29. März 2026

Vom Sprung ins Unbekannte zur digitalen Chronistin: Meine Reise mit Silly 🎸✨

Manchmal ist Archivarbeit mehr als nur das Sortieren von Quellen – es ist das Erzählen einer Geschichte, die man ein Stück weit selbst mitgeschrieben hat. Heute, beim Produzenten-Blick auf den zweiten Teil meiner „Silly-Serie“ (1990–1996) für Kopfkirmes, wurde mir klar, wie tief diese Wurzeln reichen.

Der Sprung ins Unbekannte: Riesa 2005 

Alles begann mit einer bewussten Entscheidung für das Unbekannte. Ich kannte Silly vor diesem Abend in der Erdgasarena kaum. Mein eigentlicher Magnet war Katy Karrenbauer – als Riesen-Fan ihrer Rolle in Hinter Gittern  und von ihr selbst (und das bis heute!) musste ich sie live sehen. Dass sie damals als Gastvocalist bei Silly dabei war, war mein Türöffner.

Ich stand in der ersten Reihe – vielleicht 200 Leute waren da – direkt vor Uwe Hassbecker. Ich wusste nicht, was mich erwartet, und wurde von dieser musikalischen Wucht völlig überrollt. Es war eine Zeit des Umbruchs für die Band, kurz nach dem Tod von Herbert Junck, und diese Intensität hat mich tief beeinflusst, ohne dass ich es in diesem Moment schon ahnen konnte.

Ein Leben voller Anknüpfungspunkte 

Über die Jahre tauchte Silly immer wieder als roter Faden in meinem Leben auf. 2009 bin ich ihnen fast schon „hinterhergetourt“ und habe kaum ein Konzert ausgelassen – das war noch vor dem großen Hype um Alles Rot. Sogar in meinem ersten Studium 2014 ließ mich das Thema nicht los: Ich schrieb meine Arbeit über die Rockerresolution in der DDR, ein Schlüsselmoment der Bandgeschichte.

Mein Archiv ist heute auch das Ergebnis einer fast lückenlosen Recherche: Bis auf das ganz neue Buch von Thomas Fritzsching („Silly – Die geklaute Band“) habe ich so ziemlich jede Literatur von und über Silly gelesen.

„Du kamst von Silly...“ 

Obwohl ich heute in vielen Genres unterwegs bin, bleibt Silly ein entscheidendes Fundament. Vor etwa drei Jahren sagte Dirk Zöllner im Interview für meinen Podcast: „Du kamst von Silly, aber warst dann plötzlich überall in der Szene unterwegs.“ Er hatte recht. Silly war der Anfang einer Reise, die mich durch die gesamte Musiklandschaft geführt hat.

Dass die Band heute meine Produktions-Einblicke in ihrer offiziellen Instagram-Story geteilt hat (ein riesiges Danke an Uwe für die Arbeit hinter den Kulissen! 🙏), schließt einen Kreis. Es zeigt mir: Wenn man Content mit echter Leidenschaft und tiefem Wissen füllt, kommt er dort an, wo er hingehört.


Mehr erfahren & Unterstützen 🏛️✨

Wenn ihr tiefer in die Welt von Silly eintauchen wollt, findet ihr hier die offiziellen Anlaufstellen:

Meine Literaturempfehlungen (Ref-Links): Ich habe über die Jahre fast alles zur Band gelesen. Wenn ihr euch auch ein Bild machen wollt, schaut mal hier rein (über diese Links unterstützt ihr meine Archivarbeit ohne Mehrkosten für euch):

Unterstütze das Archiv: Die Recherche und Aufarbeitung dieser Musikgeschichte kostet viel Zeit und Herzblut. Wenn dir mein Content auf Kopfkirmes oder hier im Blog gefällt, freue ich mich riesig über einen virtuelle Rose! 🌹

24. März 2026

[Konzertreview] Wenzel live: Zwischen Brecht, Böll und der „Kommunistischen Internationale“

 Bevor die Konzertwoche mit KimKoi so richtig Fahrt aufnahm, gab es am 02. März 2026 bereits eine ganz besondere Premiere für mich: Mein allererstes Konzert von Wenzel. Ich wusste vorher nicht genau, was mich erwartet, aber eines wurde schnell klar: Das hier ist kein gewöhnlicher Auftritt, sondern eine literarisch-musikalische Reise, die man erst einmal verdauen muss.

