10. Oktober 2026

📽️ Rezension: Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (The Widower)


Wenn True Crime zur Geduldsprobe wird: Ein haarsträubender Fall im dramaturgischen Leerlauf

🎬 Filminfos auf einen Blick

  • Titel: Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (Original: The Widower)

  • Gesehen bei: Netflix (Streaming-Release: 30. September 2026)

  • Regie: Chris Smith

  • Format: True-Crime-Dokumentarfilm / Doku-Reihe

  • Mitwirkende: Dan Slepian (Investigativjournalist, NBC News / Dateline), Thomas Randolph, Ermittler, Zeugen und Hinterbliebene

  • Themen: Serientötung, Heiratsschwindel, Manipulation, Justizversagen, Narzissmus


🕸️ Die Ausgangslage: Drei Jahrzehnte, mehrere tote Ehefrauen und ein Netz aus Lügen

Auf dem Papier bietet der Fall von Thomas Randolph all das, was das True-Crime-Genre üblicherweise zu einem nervenzerreißenden Psychoduell macht: Ein Mann, der über fast dreißig Jahre hinweg sechs Ehen eingeht, wobei vier seiner Ehefrauen unter höchst mysteriösen Umständen sterben oder getötet werden. Dazu kommen undurchsichtige Lebensversicherungen, angebliche Raubüberfälle und ein psychologisches Manipulationsgeschick, das Ermittler über Jahrzehnte hinweg an den Rand der Verzweiflung trieb.

Mit Regisseur Chris Smith (Tiger King) und dem langjährigen NBC-Journalisten Dan Slepian saßen eigentlich Profis am Ruder, um diesen gigantischen Sumpf aus Betrug und Kriminalität filmisch aufzudröseln. Doch was eine fesselnde Rekonstruktion hätte werden können, entpuppt sich vor dem Bildschirm leider als zähes, erstaunlich monotones Unterfangen.


⏳ Dramaturgischer Leerlauf statt packender Chronologie

Das größte Problem der Dokumentation ist ihr vollkommenes Desinteresse an einer funktionierenden Dramaturgie. True Crime lebt davon, Puzzleteile zusammenzusetzen, den Zuschauer in den Ermittlungsprozess hineinzuziehen und das Ausmaß der Taten greifbar zu machen. Hier hingegen herrscht über weite Strecken schlichtweg Langeweile:

  • Fehlende Kausalketten: Dem Film gelingt es nicht, die chronologische Kette der Ereignisse sauber und nachvollziehbar herauszuarbeiten. Die Erzählung springt und verliert sich in Details, ohne den roten Faden fest in der Hand zu behalten.

  • Mangelnder Recherche-Tiefgang: Wer sich im Nachgang nur eine halbe Stunde selbst mit den Hintergründen des Falls Randolph beschäftigt, stellt fest, wie viel Potenzial hier schlicht liegen gelassen wurde. Die Doku kratzt trotz der Fülle an Stoff oft nur an der Oberfläche.

  • Gefallenes Pacing: Die einzelnen Segmente ziehen sich quälend in die Länge, ohne dass sich daraus eine emotionale oder intellektuelle Fallhöhe aufbaut. Die Macher vertrauen offenbar darauf, dass die bizarre Natur der Vorwürfe allein schon reicht – das tut sie aber nicht.


🎙️ Das Dilemma der Täterbühne: Wenn Narzissmus unkommentiert bleibt

Positiv hervorzuheben ist, dass die Dokumentation echten Zeugen, Ermittlern und vor allem den Angehörigen der Opfer Raum gibt. Ihre Aussagen und ihr Schmerz sind die wenigen Momente, in denen das Format eine echte, berührende Erdung erfährt.

Umso fragwürdiger ist jedoch der Umgang mit Thomas Randolph selbst, der heute im Alter von 71 Jahren im Lovelock Correctional Center in Nevada einsitzt und weiterhin stoisch seine Unschuld beteuert. Natürlich gehört die Konfrontation mit dem Täter zum journalistischen Handwerk – doch der Film verfällt in den Fehler, Randolphs narzisstischer Selbstdarstellung viel zu viel unkommentierten Raum zu geben. Ihm wird eine Bühne geboten, die die Dokumentation erzählerisch kaum zu brechen weiß. Die Interviews mit ihm sind zwar ein Einblick in seine Psyche, aber die redaktionelle Zusammenstellung fängt den Zuschauer nicht ein, sondern ermüdet ihn.


🌹 Fazit: Ein vertaner Fall mit verschenkten Möglichkeiten

Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet zeigt eindrücklich, dass ein spektakulärer realer Kriminalfall noch lange keine gute Dokumentation garantiert. Trotz starker Zeugenaussagen leidet der Film unter einer eklatanten Dramaturgieschwäche, fehlendem Recherche-Mut und einem Erzähltempo, das schlicht ermüdet. Hier wäre so viel mehr drin gewesen.

Bewertung: 1,5 von 5 Rosen 🌹🌿🌿🌿🌿


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🛒 Empfehlungen & Mediathek zum Fall

  • Die Dokumentation im Stream:

    🎬 Der Witwer: Bis dass der Tod uns scheidet (The Widower) – Verfügbar auf Netflix

  • Weiterführende Recherche:

    📰 NBC News / Dateline: Berichterstattung und Archivmaterial von Dan Slepian zum Fall Thomas Randolph (The Black Widower).

  • Quellenverzeichnis: Klick zum Quellenverzeichnis 

9. Oktober 2026

Freitags-Fokus: Pickepackevoller Semesterplan, Rauhut-Lesungen & der Saisonabschluss in Köpenick

 

Hallöchen ihr Lieben!

Heute gibt es den Freitags-Fokus wieder zu ganz zivilisierter Tageszeit – keine Mitternachtsaktion wie letzte Woche! Schnappt euch bei diesem typischen Herbstwetter am besten eine dampfende Tasse Tee und macht es euch richtig gemütlich, denn ich habe euch jede Menge Neuigkeiten mitgebracht. Bei mir überschlagen sich die Ereignisse fast und der Terminkalender platzt aus allen Nähten!

