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11. März 2026

[Konzertreviews] KimKoi auf Liedermacher-Tour: Wenn Kunst auf Klang trifft – Ein Doppel-Rückblick

 Manchmal reicht ein Abend nicht aus, um die Magie einer Band vollständig zu erfassen. In der ersten Märzwoche hatte ich das Privileg, KimKoi gleich zweimal im Rahmen ihrer aktuellen Liedermacher-Tour zu erleben. Zwei Abende, zwei Städte, zwei Ateliers – und doch ein gemeinsamer Nenner: pure Intimität und Texte, die unter die Haut gehen.

Mittwoch: Dresden Neustadt – Die Enge als Umarmung

Der Auftakt fand am 4. März im Art Kollektiv in der Dresdner Neustadt statt. Wer die Neustadt kennt, weiß um ihren rauen, aber herzlichen Charme. Das Atelier dort ist klein, fast schon winzig für ein Konzert, was zu einer kuriosen, fast schon süßen Situation führte: Die "Bühne" war so schmal, dass Lars tatsächlich hinter einer Wand spielen musste.

Er tat mir fast ein bisschen leid, da man ihn dort hinten kaum sah, aber es unterstrich nur noch mehr den Charakter dieses Abends: Es war „intim“ im wahrsten Sinne des Wortes. Es gab keine Distanz, kein Verstecken (außer hinter der Wand) und keinen Schnickschnack. Die handgemachte Musik entfaltete in dieser fast wohnzimmerartigen Enge eine ganz eigene Kraft.

Ich finde dieses Bild ist besonders: 

Lars war auch mal zu sehen: 

Und natürlich musste wieder auf der Hocker hochgegangen werden:

Freitag: Meißen – Porzellan, Präzision und Poesie

Nur zwei Tage später, am 6. März, folgte der Kontrast im Porzellan Atelier von Andreas Ehret in Meißen. Wenn Dresden die „kuschelige Enge“ war, dann war Meißen die „ästhetische Weite“.

Inmitten von feinstem Porzellan und künstlerischer Handarbeit zu spielen, verlieh der Musik eine ganz andere Eleganz – und eine gewisse Spannung. Direkt im Hintergrund der Bühne thronte eine Vase im Wert von 1.700 €. Ich glaube, wir im Publikum haben alle gemeinsam gehofft und gebetet, dass sie den Abend heil überstehen würde. Diese Zerbrechlichkeit der Kunst passte aber wunderbar zur filigranen Art, wie KimKoi ihre Lieder arrangieren.


Lars durfte mal zu sehen sein: 

Es war sehr besonders und intensiv: 

Die Vase war im Übrigen die, die so teuer war: 

Zwei Abende, eine Seele

Was mich bei KimKoi immer wieder aufs Neue kriegt, ist ihre Leidenschaft für das Handgemachte. Auf dieser Tour steht das im Mittelpunkt: Kein Bombast, sondern pure Instrumente und vor allem die Texte. Die Zeilen von beiden Mitgliedern berühren mich jedes Mal tief; sie schaffen es, in diesen Kunsträumen eine Atmosphäre zu kreieren, die zum Nachdenken und Mitfühlen anregt.

Mein Fazit: Dresden war die emotionale, fast schon familiäre Nähe (mit Lars im "Off"), Meißen war der edle, ehrfürchtige Genuss zwischen kostbarem Porzellan. Beide Abende waren wunderschön und haben gezeigt, dass KimKoi in diesen intimen Settings ihre wahre Stärke ausspielen. Eine Tour, die zeigt, dass die besten Geschichten dort erzählt werden, wo man sich gegenseitig in die Augen (oder auf die Wand davor) schauen kann.


Schenke mir eine Rose für mein Hardware-Update! 🌹

Ich liebe es, diese besonderen Konzertmomente für euch in Wort und Bild festzuhalten – egal ob im verschwitzten Moshpit oder im stillen Porzellanatelier. Damit die Fotos und Berichte in Zukunft noch schärfer und besser werden, sammle ich aktuell für ein Hardware-Update.