Wenzel ist ein Geschichtenerzähler durch und durch. Er zitiert Böll, er zitiert Brecht und er erzählt viel – verdammt viel. Wer hier nur mitsingen will, ist falsch; hier muss man zuhören und sich einlassen. Die Texte sind absolut zum Mitdenken und fordern den Geist heraus. Es ist diese ganz spezielle Mischung zwischen Träumen und harter Realität, die den Abend bestimmt hat.

Ein Satz des Abends blieb mir besonders im Gedächtnis und sorgte für ordentlich Schmunzeln im Saal: „KI war früher mal die Kommunistische Internationale.“ Typisch Wenzel – scharfzüngig, politisch und mit diesem ganz eigenen Humor, der den Zeitgeist auf die Schippe nimmt.


Was die musikalische Seite angeht, gibt es keine zwei Meinungen: Das ist handgemachte Musik in ihrer reinsten Form. Ohne Netz und doppelten Boden, einfach echtes Handwerk an den Instrumenten, das die tiefgründigen Texte perfekt rahmt.


Mein persönliches Fazit: Ich bin ehrlich: Ich bin nach diesem Abend am 2. März immer noch unentschlossen. Es war ein faszinierendes Erlebnis, eine intellektuelle Dusche und musikalisch top. Aber ob ich zum „Wiederholungstäter“ werde oder ob es bei diesem einmaligen, besonderen Eindruck bleibt, kann ich heute noch nicht sagen. Wenzel muss man sacken lassen. Es war ein Abend, der nachwirkt – im Kopf und im Herzen.

23. März 2026

Von den Messehallen direkt in den Unistress: Mein Ausblick auf das Sommersemester

Kaum haben sich die Türen der Leipziger Buchmesse 2026 hinter mir geschlossen, hänge ich auch schon wieder halb im Unistress. Das bunte Gewusel auf der Messe ist erst seit wenigen Stunden um, und während meine Füße noch die Kilometer in den Hallen spüren, sitze ich schon wieder am Plan für das Sommersemester.

Der Uni-Spagat:

Ganz so einfach ist das Planen allerdings noch nicht: Es ist dieses typische Semesteranfangs-Gefühl. Während die Vorlesungen für Geschichte schon zum Teil online sind, lassen die Kurse für die Medienforschung noch auf sich warten. Da heißt es also: Geduld haben, das Portal im Auge behalten und die Lücken im Stundenplan sinnvoll füllen.

Ein echtes Highlight steht aber schon fest: Ich freue mich riesig auf die AQUA-Vorlesung ‚Einführung in das Urheber- und Medienrecht für Nichtjuristen‘. ⚖️📜 Wer meine Arbeit bei den Blogs oder auf YouTube verfolgt, weiß, dass mir Fragen zu Bildrechten und sauberer Dokumentation ständig begegnen. Hier endlich mal eine solide juristische Basis zu bekommen, ist Gold wert.

Der Ausblick (Messeblues):

Trotz des Unistresses merke ich, wie der richtige Messeblues wohl erst in den nächsten Tagen eintrudeln wird, wenn die Adrenalinschübe der letzten Tage nachlassen. Ich habe so viel erlebt und noch so viel Material auf dem S24, das gesichtet werden will.

Sobald ich den Kopf wieder richtig frei habe, werde ich euch viel ausführlicher von meinen beiden Messetagen erzählen – von den Begegnungen, den Entdeckungen und natürlich den Neuzugängen, die jetzt mein Regal bereichern. Bleibt dran, es kommt noch einiges! ✨

21. März 2026

[Kolumne] Das Rätsel Banksy – Warum wir das „Nicht-Wissen“ wieder lernen müssen

Vorab ein wichtiger Hinweis: In diesem Text werdet ihr keinen Namen lesen. Weder den aktuell vermuteten noch irgendeinen anderen. Denn für mich ist das die unwichtigste Information der gesamten Kunstwelt.

