknen der Pelze dienen, weil Doormann von seiner Mutter ein Pelzgeschäft übernommen hat, aber der andere Zweck kommt Doormanns Vorlieben sehr zu passe. 
Doormann wird erst wegen einer Entführung festgesetzt, die er aber sehr gut entkräften kann, aber durch den Prozess setzen sich andere Mechanismen in Gange, die schliesslich viel mehr als Licht bringen als eine Entführung... 
Die Ausstattung der Serie ist sehr gut gelungen, man merkt richtig die Wellen der 80er Jahre und auch die Regie von Florian Schwarz (sonst eher bekannt für den Tatort) lässt den Zuschauer tief in die zwischenmenschlichen Abgründe schauen, die in den Folgen wirklich gut dargestellt werden. 
Man sollte aber die Serie aufmerksam verfolgen, um nicht nur die Lügen von Raik Doormann zu erkennen, aber auch um die verschiedenen Realitäten der Serie unterscheiden zu können. 
Was besonders auffällt, die Serie glänzt sehr durch die sehr gute Kameraführung, einen gut besetzten Cast und eine richtig guten Soundtrack, aber auch die gesamte kleinen Details der Serie passt sehr gut in die Zeit.

Die Serie ist seit 13. Januar 2023 exklusiv im Abo von Amazon Prime Video verfügbar. 

Fazit: 
Ein populärer True Crime Fall wird in leicht veränderter Form und mit veränderten Orten und Namen als Grundlage für die Serie, die einen viel über die Mechanismen innerhalb der Polizei und der Justiz zu Beginn der 90er Jahre erzählt, aber auch über einen Mörder, der glaubte, er könnte sein Treiben einfach so weiterführen. 
Die Serie kommt ohne Blutvergiessen aus, aber zeigt sehr heftige Szenen, die einen noch viel mehr triggern als würde da Blut fliessen, daher ist FSK 16 unbedingt einzuhalten. 
Eine richtig gute deutsche Produktion, die viel Wert auf Details und ein stimmiges Gesamtbild legt, unbedingt an alle Krimi / Thiller und True Crime Fans zu empfehlen. 

Dafür gibt es 5 Rosen: 

24. Oktober 2016

[Serieneindruck] Shades of Blue ~ der erste Eindruck

Bildquelle: ~*~ Klick ~*~
Hallo ihr Lieben,
ich wurde gebeten, eine kleinen Serieneindruck zu "Shades of Blue" zu verfassen, die Serie lief am letzten Dienstag zum ersten Mal im Fernsehen bei RTL und soll wohl in den USA sehr erfolgreich sein. 

Handlung:
Die alleinerziehende New Yorker Polizistin Harlee Santos hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Für sie und ihre Tochter Christine ist das Polizeiteam wie eine Ersatzfamilie. Allerdings sind die von Lt. Bill Wozniak geführten Cops massiv in kriminelle Machenschaften verstrickt. Als ihnen die Korruptionsabteilung des FBI auf die Schliche kommt und Harlee für eine Spitzeltätigkeit Straffreiheit verspricht, muss sie sich zwischen einem besseren Leben für ihre Tochter und ihrer Loyalität gegenüber den anderen korrupten Kollegen entscheiden.

Besetzung:
Jennifer Lopez: Det. Harlee Santos
Ray Liotta: Lt. Bill Wozniak
Drea de Matteo: Det. Tess Nazario
Warren Kole: FBI Agent Robert Stahl
Dayo Okeniyi: Michael Loman
Hampton Fluker: Det. Marcus Tufo
Vincent Laresca: Det. Tony Espada
Sarah Jeffery: Christine Santos

Eindruck:
Im Vorfeld der Serie hat RTL ja recht viel Werbung für den Start der erfolgreichen Krimiserie aus den USA gemacht, der Cast ist auch wirklich gut besetzt, die Mischung stimmt einfach. 
Gesehen habe ich bisher aus Staffel 1 die ersten beiden Episoden mit den Titeln "Det. Santos und die Gefahr der Gerechtigkeit" und "Alles mündet in Sünde".
Leider hapert es in meinen Augen etwas an dem Spirit der Serie, für mich kam der Start eher verwirrend und nicht sehr strukturiert daher. Das Einfinden in die Struktur des New Yorker Polizeidepartments ist undurchsichtig, auch die Rolle, die das Team rund um Harlee Santos (J.Lo) spielt, wurde erst nach einiger Zeit klar. 
Die Handlung im Hintergrund der Serie war auch recht schnell klar, auch die Probleme, die Harlee hat und die durch die Korruption, die in ihrem Team herrscht, noch verstärkt werden, fallen recht schnell auf, trotzdem kommt das alles recht start und eingefahren daher, es scheint so, als würde es da schon eine Vorgeschichte geben, die man aber als Zuschauer nicht kennt und die auch nicht wirklich in den Rückblenden klar wird. 
Vieles wird auch erstmal offen im Raum stehen gelassen, diese Art kennt man auch von anderen amerikansichen Serien, aber hier hängt einfach vieles mit einem Fragezeichen und ich bin mir nicht sicher, ob man so viele Fragen im Raum lassen sollte, weil sonst geht für den Zuschauer der Effekt etwas weg. 
Auch ist es etwas komisch, dass die Fälle, die in der Episode behandelt werden, etwas nach hinten über fallen, dafür aber die Handlung unter den Charakteren im Vordergrund steht.

Weiterschauen?:
Da bin ich geteilter Meinung, auf einer einen Seite gefallen mir die Charaktere recht gut, auf der anderen Seite zieht sich so ein bisschen die Handlung. Vielleicht sind die Probleme einfach zu amerikanisch oder die Machart einfach nicht so massentauglich, ich fühle mich aber als Zuschauer auch nicht richtig in die Serie mitgenommen. 

Alles Liebe,
Katja