Fokus: Uni-Fahrplan steht & warum ich den vollen Stundenplan brauche 🎓📚

Die wichtigste Erleichterung vorweg: An der Uni hat alles wie am Schnürchen geklappt! Ich habe meinen festen Platz im DDR-Seminar und auch die Plätze für beide Übungen sind sicher eingetütet.

Wenn ihr meine letzten Beiträge verfolgt habt, wisst ihr: Mein Semesterplan ist absolut pickepackevoll. Von Montag bis Freitag habe ich wirklich jeden Tag mindestens eine Veranstaltung auf dem Zettel. Nächste Woche geht es offiziell los – zwar zunächst noch ohne die Tutorien und den Sprachkurs, aber die Vorlesungen und das Seminar starten direkt durch.

Warum ich mir diesen straffen Rhythmus freiwillig gebe? Ganz einfach: Ich werde im kommenden Sommersemester jeden Puffer brauchen, den ich mir jetzt erarbeiten kann! Was genau da im Hintergrund schon an großen Plänen brodelt, erfahrt ihr natürlich sofort, sobald alles spruchreif ist. 😉

Winter Arc & Basics-Shopping ❄️🛍️

Auch mein Winter Arc läuft fantastisch: Stand heute habe ich für den Oktober schon 38 von 60 Punkten auf meinem Punktekonto gesammelt – die Routinen greifen also richtig gut!

Meinen kleinen Shopping-Montag hatte ich euch ja schon im Montagsstarter verlinkt: Nein, bei mir ist kein plötzlicher Reichtum ausgebrochen, aber manchmal braucht man einfach ein paar fundamentale Basics für den Herbst und Winter. Das heiß diskutierte 41-Euro-Buch für Italienisch ist inzwischen bestellt und wartet nur noch darauf, von mir abgeholt zu werden. Es läuft!

Großes Highlight: Lesungs-Support für Michael Rauhut & Berlin-Pendelei 📖🚆

Ein echtes Herzensprojekt steht kommende Woche an: Ich darf Michael Rauhut bei seinen Buchlesungen begleiten und unterstützen!

  • Montag (12.10.): In Chemnitz

  • Mittwoch (14.10.): In Dresden

Alle genauen Infos, Uhrzeiten und Orte habe ich für euch ausführlich auf meinem Buchblog aufbereitet (schaut unbedingt unten in die Links!). Kleiner Vorwarnung für euch: Weil der Montag durch die Uni und die Lesung in Chemnitz extrem vollgepackt ist, wird der Montagsstarter voraussichtlich erst spät in der Nacht online gehen.

Dazu kommt meine kleine Berlin-Pendelei: Am Dienstag war ich beim Stammtisch in Berlin, bin Mittwoch zurückgefahren – und auch dort laufen hinter den Kulissen richtig spannende Ideen an, die ich nach und nach mit euch teilen darf. Und am Sonntag geht es direkt noch einmal nach Berlin: Zum großen Saisonabschluss in den Kunsthof Köpenick!

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gelesen: „Meertotfrau“ von Christoph Kastenbauer (Rezensionsexemplar). Das Buch war meine Lektüre im Zug nach Berlin. Ich bin ganz ehrlich: Ich weiß bei diesem Buch noch nicht so recht, ob ich es wirklich gut finden soll oder nicht. Das braucht noch etwas Nachhall.

  • Gesehen: Gestern Abend lief bei mir „Der Witwer“ auf Netflix. Nun ja… war für mich jetzt nicht unbedingt der ganz große Knaller, aber die genauen Kritikpunkte liefere ich euch demnächst in einer separaten Review nach.

  • Gehört: Ihr wisst es: Ich lebe Musik einfach mit jeder Faser meines Herzens. Zurzeit gibt es einen Song, der mir in all dem Trubel und bei vollen Tagen hilft, komplett abzuschalten und durchzuatmen: 


Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr alle Anlaufstellen, Termine und Buchempfehlungen der Woche:

Kultur, Termine & Buchblog:

Bücher & Medien (Ref):

  • Buch-Tipp: Christoph Kastenbauers „Meertotfrau“ könnt ihr euch bei buecher.de* ansehen oder bei Amazon* bestellen.

  • Michael Rauhut: Seine Standardwerke und musikhistorischen Bücher über Ostrock und Subkultur findet ihr bei Amazon* oder gebraucht zum Schmökern bei Medimops* und Rebuy*.

Unterstütze mich:

  • Herbst-Tee & Reise-Kaffee: Pendelei zwischen Dresden, Berlin und Chemnitz, Vorlesungsstart und Lesungs-Support – mein Koffein- und Teebedarf ist nächste Woche enorm! Wenn ihr mir ein Heißgetränk spendieren möchtet, freue ich mich riesig über euren Support: Support me on Ko-fi! ☕

Habt ihr euch für den Herbst auch schon mit wärmendem Tee und gemütlichen Lesestunden eingedeckt? Und seid ihr kommende Woche vielleicht bei einer der Rauhut-Lesungen in Chemnitz oder Dresden dabei?

Eure Katja

5. Oktober 2026

🎒 Shopping-Großkampftag, Technik-Upgrade & Kultur-Termine im Oktober!

 

Hallo ihr Lieben! 

Mein Montag war heute ein echter Ausrüstungs- und Vorbereitungstag für das anstehende Wintersemester. Nein, hier ist nicht plötzlich der ungezügelte Wohlstand ausgebrochen – aber wer viel unterwegs ist und studiert, weiß: Eine solide Grundausstattung ist das halbe Leben! 💻👟

  • Warme & bequeme Füße: Ich habe bei zwei Paar Schuhen zugeschlagen – einmal klassische Skechers mit Memory Foam (die liebe ich einfach) und ein Paar gefütterte Winterstiefel. Zwar aus der letzten Saison, aber sie passen perfekt, sehen klasse aus und halten trocken. Nasse Füße im Winter gehen schließlich gar nicht!