In den letzten Tagen peitschen die Schlagzeilen wieder durch den digitalen Blätterwald: Banksy soll „entdeckt“ worden sein. Die Identität sei nun gelüftet, die Akte geschlossen. Überall liest man diesen einen Namen, den ich hier ganz bewusst ignoriere.

Können wir es als Gesellschaft eigentlich nicht mehr aushalten, dass wir etwas einfach NICHT wissen?

Es scheint eine moderne Krankheit zu sein, dass jedes Mysterium sofort seziert und entzaubert werden muss. Wir leben in einer Zeit der totalen Transparenz, in der jeder Pixel unseres Lebens dokumentiert wird. Doch gerade bei Banksy ist die Anonymität das wertvollste Archivgut, das wir haben. Als „unbekannter Künstler“ ist er für mich um Längen spannender als jeder Name in einem Reisepass es je sein könnte.

Mich erinnert dieser Drang zur Entlarvung an den schwarzen, maskierten Magier, der vor Jahren die großen Zaubertricks der Welt im Fernsehen aufdeckte. Das Medienecho war gigantisch, die Einschaltquoten hoch – aber am Ende blieb ein schaler Beigeschmack. Wenn man weiß, wie die zersägte Jungfrau funktioniert, ist das Staunen weg. Die Magie stirbt durch das Wissen.

Ich mag seine Kunst einfach. Sie ist eine ganz besondere Art der Kritik: scharfkantig, direkt und trotzdem nicht ganz greifbar. Genau das fasziniert mich so sehr. Überall auf der Welt kann plötzlich über Nacht ein „Banksy“ auftauchen. Das Faszinierende dabei ist: Die Kunstwelt weiß sofort, ohne jede Signatur oder Presseerklärung: Das ist ein Banksy! Damit steht die Kritik sofort im Raum, unübersehbar und kraftvoll – ganz ohne dass wir ein Gesicht dazu brauchen.

Banksy ist kein Mensch aus Fleisch und Blut, wenn wir über seine Werke sprechen – er ist eine Idee, ein Spiegel unserer Zeit. Sobald wir ein bürgerliches Gesicht dazu haben, schrumpft die Wucht seiner Street-Art auf die Größe eines normalen Personalausweises.

Ich erinnere mich an meinen Besuch in einer seiner Ausstellungen (hier seht ihr ein paar meiner persönlichen Eindrücke). Die Werke brauchen keinen Lebenslauf des Künstlers. Sie brauchen den Moment, die Straße und den Mut zur Anonymität. Lassen wir ihm sein Geheimnis. Denn genau dieses Geheimnis zwingt uns dazu, auf das Bild zu schauen – und nicht auf denjenigen, der die Sprühdose hält.

Was meint ihr: Ist das Wissen um die Person wirklich ein Gewinn, oder berauben wir uns damit selbst der letzten großen Rätsel unserer Zeit?


🌹 Coming Soon im Blog: Wer wie ich die Faszination für Identitäten und dunkle Geheimnisse teilt, darf sich freuen: Demnächst tauchen wir hier tief in das Archiv von Raymond Reddington ein – meine „The Blacklist“-Rezensionsreihe startet bald!


📚 Quellen- & Bildnachweis:

  • Fotografien: Alle gezeigten Aufnahmen stammen aus meinem privaten Archiv.

  • Aufnahmeort: Ausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“, Zeitenströmung Dresden.

  • Aufnahmedatum: 30. Oktober 2021.

  • Hintergrund-Inspiration: Reflexion über die aktuelle Berichterstattung zur Identität des Künstlers (März 2026).

  • Historischer Vergleich: Medienecho zur Entlarvung des „Maskierten Magiers“ (Val Valentino, „Breaking the Magician's Code“, Erstausstrahlung 1997/98).