Wenn dir meine Reviews gefallen, kannst du mir auf Ko-fi eine virtuelle Rose schenken. Jede Blüte bringt mich meinem Ziel ein Stück näher! Vielen Dank für euren Support! ✨

Hier Rosen regnen lassen: Mein Ko-fi-Link

1. März 2026

[Konzertreview] All-Star-Gewitter in der Tante JU: Universum 25 live in Dresden

Dresden, Ende Februar: Während es draußen noch winterlich frisch war, verwandelte sich die ausverkaufte Tante JU am 28.02.2026 in einen absoluten Hexenkessel. Wenn Universum 25 rufen, kommen die Fans – und das aus gutem Grund. Die Supergroup bewies eindrucksvoll, dass sie weit mehr ist als nur die Summe ihrer prominenten Einzelteile.

Schon der Start in den Abend verlief reibungslos. Ein großes Lob geht an die Organisation: Der Einlass ging super schnell, sodass die Vorfreude drinnen bei entspannter Atmosphäre steigen konnte. Den Anfang machten SOAB, die als Opener einen richtig starken Job abgeliefert haben. Die Band konnte die Menge extrem gut anheizen und hat mich neugierig gemacht – eine Truppe, die man definitiv im Auge behalten sollte, was ich in nächster Zeit auch tun werde.


Als der Hauptakt die Bühne betrat, wurde schnell klar, warum dieses Konzert so besonders ist. Das Line-up liest sich wie ein „Who is Who“ der deutschen Rock-Szene:

  • Micha Rhein (In Extremo) am Gesang,

  • Rupert Keplinger (Eisbrecher, Antitype) an der Gitarre und Gesang,

  • Pat Prziwara (Fiddler’s Green) an der Gitarre und Gesang,

  • Gunnar Schroeder (Dritte Wahl) am Bass,

  • Stefan Arn (Betontod) am Schlagzeug.

Diese fünf agierten nicht wie eine reine Zweckgemeinschaft, sondern wie eine perfekt eingespielte Einheit. Was den Abend aber wirklich besonders machte, war die tiefe Freundschaft, die man zwischen den Herren in jedem Moment spüren konnte. Sie zogen sich gegenseitig auf der Bühne auf und frotzelten herum, was eine wunderbare Atmosphäre von Vertrautheit weckte. Besonders stark: Durch den zusätzlichen Gesang von Rupert und Pat bekamen die Songs eine enorme Dynamik und Mehrstimmigkeit, die live richtig gut rüberkam.

Der Sound in der Tante JU war druckvoll und glasklar – ein echtes Kompliment an die Technik-Crew. Auch die Lichtshow war optisch ein Highlight, auch wenn sie zeitweise so intensiv war, dass sie die Kameras für die Social-Media-Aufnahmen fast schon blendete. Doch genau dieser visuelle Druck passte perfekt zur Energie der Band.

Musikalisch war der Abend ein Rundum-Sorglos-Paket. Die Setlist bot eine extrem starke Mischung aus dem selbstbetitelten Debütalbum „Universum 25“ und dem brandneuen Werk „Die Maschinen wollen leben“. Zu meinen persönlichen Highlights gehörten das atmosphärische „Wenn Roboter träumen“, das romantisch angehauchte „Vor deiner Tür“ (ein echtes Stück für Verliebte) und natürlich der Song, mit dem für die Band alles begann: das Rio-Reiser-Cover „Der Traum ist aus“.

Ein weiteres Schmankerl für die Fans: Jedes Mitglied brachte zusätzlich einen Song seiner Stammband mit in das Set ein, was für zusätzliche Gänsehautmomente und Abwechslung sorgte.

Ein Highlight war eigentlich das gesamte Konzert – die Stimmung war von der ersten bis zur letzten Minute großartig. Wer nicht live dabei sein konnte, sollte unbedingt einen Blick auf mein Instagram- oder TikTok-Profil werfen, wo es die bewegten Bilder und Videos der Nacht zu sehen gibt.


Fazit: 
Ein ausverkauftes Haus, ein reibungsloser Ablauf und eine Band in absoluter Spiellaune. Mitsingen war an diesem Abend fast schon Pflicht und man hat gemerkt: Da war Feuer im Raum – und das nicht nur wegen der hohen Temperaturen im Club. Universum 25 waren zum zweiten Mal in Dresden, haben zum zweiten Mal abgeräumt und – wie ich finde – sogar noch viel mehr als bei ihrer letzten Show in der Tante JU.

Bestell-Links: „Die Maschinen wollen leben“

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