  • Technik-Aktion bei MediaMarkt: Da die Mehrwertsteuer-Aktion lockte, gab es ein neues Ladekabel-Set fürs Handy (man kennt den ewigen Akku-Kampf), eine externe Festplatte und kabelgebundene In-Ears. Nachdem meine JBLs zum dritten Mal den Geist aufgegeben haben, teste ich nun Marshall* – passend zu den kabellosen Minor III in edlem Schwarz, die ich mir am Wochenende bestellt hatte!

  • Das spontane Herzstück: Ein neues 14-Zoll Chromebook von Lenovo samt Netzteil. Wer viel schreibt, weiß: Das Tippgefühl der Tastatur muss man vor Ort testen. Da ich ständig im Zug sitze (ihr wisst, wie oft ich zwischen Dresden und Berlin pendle!) und etwas Leichtes für Vorlesungen brauchte, war es die perfekte Investition in mein mobiles Büro.

Uni-Update & Berlin-Trip

Dass ich am Donnerstag meinen absoluten Wunschplatz für Italienisch ergattert habe, wisst ihr ja schon – was für eine Erleichterung! Am Donnerstag wird es aber noch einmal spannend, wenn die nächsten drei Einschreibungen anstehen (die beiden Übungen zur Vorlesung für die Portfolioleistung und das Seminar zum Thema DDR).

Morgen früh geht es außerdem bis Mittwoch nach Berlin zum letzten Ferien-Stammtisch von PopKulturOst e.V.! 🚆🍻

📅 Kultur-Tipp für nächste Woche: Lesungen mit Michael Rauhut!

In der kommenden Woche unterstütze ich den renommierten Musikwissenschaftler und Autor Michael Rauhut bei seinen Lesungen. Wenn ihr in Sachsen seid, merkt euch unbedingt diese Termine vor:

  • Montag, 12.10.2026: Im TIETZ in Chemnitz (Eintritt frei!)

  • Mittwoch, 14.10.2026: Im Kulturpalast in Dresden (Eintritt 9 € / ermäßigt 6 €)

Alle weiteren Details und Infos findet ihr ausführlich auf meinem Buchblog MissRose's Bücherwelt!

Wer noch einmal in meine letzte Genesungs- und Erkältungsrunde reinschauen möchte, findet den letzten Montagsstarter genau hier.

Jetzt aber ab zur geliebten Montags-Tradition! Ein riesiges Dankeschön geht wie immer an die wunderbare Anni, die diese Aktion auf ihrem Blog Link zu Annis Blog hostet!

Hier ist der neue Montagsstarter für diese Woche (Punkt 5 passt heute einfach wie die Faust aufs Auge!):

❶ Ohne einen guten Kaffee starte ich gefühlt immer schlecht in den Tag. 

❷ Im Oktober freue ich mich auf viele tolle Momente, mein Kalender ist voll und die Uni geht auch wieder los, was mich echt freut. 

❸ Letzte Woche habe ich zum ersten Mal mal wieder eine volle Kanne Tee gekocht, war auch krank. 

❹ Heisse Schokolade mit einer Sahnehaube schmeckt wunderbar. 

❺ Erst zieht der Traffic im Blog an, dann kommen die Termine mit Michael Rauhut. Das nenne ich mal einen Lauf. 

❻ Erst gestern habe ich wieder gemerkt, wie viel sich dieses Jahr schon ereignet hat und ja, das war bisher ein sehr spannendes Jahr. 

❼ Im Kalender steht vor allem der Stammtisch morgen Abend - ich freue mich so wahnsinnig auf die lieben Menschen da und ich habe diese Woche noch zwei weitere Abendveranstaltungen geplant. Außerdem freue ich mich wahrscheinlich noch auf eine spannenden Sonntag, mal sehen, ich möchte mal nicht verraten, was es ist, weil ich noch nicht weiss, ob es klappt.

Und was meint ihr?

Worauf freut ihr euch im goldenen Oktober am meisten? Und seid ihr bei Technik und Schuhen auch Team „Muss ich im Laden anfassen und ausprobieren“? Schnappt euch die Vorlage und schreibt es mir unglaublich gerne direkt in die Kommentare! 🍂🎧👇

Ein kleiner Kaffeeklatsch? ☕️

Shopping-Tour, Laptop-Einrichtung und Reisefieber nach Berlin – mein Geldbeutel weint kurz leise, aber das Blogger-Herz lacht! Wenn du mir einen virtuellen "Technik-Einweihungs-Kaffee" spendieren oder meine Blog- und Vereinsarbeit unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über deinen Besuch auf mein Ko-fi Link. Danke für euren fantastischen Support!

Credits & Inspiration:

  • Aktion: Der Montagsstarter wird gehostet von der lieben Anni. Meinen Backlink zu ihrem Blog findet ihr hier: Link zu Annis Blog.

  • Kopfhörer-Tipp: Schaut euch die stylischen In-Ears von Marshall* an.

  • Lesungs-Infos: Ausführliche Beiträge zu Michael Rauhut auf MissRose's Bücherwelt.

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

3. Oktober 2026

Freitags-Fokus: Späte Stunden, Italienisch-Glück & der Start in den Winter Arc

 

Hallöchen ihr Lieben!

Es ist Freitag, genau 23:54 Uhr – die Uhr tickt unerbittlich Richtung Mitternacht, aber ich habe es noch vor dem offiziellen Datumswechsel an die Tasten geschafft! Sagen wir es so: Ich war heute Abend mit einer lieben Freundin essen, das Essen war fantastisch und wir haben uns… nun ja, dezent verquatscht. Manchmal verfliegt die Zeit bei guten Gesprächen einfach wie im Flug. Schnappt euch zu später Stunde noch ein gemütliches Getränk, wir werfen einen schnellen Blick auf meine Woche!