Dir gefällt dieser Einblick in mein Archiv? 🌹

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20. März 2026

Zwischen Messehallen und Konzertbühne – Mein Leipzig-Echo (Teil 1)

 Kennt ihr das Gefühl, wenn der Kopf noch durch die unendlichen Gänge der Messehallen wandert, während die Füße auf dem heimischen Sofa eine wohlverdiente Pause einlegen? Gestern war ich in Leipzig auf der Buchmesse – und was soll ich sagen: Mein Herz ist voll, mein Kopf eine einzige Kirmes und mein Körper schreit nach Tee. ☕📖

Aber haltet euch fest: Das ist erst ein Zwischenfazit. Da ich meine Kräfte einteilen muss, habe ich den heutigen Freitag bewusst zur „Messe-Pause“ erklärt. Auch den Samstag werde ich meiden – so sehr ich die Bücher liebe, der Trubel am besucherstärksten Tag ist mir einfach zu viel „Kopfkirmes“. Stattdessen stürze ich mich am Sonntag noch einmal mit frischer Energie ins Getümmel!

Gestern war für mich kein Tag der schnellen Selfies. Es war ein Tag der tiefen Gespräche und der echten Anerkennung. Besonders schön war das Wiedersehen mit den tollen Menschen aus dem Schöne-Bücher-Netzwerk. Es ist so inspirierend, Teil dieser Gemeinschaft von Verlagen zu sein, die Literatur mit so viel Herzblut kuratieren.

Ein Moment wird mir besonders im Gedächtnis bleiben: Als mich eine Verlegerin direkt auf meine erste große Kolumne über Christa Wolf ansprach. Dieses unmittelbare, wertschätzende Feedback von Fachleuten zu meiner Arbeit in den Blogs zeigt mir: Der Weg ist richtig. Auch ein riesiges Dankeschön an meinen lieben Uwe – schaut unbedingt mal auf seinem Blog vorbei, er ist einfach grossartig!

Warum ich heute die Beine hochlege? Weil heute Abend ein ganz persönliches Highlight wartet: Die Seilschaft spielt in der Börse Coswig! 🎸✨ Wer mich kennt, weiß, wie viel mir diese Musik bedeutet. Den Stress, heute erst nach Leipzig und dann noch nach Coswig zu hetzen, habe ich mir erspart. Ich lade heute meine Akkus bei großartiger Musik auf, damit ich am Sonntag wieder mit voller Konzentration in die Welt der Bücher abtauchen kann.

Manchmal muss man eben Prioritäten setzen: Heute Abend Musik, morgen Ruhe, Sonntag wieder Literatur.

Wann, wenn nicht jetzt? 🌹✨


Weiterführende Links & Inspiration zu diesem Beitrag:


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16. März 2026

„Take the Money and Run“ – Der schillernde Abgrund der Cryptoqueen

Was passiert, wenn brillante Intelligenz auf grenzenlose Gier trifft? Die neue sechsteilige True-Crime-Serie „Take the Money and Run“ in der ZDF Mediathek widmet sich einem der spektakulärsten und bis heute ungelösten Kriminalfälle der Finanzgeschichte: dem Aufstieg und mysteriösen Verschwinden von Dr. Ruja Ignatova.

In der Hauptrolle brilliert Nilam Farooq als die charismatische „Cryptoqueen“, die mit ihrer Schein-Währung OneCoin Milliarden scheffelte und ein globales Imperium aus Lügen errichtete. Die Serie schafft dabei ein beeindruckendes Kunststück: Trotz der notwendigen fiktionalen Ergänzungen in den Dialogen bleibt die Inszenierung verblüffend nah an den realen Details, die man aus einschlägigen Dokumentationen kennt. Von der treffsicheren Besetzung bis hin zu den akribisch gewählten Schauplätzen saugt die Produktion den Zuschauer direkt in die Welt des High-Stakes-Betrugs auf dem Finanzsektor.

Authentizität trifft auf menschliche Abgründe

Die Regiearbeit von Christiane Balthasar und Florian Schott setzt auf eine klare, chronologische Erzählweise, die den Zuschauer Schritt für Schritt tiefer in den Strudel des Milliardenbetrugs zieht. Besonders beeindruckend ist dabei der Fokus auf das Umfeld von Ruja Ignatova. Die Serie schafft es, die Menschen um sie herum nicht als bloße Statisten, sondern als wesentliche Zahnräder in diesem gigantischen System darzustellen. Man spürt förmlich den Sog, den die „Cryptoqueen“ auf ihre Vertrauten ausübte.

Was die Serie von typischen Dramatisierungen abhebt, ist der respektvolle Umgang mit der Faktenlage. Wer bereits Dokumentationen über OneCoin gesehen hat, wird staunen, wie akribisch reale Versatzstücke in die Handlung eingewebt wurden. Die fiktionalen Dialoge dienen nicht der Effekthascherei, sondern füllen die emotionalen Leerstellen, die eine rein dokumentarische Aufarbeitung oft hinterlassen muss.

Das Finale

Ein besonderes Highlight ist die finale sechste Folge. Anstatt ein künstliches Ende zu erzwingen, reflektiert die Serie den aktuellen Stand der Ermittlungen und zeigt die verschiedenen Möglichkeiten ihres Verschwindens auf. Es bleibt das unbehagliche Gefühl zurück, dass die wahre Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Mein Fazit

Eine absolute Empfehlung für True-Crime-Fans und Kenner des Falls gleichermaßen. Unterhaltsam, detailverliebt und hervorragend besetzt.

Meine Wertung: 🌹🌹🌹🌹 (4 von 5 Rosen)


Transparenz & Recherche: Eine detaillierte Auflistung der verwendeten Quellen, Bildnachweise (ZDF/Ideogram) und meine methodische Vorgehensweise zu dieser Rezension findest du in meinem Quellenarchiv.


Dir gefallen meine Rezensionen? Dann unterstütze mich bei meinem Hardware-Update und schenke mir eine virtuelle Rose auf Ko-fi. Jede Blüte hilft mir, weiterhin hochwertigen Content für euch zu erstellen! 🌹✨

11. März 2026

[Konzertreviews] KimKoi auf Liedermacher-Tour: Wenn Kunst auf Klang trifft – Ein Doppel-Rückblick

 Manchmal reicht ein Abend nicht aus, um die Magie einer Band vollständig zu erfassen. In der ersten Märzwoche hatte ich das Privileg, KimKoi gleich zweimal im Rahmen ihrer aktuellen Liedermacher-Tour zu erleben. Zwei Abende, zwei Städte, zwei Ateliers – und doch ein gemeinsamer Nenner: pure Intimität und Texte, die unter die Haut gehen.

Mittwoch: Dresden Neustadt – Die Enge als Umarmung

Der Auftakt fand am 4. März im Art Kollektiv in der Dresdner Neustadt statt. Wer die Neustadt kennt, weiß um ihren rauen, aber herzlichen Charme. Das Atelier dort ist klein, fast schon winzig für ein Konzert, was zu einer kuriosen, fast schon süßen Situation führte: Die "Bühne" war so schmal, dass Lars tatsächlich hinter einer Wand spielen musste.

Er tat mir fast ein bisschen leid, da man ihn dort hinten kaum sah, aber es unterstrich nur noch mehr den Charakter dieses Abends: Es war „intim“ im wahrsten Sinne des Wortes. Es gab keine Distanz, kein Verstecken (außer hinter der Wand) und keinen Schnickschnack. Die handgemachte Musik entfaltete in dieser fast wohnzimmerartigen Enge eine ganz eigene Kraft.

Ich finde dieses Bild ist besonders: 

Lars war auch mal zu sehen: 

Und natürlich musste wieder auf der Hocker hochgegangen werden:

Freitag: Meißen – Porzellan, Präzision und Poesie

Nur zwei Tage später, am 6. März, folgte der Kontrast im Porzellan Atelier von Andreas Ehret in Meißen. Wenn Dresden die „kuschelige Enge“ war, dann war Meißen die „ästhetische Weite“.

Inmitten von feinstem Porzellan und künstlerischer Handarbeit zu spielen, verlieh der Musik eine ganz andere Eleganz – und eine gewisse Spannung. Direkt im Hintergrund der Bühne thronte eine Vase im Wert von 1.700 €. Ich glaube, wir im Publikum haben alle gemeinsam gehofft und gebetet, dass sie den Abend heil überstehen würde. Diese Zerbrechlichkeit der Kunst passte aber wunderbar zur filigranen Art, wie KimKoi ihre Lieder arrangieren.