Fokus: Wunsch-Stundenplan, Buchpreise & 11.600 Schritte in den Winter Arc 🇮🇹❄️

Die beste Nachricht der Woche vorweg: Am 1. Oktober hat die Einschreibung geklappt und ich habe tatsächlich meine absolute Wunschkonstellation für Italienisch bekommen! Der Semesterplan steht also. Über den Preis für das Kurs- und Arbeitsbuch hüllen wir allerdings lieber den Mantel des Schweigens… 41 Euro für Fachliteratur tun dem studentischen Geldbeutel zwar kurz weh, aber was tut man nicht alles für die Sprachpraxis!

Passend zum Monatsstart am Donnerstag habe ich meinen persönlichen Winter Arc eingeläutet. Der Fokus liegt darauf, fokussierter zu arbeiten, bewusste Routinen zu pflegen und wieder mehr zu lesen – und der Start lief bisher richtig gut!

Weil der heutige Tag von vorn bis hinten durchgetaktet war – Bücher wegbringen, Besorgungen erledigen und von A nach B flitzen –, standen am Ende mal eben 11.600 Schritte auf dem Schrittzähler. Ein sportlicher Einstieg in den Herbst!

Für die kommende Woche steht auch schon eine kleine To-do-Liste: Ich brauche dringend neue Schuhe (am besten gleich winterfeste Exemplare) und möchte mich endlich nach einem handlichen Netbook für die Uni und mobile Schreibsessions umsehen.

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gelesen: Ich hatte diese Woche spontan Lust auf packenden True Crime und habe in „Cold Case Deutschland“ von Henrik Wolter geschmökert. Ungelöste Kriminalfälle haben einfach eine ganz eigene, beklemmende Faszination.

  • Gehört: Ganz viel Wanda. Ich liebe diese Band und ihren rotzigen Wiener Charme einfach abgöttisch! Zur Einstimmung binde ich euch hier direkt einen meiner absoluten Lieblingssongs als Video ein:

  •  

  •  – Lautsprecher aufdrehen!

  • Gesehen: Serienmäßig war einiges los: Ich habe die Miniserie Alias Grace geschaut (eine ausführliche Rezension dazu folgt demnächst!). Außerdem stand Der Kinderflüsterer auf dem Programm, den ich ebenfalls noch ganz bald für euch auf dem Blog rezensieren werde.

Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr die wichtigsten Anlaufstellen zu meinen Wochen-Highlights:

Bücher, Medien & Musik (Ref):

  • True Crime-Tipp: Henrik Wolters „Cold Case Deutschland“ gibt es direkt bei Amazon*.

  • Wanda (Ref): Amore für die Ohren – die Alben und Vinyls der Wiener Kultband findet ihr bei Amazon* oder gebraucht bei Medimops* oder Rebuy*.

  • Serien & Buchvorlagen: Margaret Atwoods historische Vorlage zu Alias Grace könnt ihr euch bei Amazon* oder buecher.de*, oder gebraucht bei Rebuy*  oder Medimops* sichern oder die Serie direkt auf Netflix streamen.

Unterstütze mich:

  • Lehrbuch-Kaffee & Italienisch-Nervennahrung: 41 Euro für das Italienisch-Buch haben eine kleine Delle in die Kaffeekasse geschlagen. 😉 Wenn ihr mich beim Start ins neue Semester und bei meinem Winter Arc unterstützen wollt, freue ich mich riesig über einen kleinen Support: Support me on Ko-fi! ☕

Habt ihr euch für den Herbst auch persönliche Ziele oder einen „Winter Arc“ vorgenommen? Und wer von euch verquatscht sich beim Abendessen mit Freunden genauso gern wie ich?

Eure Katja

1. Oktober 2026

Mein Winter Arc: Warum ich den Herbst nicht verschlafe, sondern mein eigenes Spiel spiele

 

Draußen wird es spürbar kühler, die Tage werden kürzer, und ganz ehrlich: Der erste Impuls im Oktober ist oft, sich einfach mit einer Decke und einer riesigen Tasse Tee auf dem Sofa zu vergraben und bis April nicht mehr aufzutauchen. Gemütlichkeit liebe ich – aber der Zeitraum zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember hat für mich eine ganz besondere Magie. Genau 92 Tage bis zum Jahreswechsel.

In den sozialen Netzwerken begegnet einem überall der Begriff „Winter Arc“. Oft verknüpft mit erbarmungslosem Selbstoptimierungs-Drill: morgens um fünf aus den Federn, eiskalte Duschen, der komplette Lebenswandel im Schnelldurchlauf. Wer mich kennt, weiß: Darauf habe ich absolut keine Lust. Was mich aber unglaublich reizt, ist der Gedanke, diese ruhigere, dunklere Zeit bewusst für die Dinge zu nutzen, die mir wirklich am Herzen liegen – fürs Schreiben, tiefes Eintauchen in Bücher und Kultur, fürs Lernen und dafür, die eigene Energie trotz grauem Himmel hochzuhalten.

Statt starrer, frustrierender Vorsätze habe ich mir deshalb mein ganz persönliches Gamification-Scoreboard gebaut. Mein Ziel für den gesamten Oktober: 60 Punkte sammeln.

Das Geniale an diesem System: Es belohnt Beständigkeit, nicht Perfektion. Das Ziel entspricht im Schnitt etwa 2 Punkten am Tag. Wenn das Leben dazwischengrätscht oder der Kopf voll ist, wirft mich ein Null-Punkte-Tag nicht aus der Bahn – an produktiven Tagen lassen sich dafür locker 6 bis 8 Punkte auf einmal holen.

Mein Punkte-Raster für den Oktober:

  • Kultur & Live (5 Pkt.): Ein Event besuchen und den passenden Beitrag dazu verfassen.

  • Schreiben & Fokus (3 Pkt.): 500 Wörter schreiben (egal ob Blogbeitrag, neue Texte, Romanüberarbeitung oder Uni), ein ausführlicher Deep Dive (Rezension zu Buch, Film, Serie oder Musik) oder 20 Seiten Fachliteratur durcharbeiten.

  • Körper & Bewegung (3 Pkt.): 10.000 Schritte am Tag schaffen – draußen an der frischen Luft, um den Kopf freizubekommen.