Lars durfte mal zu sehen sein: 

Es war sehr besonders und intensiv: 

Die Vase war im Übrigen die, die so teuer war: 

Zwei Abende, eine Seele

Was mich bei KimKoi immer wieder aufs Neue kriegt, ist ihre Leidenschaft für das Handgemachte. Auf dieser Tour steht das im Mittelpunkt: Kein Bombast, sondern pure Instrumente und vor allem die Texte. Die Zeilen von beiden Mitgliedern berühren mich jedes Mal tief; sie schaffen es, in diesen Kunsträumen eine Atmosphäre zu kreieren, die zum Nachdenken und Mitfühlen anregt.

Mein Fazit: Dresden war die emotionale, fast schon familiäre Nähe (mit Lars im "Off"), Meißen war der edle, ehrfürchtige Genuss zwischen kostbarem Porzellan. Beide Abende waren wunderschön und haben gezeigt, dass KimKoi in diesen intimen Settings ihre wahre Stärke ausspielen. Eine Tour, die zeigt, dass die besten Geschichten dort erzählt werden, wo man sich gegenseitig in die Augen (oder auf die Wand davor) schauen kann.


Schenke mir eine Rose für mein Hardware-Update! 🌹

Ich liebe es, diese besonderen Konzertmomente für euch in Wort und Bild festzuhalten – egal ob im verschwitzten Moshpit oder im stillen Porzellanatelier. Damit die Fotos und Berichte in Zukunft noch schärfer und besser werden, sammle ich aktuell für ein Hardware-Update.

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8. März 2026

[Ausstellung] Die Schlümpfe in der Karrasburg in Coswig

Sagt mal, wo kommt ihr denn her?

Heute ging in der Karrasburg Coswig eine Ära zu Ende. Zumindest die kleine, blaue Ära von Stephanie Steiner. Ich habe es gerade noch rechtzeitig geschafft, die Schlumpf-Ausstellung zu besuchen, bevor Papa Schlumpf und seine 100 Gefährten wieder in ihre Kisten wandern.

Obwohl die Ausstellung klein war, war sie unglaublich liebevoll gestaltet. Es ist erstaunlich, wie viel Blau in ein paar Vitrinen passt und wie sofort die Zeitreise im Kopf beginnt – direkt zurück in die 90er Jahre.

Kindheit in Blau (und auf CD) 

Als Kind der 90er kam man an den Schlümpfen einfach nicht vorbei. Beim Schlendern durch die Exponate kamen sofort die Erinnerungen hoch. Bei mir waren es vor allem die CDs, die in Dauerschleife liefen – diese herrlich schrillen Piepsestimmen haben meine gesamte Kindheit begleitet (sehr zum Leidwesen meiner Eltern, vermutlich).

Natürlich durften auch die Figuren aus den Überraschungseiern nicht fehlen. Ich weiß noch genau, wie groß der Stolz war, wenn die Sammlung wuchs. In der Karrasburg gab es Unmengen an Schleich-Schlümpfen zu bestaunen – ich war völlig erstaunt, wie viele verschiedene Varianten es davon eigentlich gibt. Sogar moderne Funko-Pops der blauen Kerlchen standen dort!

Lieblinge und ein unerfüllter Traum 

Meine Favoriten waren damals wie heute Schlumpfine und Papa Schlumpf. Ein kleiner Kindheitswunsch wurde beim Rundgang besonders präsent: Ich wollte früher immer unbedingt einen großen Plüsch-Schlumpf zum Kuscheln haben. Bekommen habe ich ihn nie.

In der Ausstellung gab es zwar unzählige Figuren und Raritäten zu bewundern, aber „mein“ großer Plüschschlumpf war leider nicht dabei. Vielleicht war das auch ganz gut so – so bleibt er in meiner Vorstellung genau das, was er in den 90ern war: der eine große Wunsch, der diese Zeit so magisch gemacht hat.

Mein Fazit 

Die Ausstellung in der Karrasburg war ein schöner, nostalgischer Lichtblick. Wer die Schau verpasst hat, findet auf der Webseite des Museums Infos zu kommenden Projekten. Und wer jetzt selbst wieder Lust auf die blauen Helden der 90er bekommen hat: Bei *Medimops** oder *Rebuy** findet man oft noch die alten Bücher, Original-Hörspiele und CDs von damals.

Bilder der Ausstellung: 

Die Ü-Eier-Figuren: 

Filmplakat: 

Die Schleich-Schlümpfe: 



Die Funkos der Schlümpfe: 

🌹

Ein kleiner Nachtrag zur blauen Nostalgie:

Falls euch dieser Ausflug in meine Kindheit gefallen hat, freue ich mich natürlich immer über einen Besuch auf meiner Ko-fi-Seite. Eine virtuelle Rose hilft mir dabei, die Zeit für weitere Recherchen und solche persönlichen Blog-Projekte zu finden.

Vielen Dank fürs Mitlesen!

Alles Liebe,

Katja

4. März 2026

Semester-Endspurt: Von historischen Erfolgen, Zahlenbergen und Stadion-Jubel ⚽📜✍️

 Hallöchen! Da bin ich wieder. Hinter mir liegt eine Woche, die sich wie ein emotionaler und akademischer Marathon angefühlt hat. Aber wisst ihr was? Ich habe es geschafft – das Semester ist (fast) eingetütet!

Der 1,3-Schock: Qualität schlägt Quantität!

Erinnert ihr euch noch an meinen Post über den Schreibmarathon? Da hatte ich euch ja von dem Portfolio zum Heiligen Römischen Reich erzählt und dass ich während des Schreibens echt meine Zweifel hatte. Ich dachte wirklich, ich hätte viel zu wenig geschrieben und die Themen nur angekratzt.

Und dann kam das Ergebnis: Eine 1,3! 🎉 Ich bin immer noch fassungslos und freue mich riesig, dass meine Analyse trotz meiner Bedenken so punktgenau war.

Das Ende einer Ära: Statistik & das letzte Portfolio

Es gibt noch mehr Grund zum Feiern:

  • Statistik ist durch! Das war meine allerletzte Prüfung in diesem Semester. Der Taschenrechner darf erst mal tief in der Schublade verschwinden. 📊

  • Punktlandung am Sonntag: Gestern habe ich zudem mein allerletztes Portfolio für dieses Semester abgegeben. Es war für die AQUA-Veranstaltung zum wissenschaftlichen Lesen und Schreiben (ihr erinnert euch an die Workshop-Reihe im Schreibzentrum?). Damit ist der Schreibtisch jetzt offiziell leer!

Premiere im Stadion: 5:0 für die DFB-Frauen! 🇩🇪⚽

Zur Belohnung für diesen Abgabe-Marathon gab es gestern ein ganz besonderes Highlight: Ich war im Stadion beim Spiel der DFB-Frauen gegen Slowenien. Es war mein erstes Mal bei einem Spiel der Nationalmannschaft der Frauen und die Stimmung im Fanblock war einfach grandios.

Wir haben jeden der fünf Treffer gefeiert – am Ende hieß es 5:0. Was für ein erster Sieg, den ich live miterleben durfte! Die Energie im Stadion war genau das, was ich nach den Tagen in der Bibliothek gebraucht habe.

Was kommt als Nächstes?

Keine Sorge, es wird nicht langweilig. Ich war ja auch noch bei Wenzel – die Konzertreview dazu ist schon in Arbeit und kommt ganz bald.

Habt ihr euch auch schon mal bei einer Prüfung so verschätzt wie ich beim HRR? Und wer von euch war auch schon mal bei den DFB-Frauen im Stadion?

Alles Liebe,

Katja 

1. März 2026

[Konzertreview] All-Star-Gewitter in der Tante JU: Universum 25 live in Dresden

Dresden, Ende Februar: Während es draußen noch winterlich frisch war, verwandelte sich die ausverkaufte Tante JU am 28.02.2026 in einen absoluten Hexenkessel. Wenn Universum 25 rufen, kommen die Fans – und das aus gutem Grund. Die Supergroup bewies eindrucksvoll, dass sie weit mehr ist als nur die Summe ihrer prominenten Einzelteile.