  • Lernen & Feinschliff (2 Pkt.): Ein Kapitel im Romanprojekt überarbeiten, 30 Minuten Italienisch-Vokabeln lernen oder 20 Seiten in einem guten Buch lesen.

  • Inspiration & Medien (1 Pkt.): Eine Folge Podcast hören, einen guten Film schauen oder eine Serienstaffel beenden.

Auch YouTube möchte ich in dieser Zeit wieder sanft anlaufen lassen – ganz ohne Druck, sondern Schritt für Schritt.

Dieses System fühlt sich für mich nicht nach Zwang an, sondern wie ein Spiel gegen das typische November-Tief. Ich möchte euch auf dieser 92-Tage-Reise mitnehmen: Hier auf dem Blog wird es ab jetzt regelmäßig Updates, Zwischenstände und Reflexionen zu meinem Punktestand geben.

☕ Dir gefällt mein Projekt?

Wenn du meine Texte und kreativen Projekte gerne liest und mich auf dieser Winter-Arc-Reise unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über einen virtuellen Kaffee auf Ko-fi. Jeder Support fließt direkt in neue Bücher, Recherchematerial und jede Menge Schreib-Tee!

Macht ihr bei so einem Winter Arc mit oder lasst ihr das Jahresende eher entspannt eintrudeln? Wie motiviert ihr euch durch die dunkleren Monate? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Alles Liebe,

Katja

  • Bild: Erstellt mit Gemini.

28. September 2026

🍵 Tee, Couch-Modus & der große Italienisch-Nervenkrimi!

 

Hallo ihr Lieben! 

Mein Wochenende lief leider ganz anders als geplant. Seit Samstag hat sich bei mir eine Erkältung breitgemacht, weshalb ich am Sonntag die Notbremse gezogen habe: Statt wie geplant nach Berlin zu fahren, gab es Bettruhe und Schonprogramm auf der heimischen Couch. Heute geht es schon wieder etwas besser, auch wenn meine Stimme noch ziemlich belegt ist und ein bisschen heiser und schräg klingt. 🛋️🧣

Diese Woche wird es aber trotzdem richtig spannend an der Uni-Front: Die Eintragungszeiten für meinen Wunsch-Sprachkurs Italienisch starten! Bei mir herrscht gerade akuter Nervenkrimi, denn in meinen Stundenplan passt exakt nur eine einzige Gruppen-Kombination. Drückt mir also ganz fest die Daumen, dass ich genau den passenden Platz ergattere! 🤞🇮🇹

Was die Woche sonst noch bringt, entscheide ich ganz nach Tagesform und Stimme – Gesundheit geht vor!

Wer noch mal in meinen letzten Starter mit den Sprachkurs-Vorüberlegungen und dem Workshop reinlesen möchte, findet den letzten Montagsstarter genau hier.

Bevor ich mich mit der nächsten Kanne Tee einkuschle, gibt es unsere gewohnte Abend-Routine. Ein ganz liebes Dankeschön geht wie immer an die wunderbare Anni, die diese schöne Aktion auf ihrem Blog Link zu Annis Blog veranstaltet!

Hier ist der neue Montagsstarter zum Mitmachen:

❶ Dass man im Moment allerorten immer so viel negatives hört, finde ich fast (ein wenig) erschreckend. 

❷ Wenn hier ein Flaschengeist auftauchen würde, würde ich meine drei Wünsche schon wissen. Da ich dabei aber gleich an einen Song denken musste, verlinke ich euch den mal. 

❸ Das Schild am Bahnhof / Busbahnhof fotografieren mache ich als erstes, wenn ich in eine neue Stadt komme. Klingt ein bisschen komisch, ist aber so der erste Blick und auch das erste Bild. 

❹ Musik trägt/tragen mich durch den Tag. 

❺ Dass es einen Tag für das Recht auf Wissens- und Informationszugang gibt, finde ich sehr gut. Weil gerade sowas sollte man nutzen, wenn man sich informieren will. 

❻ Kurioserweise muss man auch ungewöhnliche Wege gehen, um sein eigenes Glück zu finden. 

❼ Im Kalender steht eigentlich ein Kinonachmittag am Mittwoch und ich habe diese Woche an sich noch eine Lesung geplant. Außerdem freue ich mich auf ein ruhiges Wochenende.

Was meint ihr?

Was würdet ihr euch von einem Flaschengeist wünschen, wenn er plötzlich vor euch stünde? Und was macht ihr eigentlich als allererstes, wenn ihr eine völlig fremde Stadt erkundet? Schnappt euch die Vorlage und verratet es mir unglaublich gerne direkt in den Kommentaren! 🧞‍♂️🏙️👇

Ein kleiner Kaffeeklatsch (oder Erkältungstee)? ☕️🫖

Heißer Tee, Vitamine und jede Menge Daumendrücken für die Italienisch-Einschreibung... Wenn du mir eine virtuelle Tasse "Gute-Besserungs-Tee" spendieren oder einfach meinen Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über deinen Besuch auf mein Ko-fi Link. Danke für euren wunderbaren Support!

Credits & Inspiration:

  • Aktion: Der Montagsstarter wird veranstaltet von der lieben Anni. Meinen Backlink zu ihrem Blog findet ihr hier: Link zu Annis Blog.

  • Bild: Erstellt mit Ideogram.

27. September 2026

Nach Hause kommen am Elbufer: 22 Jahre Unheilig – Ein Abend zwischen Nostalgie, Gänsehaut und einem Fehlgriff

 Manche Bands begleiten ein Kapitel im Leben. Andere schreiben das ganze Buch mit. Für mich ist Unheilig kein flüchtiges Musikphänomen und kein spätes Radioerlebnis – es ist ein Anker, der mich seit über zwei Jahrzehnten hält. Am 28. August 2026 stand der Graf im Rahmen der Wiederkehr-Konzerte bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden auf der Bühne. Und für mich fühlte sich dieser Abend vor der beleuchteten Altstadtkulisse wie eines an: wie nach Hause kommen.

Die Zeitreise: 27. Februar 2004, Straße E

Um zu verstehen, was dieser Abend für mich bedeutete, muss man die Uhr um 22 Jahre zurückdrehen. Es war der 27. Februar 2004. Mitten in meiner Gothic-Zeit, tief verwurzelt in der Schwarzen Szene, folgte ich der dringenden Empfehlung einer guten Freundin in die Dresdner Straße E. Da stand ein Mann auf der Bühne: schwarze Kutte, stechende gelbe Kontaktlinsen, kahl rasierter Kopf. Optisch extrem, im Auftreten fast noch tastend, aber mit einer Stimme gesegnet, die mich vom ersten Takt an mit einer Wucht packte, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Ich war dabei, als Unheilig Schritt für Schritt größer wurde. Ich habe den Wandel zum massentauglichen Erfolg miterlebt – und während Teile der alten Szene die Nase rümpften, empfand ich diesen Durchbruch als absolut verdienten Lohn für jahrelange, kompromisslose Arbeit. Ich sah sie mehrfach an den Filmnächten am Elbufer, stand 2012 und beim vermeintlichen Abschied 2016 in den vorderen Reihen. Und natürlich stand ich auch in Köln beim damals letzten Konzert und habe Rotz und Wasser geheult. Unheilig war für mich immer ein emotionaler Schutzraum.

Und dann war da Stille. Abgesehen von vereinzelten Kollaborationen schien das Kapitel endgültig geschlossen. Bis die Nachricht einer Freundin aufploppte: „Der Graf kommt zurück.“ Ich dachte an einen schlechten Scherz – bis der Auftritt bei der Goldenen Henne alles besiegelte. Die Gänsehaut war sofort wieder da.

Der Abend: Staubkind, große Hymnen und ein schmerzhafter Fehlgriff

Den Auftakt machten alte Weggefährten: Staubkind. Louis Manke auf der Bühne zu sehen, war pure Freude. Auch wenn sich die Besetzung der Band über die Jahre verändert hat, bleibt diese warme, ehrliche Ausstrahlung unverändert. Die Ergänzung durch Iris Mareike Steen fügte sich harmonisch ein und weckte große Vorfreude darauf, dass von Staubkind künftig wieder mehr zu hören sein wird.

Als der Graf die Bühne am Elbufer betrat, fiel die Distanz der letzten Jahre binnen Sekunden ab. Die Setlist spannte den Bogen zwischen den Phasen der Bandgeschichte gekonnt auf: Monumentale Klassiker wie „Große Freiheit“, „So wie du warst“, „Maschine“ und „Lichter der Stadt“ trafen auf neuere Titel wie „Wieder zurück“, „Wunderschön“ und „Spiegelbild“. Das Elbufer sang, feierte und trug diese vertraute, warme Reibeisenstimme.

Der Dämpfer des Abends:

So groß die Euphorie war – ein Moment funktionierte für mich überhaupt nicht. Ich weiß, wie stolz der Graf darauf ist, damals bei Sing meinen Song das Scorpions-Monumentalwerk „Wind of Change“ interpretiert zu haben. Doch live am Elbufer war diese Nummer der klare Flop des Sets. Wer Klaus Meine einmal mit diesem Song live erlebt hat, weiß: Da kommt stimmlich und von der Aura her schlichtweg niemand heran. Hinzu kommt, dass der Text in dieser Fassung einfach nicht die emotionale Tiefe besitzt, die man von unheiligen Eigenkompositionen gewohnt ist. Eine Nummer, die man sich getrost hätte sparen können.

Vor allem tat es weh, weil dafür echte Herzensstücke auf der Strecke blieben. Wenn ich mir einen Song hätte wünschen dürfen, den ich an diesem Abend schmerzlich im Set vermisst habe, dann war es „Sonnenallee“. Dieser Titel trägt genau diese bittersüße Melancholie, diese Wärme und dieses ganz spezielle Lebensgefühl in sich, das Unheilig über Jahrzehnte ausgezeichnet hat. An einem lauen Sommerabend direkt an den Elbwiesen hätte „Sonnenallee“ atmosphärisch so viel mehr bewegt als ein geborgtes Pfeif-Intro aus Hannover.

Mein Fazit: Respekt vor dem Lebensweg & Blick auf 2027

Trotz dieses Ausrutschers überwog das Gefühl der Dankbarkeit. Der Graf war und ist für mich ein echtes Vorbild. Wer seine Biografie kennt und weiß, welche Hürden – nicht zuletzt das schwere Stottern in seiner Jugend – er überwinden musste, blickt mit tiefstem Respekt auf diesen Mann. Mag man über das Comeback nach dem Abschied diskutieren, wie man will: Wenn Musik so vielen Menschen Trost und Halt schenkt, hat sie jede Daseinsberechtigung.

Für mich war es ein echtes Heimspiel fürs Herz. Und das Beste: Es geht weiter. Im Juli 2027 kehrt die Band nach Dresden zurück – diesmal ins Rudolf-Harbig-Stadion, mit Frida Gold und Staubkind als Support. Die Karten sind gedanklich schon gebucht.

Musik fürs Regal: Unheilig & Staubkind für zu Hause 💿

Transparenz & Quellenarchiv 📝

Journalistische Sorgfalt und transparente Dokumentation sind feste Bestandteile meiner Berichte.

Fotorechte & Bildnachweis:

Alle in diesem Beitrag verwendeten Konzertfotografien und visuellen Impressionen wurden von mir selbst vor Ort angefertigt. Die Bild- und Urheberrechte liegen vollständig bei Katja Ertelt (MissRose's Media / MissRose1989). Eine Weiternutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.

Die vollständigen Metadaten zu dieser Veranstaltung sind im Quellenarchiv hinterlegt:

👉 Hier geht es zum vollständigen Quellenverzeichnis für Unheilig am Elbufer Dresden

Schenke mir eine Rose für mein Hardware-Update! 🌹📸

Von den intimen Hallen der Straße E bis zum weiten Rund der Filmnächte am Elbufer: Solche emotionalen Abende bildlich festzuhalten, verlangt der Ausrüstung einiges ab. Um bei künftigen Open-Airs und Hallenshows noch detailreichere Aufnahmen aus dem Graben und von den Rängen liefern zu können, spare ich aktuell auf ein Hardware-Update für meine Foto- und Videotechnik.

Wenn dir diese persönliche Zeitreise gefallen hat, freue ich mich riesig über deine Unterstützung: Schenke mir einfach eine Rose auf Ko-fi!

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26. September 2026

Peter Heppner live in der Lukaskirche Dresden: Wenn Resonanz den Kirchenboden beben lässt – Ein Akustik-Abend & vier verborgene Perlen

 Manche Stimmen begleiten einen nicht nur durch Jahre, sondern durch Lebensphasen. Für mich ist Peter Heppner eine alte, tief verwurzelte Liebe – schon zu Wolfsheim-Zeiten liefen seine Songs bei mir in Dauerschleife. Am 24. September 2026 stand nun ein ganz besonderer Termin im Kalender: Peter Heppner mit Band Akustik in der ehrwürdigen Lukaskirche Dresden. Es war mein erstes Akustikkonzert von ihm überhaupt – und was soll ich sagen? Es war schlichtweg der Hammer.

Vibration auf der Empore: Die pure Wucht einer Stimme

Dass Peter Heppner eine der markantesten Stimmen der deutschen Musiklandschaft besitzt, weiß jeder. Aber wie viel schiere physikalische Kraft darin liegt, wenn die elektronischen Synthie-Wände einmal komplett abgestreift werden, hat mich förmlich umgehauen.

Ich saß oben auf der Empore der Lukaskirche, und die Kombination aus Raumakustik und purer Stimmgewalt sorgte für ein fast körperliches Erlebnis: Der Boden vibrierte spürbar unter mir, die Resonanz jagte geradewegs durch den Körper. Getragen von einer fantastisch eingespielten Akustikband entfalteten Klassiker wie „Was bleibt?“, „... und ich tanz’“ oder „Alleinesein“ eine sakrale, berührende Ernsthaftigkeit.

Und dann kam „Herz“. Dieser Song ist mein persönlicher Lebensretter, mein absoluter Power-Song. Egal wie dreckig es mir geht, egal wie schwer die Tage wiegen: „Herz“ baut mich immer wieder auf. Ihn in dieser Kirchenkulisse live im Akustik-Arrangement zu hören, schnürt einem die Kehle zu und richtet einen gleichzeitig wieder auf. Pure Gänsehaut.

Nach rund 90 Minuten war der Zauber leider schon vorbei. Ein kleines Wehmutströpfchen bleibt da natürlich zurück – man hätte ihm stundenlang weiter zuhören können. Doch der Mann wird nun mal auch nicht jünger, und was er in diesen anderthalb Stunden abgeliefert hat, war qualitativ so intensiv und makellos, dass es sich nahtlos in die Riege der besten Konzerte einreiht, die ich je von ihm erlebt habe.

Exkurs: Vier „Hidden Gems“, die ihr gehört haben müsst

Klar, die großen Hits kennt jeder. Doch das Heppner-Universum birgt Schätze, die live selten bis gar nicht das Scheinwerferlicht sehen – Nummern, die leise beginnen, aber eine emotionale Tragweite besitzen, die einen sprachlos zurücklässt. Kein großes Pathos, keine Synthie-Wand, sondern pure Verletzlichkeit; Textzeilen, die man sich nachts um drei anhört und bei denen jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird.

Wer Heppner wirklich begreifen will, sollte sich auf diese vier Titel einlassen. Sie bilden keine beliebige Playlist, sondern eine zutiefst menschliche Dramaturgie:

  1. „Theresienstadt“ – Die historische Demut und der abgrundtiefe Schmerz

    Ein beklemmendes, zutiefst respektvolles Stück Erinnerungskultur. Heppner fängt das Grauen und das Gedenken ohne billige Rührung ein – mit einer tonalen Schwere, die einem das Atmen schwer macht.

  2. „Gib mir doch’n Grund“ – Das Aufbäumen, der trotzige Frust, der Druck im Kessel

    Hier bricht die Melancholie in Zorn und Drängen um. Es ist das Ventil, das brodelt: Dieses Verlangen nach einer klaren Kante, das Hadern mit der Lethargie und die Wut über das Ungesagte.

  3. „Chance“ – Die nackte, zarte Hoffnung und das Ringen um Nähe

    Das zögerliche Herantasten an ein Gegenüber, die lähmende Angst vor Zurückweisung und gleichzeitig diese unbändige Sehnsucht nach echter Verbindung. Ein Song wie ein offener Nerv.

  4. „Viele schöne Stunden“ – Das bittersüße Loslassen, die versöhnliche Wehmut

    Kein bitterer Abschied, sondern ein stilles Zurückblicken. Das Verstehen, dass Dinge enden dürfen, ohne dass ihr Wert vergeht – getragen von einer Wärme, die tröstet, während sie schmerzt.

Mein Fazit: Ein Abend in der Lukaskirche, der bewiesen hat, dass echte Handarbeit und eine monumentale Stimme keine Show-Effekte brauchen. 90 konzentrierte Minuten voller Resonanz, Gänsehaut und Herzblut.

Musik fürs Regal: Peter Heppner für zu Hause 💿✨

Wer nach diesem Konzertabend die Diskografie von Peter Heppner – von den Solo-Werken bis hin zu den Meilensteinen mit Wolfsheim – physisch erleben oder die Akustik-Arrangements nachspüren möchte, wird hier fündig:


Transparenz & Quellenarchiv 📝

Journalistische Sorgfalt und Offenlegung sind der Grundpfeiler meiner Berichterstattung. 

Fotorechte & Bildnachweis:

Alle in diesem Beitrag verwendeten Konzertfotografien und visuellen Impressionen wurden von mir selbst vor Ort erstellt. Die Bild- und Urheberrechte liegen vollständig bei Katja Ertelt (MissRose's Media / MissRose1989). Eine Weiternutzung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.

Die vollständigen Metadaten zu diesem Abend (inklusive Ticketstatus, rechtlicher Kennzeichnung, und thematischer Einordnung) sind in meinem offiziellen Archiv hinterlegt:

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Konzerte in stimmungsvollen Sakralbauten wie der Lukaskirche verlangen der Technik alles ab – gerade bei schummrigem Licht und auf weite Distanz von der Empore aus. Um euch auch in Zukunft mit gestochen scharfen Eindrücken und detaillierten Rezensionen zu versorgen, spare ich aktuell auf ein umfassendes Hardware-Update für mein Foto- und Video-Equipment.

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25. September 2026

Freitags-Fokus: Noten-Jubel, Traum-Seminare & Heppner-Akustikmagie

 

Hallöchen ihr Lieben!

Ich habe es euch ja schon angedroht: Heute wird es VOLL! Wenn man meint, die vorlesungsfreie Zeit wäre ruhig, beweist diese Woche genau das Gegenteil. Ich sitze hier mit einem breiten Grinsen und weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Schnappt euch ein Kaltgetränk eurer Wahl, wir tauchen ein in eine Woche voller Meilensteine, Erleichterung und Gänsehaut!

Fokus: Uni-Erfolge auf ganzer Linie – Notenregen & Traum-Pläne 🎓🎉

Am Mittwoch ging es schon mit den ersten dicken Highlights los. Ich habe endlich eine Kombination gefunden, wie ich Italienisch perfekt in meinen Wintersemester-Fahrplan integrieren kann – jetzt muss am 1. Oktober nur noch die Einschreibung reibungslos klappen!

Auch bei den Seminaren hat sich alles gefügt: Für meine offizielle Prüfungsleistung belege ich regulär ein Seminar im Themenbereich DDR. Da ich wissenschaftlich aber emotionsgeschichtlich arbeite, hat mich die Perspektive des Träumens im Seminar „Träume(n) in der Frühen Neuzeit“ wahnsinnig gereizt. Weil der Modulplan aber nur die Belegung eines einzigen Seminars vorsieht, habe ich einfach ganz frech nachgefragt, ob ich als interessierte Hörerin mit rein darf – und der Dozent hat das direkt abgesegnet! So kann ich den Input für meine Methodik mitnehmen, ohne mich mit doppelten Prüfungsleistungen zu verzetteln.

Aber der eigentliche Knaller waren die Noten:

  • Urheber- und Medienrecht für Nichtjuristen (AQUA): Die Note ist da – ich habe mit einer 1,3 bestanden! Damit habe ich jetzt bereits 8 von 10 AQUA-Punkten in der Tasche, und das noch vor dem Start ins 3. Semester. Was für ein geniales Polster!

  • Empirische Sozialforschung 2 (Verfahren und Techniken): Heute kam direkt das nächste Ergebnis. Nach einer 3,7 im ersten Semester konnte ich mich auf eine 2,7 steigern! Da meine Devise in der Medienforschung eigentlich ganz pragmatisch „Vier gewinnt“ lautet, ist eine 2,7 für mich ein echter Grund zum Feiern. Tschakka!

Gestern stand dann noch der Workshop „Mut zur Lücke“ an. Da mein Lebenslauf alles andere als geradlinig ist, bilde ich mich genau darin gezielt weiter, um selbstbewusst und konstruktiv mit solchen Brüchen und Umwegen umzugehen. Das tat unheimlich gut und hat mir noch mal eine ganz frische Haltung gegeben.


Live-Moment: Spontane Magie mit Peter Heppner im Akustik-Set 🎶✨

Gestern Abend wurde es dann dunkelbunt und atmosphärisch: Ich war ganz spontan bei Peter Heppner. Ich habe ihn zwar schon mehrfach live gesehen, aber noch nie im Akustik-Gewand! Was soll ich sagen? In diesem reduzierten Arrangement entfaltet seine unverwechselbare Stimme eine ganz eigene, fast greifbare Magie – absolute Gänsehaut. Er hatte auch einen meiner absoluten Power-Songs im Gepäck, aber dazu verrate ich noch nicht zu viel: Die Konzertrezension ist bereits getippt und geht morgen für euch online!

Gelesen, Gehört, Gesehen 📚🎶📺

  • Gelesen: Ich bin ganz ehrlich: Das Lesen von Büchern ist diese Woche bei all dem Noten-Jubel, Vorlesungsverzeichnissen und Terminen komplett auf der Strecke geblieben. Muss auch mal sein! 😉

  • Gehört: Ganz klar Peter Heppner in Dauerschleife. Bis morgen meine Review kommt, binde ich euch hier unten im Beitrag schon mal eine echte musikalische Perle von ihm als Video ein – Ton an und genießen!

  • Gesehen: Ich habe die 3. Staffel von Der Pass beendet (was für ein Abschluss!) und mir außerdem Monster: Die Geschichte von Lizzy Borden angesehen. Richtig intensive Kost – die Reviews dazu folgen nach und nach!


Quellen & Weiterführende Links

Hier findet ihr alles Wichtige rund um meine Highlights dieser Woche:

Musik & Peter Heppner:

Aus dem Blog:

  • Ausblick auf morgen: Haltet die Augen offen, morgen früh geht die ausführliche Konzert-Rezension zum Akustik-Abend mit Peter Heppner online!

Unterstütze mich:

  • Noten-Jubel-Kaffee: 1,3 im Medienrecht, 2,7 in Empirie und der Sprung ins 3. Semester rückt näher! Wenn ihr mit mir auf diese Erfolge anstoßen wollt, freue ich mich riesig über ein Heißgetränk in der Kaffeekasse: Support me on Ko-fi! ☕

  • Header: Wie immer via Ideogram.

Habt ihr Peter Heppner schon mal im Akustik-Set erlebt? Und wie geht ihr mit Lücken oder Kurven in eurem Lebenslauf um – seht ihr sie auch als Stärke?

Eure Katja