Schon der Start in den Abend verlief reibungslos. Ein großes Lob geht an die Organisation: Der Einlass ging super schnell, sodass die Vorfreude drinnen bei entspannter Atmosphäre steigen konnte. Den Anfang machten SOAB, die als Opener einen richtig starken Job abgeliefert haben. Die Band konnte die Menge extrem gut anheizen und hat mich neugierig gemacht – eine Truppe, die man definitiv im Auge behalten sollte, was ich in nächster Zeit auch tun werde.


Als der Hauptakt die Bühne betrat, wurde schnell klar, warum dieses Konzert so besonders ist. Das Line-up liest sich wie ein „Who is Who“ der deutschen Rock-Szene:

  • Micha Rhein (In Extremo) am Gesang,

  • Rupert Keplinger (Eisbrecher, Antitype) an der Gitarre und Gesang,

  • Pat Prziwara (Fiddler’s Green) an der Gitarre und Gesang,

  • Gunnar Schroeder (Dritte Wahl) am Bass,

  • Stefan Arn (Betontod) am Schlagzeug.

Diese fünf agierten nicht wie eine reine Zweckgemeinschaft, sondern wie eine perfekt eingespielte Einheit. Was den Abend aber wirklich besonders machte, war die tiefe Freundschaft, die man zwischen den Herren in jedem Moment spüren konnte. Sie zogen sich gegenseitig auf der Bühne auf und frotzelten herum, was eine wunderbare Atmosphäre von Vertrautheit weckte. Besonders stark: Durch den zusätzlichen Gesang von Rupert und Pat bekamen die Songs eine enorme Dynamik und Mehrstimmigkeit, die live richtig gut rüberkam.

Der Sound in der Tante JU war druckvoll und glasklar – ein echtes Kompliment an die Technik-Crew. Auch die Lichtshow war optisch ein Highlight, auch wenn sie zeitweise so intensiv war, dass sie die Kameras für die Social-Media-Aufnahmen fast schon blendete. Doch genau dieser visuelle Druck passte perfekt zur Energie der Band.

Musikalisch war der Abend ein Rundum-Sorglos-Paket. Die Setlist bot eine extrem starke Mischung aus dem selbstbetitelten Debütalbum „Universum 25“ und dem brandneuen Werk „Die Maschinen wollen leben“. Zu meinen persönlichen Highlights gehörten das atmosphärische „Wenn Roboter träumen“, das romantisch angehauchte „Vor deiner Tür“ (ein echtes Stück für Verliebte) und natürlich der Song, mit dem für die Band alles begann: das Rio-Reiser-Cover „Der Traum ist aus“.

Ein weiteres Schmankerl für die Fans: Jedes Mitglied brachte zusätzlich einen Song seiner Stammband mit in das Set ein, was für zusätzliche Gänsehautmomente und Abwechslung sorgte.

Ein Highlight war eigentlich das gesamte Konzert – die Stimmung war von der ersten bis zur letzten Minute großartig. Wer nicht live dabei sein konnte, sollte unbedingt einen Blick auf mein Instagram- oder TikTok-Profil werfen, wo es die bewegten Bilder und Videos der Nacht zu sehen gibt.


Fazit: 
Ein ausverkauftes Haus, ein reibungsloser Ablauf und eine Band in absoluter Spiellaune. Mitsingen war an diesem Abend fast schon Pflicht und man hat gemerkt: Da war Feuer im Raum – und das nicht nur wegen der hohen Temperaturen im Club. Universum 25 waren zum zweiten Mal in Dresden, haben zum zweiten Mal abgeräumt und – wie ich finde – sogar noch viel mehr als bei ihrer letzten Show in der Tante JU.

Bestell-Links: „Die Maschinen wollen leben“

Hier kannst du dir das neue Brett für deine Sammlung sichern:

💿 CD-Version (Digipack / Special Edition):

🎬 Vinyl (LP) - Für die echten Genießer: